1The new law governs adult protection as soon as the Amendment of 19 December 20081comes into force.
2Persons who have been made wards of court under the previous law shall be made subject to a general deputyship under the new law. The adult protection authority shall adapt to the new law as soon as possible. Unless the authority has decided otherwise in the case of extended parental responsibility, parents are exempt from the obligation to prepare an inventory, report and file accounts regularly and to obtain consent for certain transactions.
3Other measures ordered under the previous law cease to apply three years after the Amendment of 19 December 2008 comes into force unless the adult protection authority transforms them into a measure under the new law.
4Where a doctor based on Article 397b paragraph 2 in its version of 1 January 19812ordered the care-related detention of a mentally ill person, this measure shall continue to apply. The relevant institution shall notify the adult protection authority six months at the latest after the new law comes into force whether it regarded the requirements for hospitalisation to be met. The adult protection authority shall carry out the required enquiries in accordance with the provisions on regular review and if applicable confirm the hospitalisation decision.
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Die elterliche Sorge endet regelmäßig mit der Volljährigkeit (Art. 14 ZGB), wodurch die Vertretungsbefugnisse der Eltern entfallen.
“E._____ wurde am tt. März 2022 volljährig (siehe Art. 14 ZGB und E. I.1.). Die Gesuchstellerin hat trotz Aufforderung des Gerichts keine Zustim- mungserklärung eingereicht (Urk. 252 f.). Damit kann der Gesuchsgegner im Rah- men des vorliegenden Eheschutzverfahrens nicht autoritativ verpflichtet werden, Volljährigenalimente für E._____ zu bezahlen. Gleichwohl sind die Unterhaltsbei- träge zu bestimmen, weil sie vorfrageweise eine Rolle spielen. Sie betragen Fr. 1'355.– (Bedarf von E._____) - Fr. 636.– (anrechenbares Einkommen von E._____; E. II.35.2.) = Fr. 719.– pro Monat.”
“Der Gesuchsgegner hält in der Beschwerdeschrift daran fest, dass die Gesuchstellerin nicht aktivlegitimiert sei (Urk. 22 S. 7 Rz. 23). Hierzu ist zu bemer- ken, dass das Bundesgericht in Nachachtung des prozessstandschaftlichen Lega- - 6 - litätsprinzips dem Inhaber der elterlichen Sorge gestützt auf Art. 318 Abs. 1 ZGB die Befugnis zuerkannt hat, die Rechte des unmündigen Kindes in vermögens- rechtlichen Angelegenheiten (insbesondere betreffend Unterhaltsbeiträge) vor dem Gericht – d.h. auch in einem Rechtsöffnungsverfahren – in eigenem Namen geltend zu machen. Diese Befugnis setzt das Bestehen der elterlichen Sorge vor- aus und endet mit der Volljährigkeit des Kindes (Art. 296 ff. i.V.m. Art. 14 ZGB; BGE 142 III 78 E. 3.2 m.w.H.) oder auch mit der vollständigen Übertragung der el- terlichen Sorge (vgl. Art. 298 Abs. 1 ZGB; OGer ZH RT200189-O vom 30.06.2021, E. III.1.2.3). Die Gesuchstellerin war demnach im vorinstanzlichen Verfahren aktivlegitimiert, was die Vorinstanz korrekterweise unter Hinweis auf die Erwägung”
Bei minderjährigen Kindern können das Kindeswohl und die Urteilsfähigkeit des Jugendlichen für Entscheidungen (z.B. zu Namen oder Zivilstand) entscheidend sein; die Kindesschutzbehörde und elterliche Vertretung sind entsprechend zu berücksichtigen.
“Autant qu'on les comprenne sur ce point, les recourants se plaignent de ce que le Tribunal de protection aurait pris, sous couvert de mesures de protection, une décision contraire à l'intérêt de leur enfant, de sorte qu'ils devraient eux-mêmes protéger celle-ci contre elle-même, respectivement contre le Tribunal de protection. Telle serait la raison pour laquelle ils refusent de lui remettre ses pièces d'identité. Ils font reproche en outre au Tribunal de protection de ne pas avoir fait application directe de l'art. 11 Cst. féd., postulant d'une part, une inconstitutionnalité de la loi (art. 30b CC) et, d'autre part, l'absence de capacité de discernement de leur enfant à prendre la décision de requérir un changement d'état civil. Enfin, ils reprochent au Tribunal de protection une violation de leurs droits de la personnalité et invoquent à leur profit l'art. 29 al. 1 lit. c de la Convention de New-York relative aux droit de l'enfant (RS 0.107), au motif que le refus du Tribunal de protection d'examiner la capacité de discernement de l'enfant conduirait potentiellement, si la modification voulue par l'enfant était portée dans les registres, à une "destruction de la famille". 2.1.1 Selon l'art. 14 CC, la majorité est fixée à 18 ans révolus. L'art. 296 al. 2 CC stipule que l'enfant est soumis, pendant sa minorité, à l'autorité parentale conjointe de ses père et mère. Selon l'art. 301 al.1 CC, les père et mère déterminent les soins à donner à l'enfant, dirigent son éducation en vue de son bien et prennent les décisions nécessaires, sous réserve de sa propre capacité. En outre, selon l'art. 304 al.1 CC, les père et mère sont, dans les limites de leur autorité parentale, les représentants légaux de leurs enfants à l'égard des tiers. Aux termes de l'art. 305 al. 1 CC l'enfant capable de discernement soumis à l'autorité parentale peut s'engager par ses propres actes dans les limites prévues par le droit des personnes et exercer ses droits strictement personnels. Selon l’art. 307 al. 3 CC, l’autorité de protection peut rappeler les père et mère à leurs devoirs, donner des indications ou instructions relatives aux soins, à l’éducation et à la formation de l’enfant (…). 2.1.2 Selon l'art.”
Die Volljährigkeit (18. Altersjahr) ist massgeblich für die Prozessfähigkeit und die selbständige Führung von Beschwerden; urteilsfähige Minderjährige können jedoch mit Zustimmung der Eltern prozessfähig sein.
“E._____ wurde am tt. März 2022 volljährig (siehe Art. 14 ZGB und E. I.1.). Die Gesuchstellerin hat trotz Aufforderung des Gerichts keine Zustim- mungserklärung eingereicht (Urk. 252 f.). Damit kann der Gesuchsgegner im Rah- men des vorliegenden Eheschutzverfahrens nicht autoritativ verpflichtet werden, Volljährigenalimente für E._____ zu bezahlen. Gleichwohl sind die Unterhaltsbei- träge zu bestimmen, weil sie vorfrageweise eine Rolle spielen. Sie betragen Fr. 1'355.– (Bedarf von E._____) - Fr. 636.– (anrechenbares Einkommen von E._____; E. II.35.2.) = Fr. 719.– pro Monat.”
“Dezember 1968 (VwVG; SR 172.021) die Partei- und Prozessfähigkeit voraussetzt, dass parteifähig ist, wer rechtsfähig ist (Art. 11 des Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]), dass Minderjährige genauso wie Volljährige die Fähigkeit besitzen, Partei in einem Verwaltungsprozess resp. parteifähig zu sein (vgl. Christophe Herzig et al., Kinder und Jugendliche als Parteien im Verwaltungsprozess, in: Jusletter 3. Februar 2020, S. 3), sofern sie unmittelbar in ihren eigenen Interessen resp. in ihrer Rechtstellung (besonders) betroffen sind (vgl. hierzu Christophe Herzig et al., a.a.O., S. 6), dass die Prozessfähigkeit die prozessuale Handlungsfähigkeit, also die Fähigkeit, eine Beschwerde einzureichen und den Prozess selbst zu führen oder durch einen gewählten Vertreter führen zu lassen, umschreibt; demnach ist prozessfähig, wer mündig und urteilsfähig ist (Art. 13 ZGB; vgl. auch BGE 132 I 1 E. 3.1 und BGE 116 II 385 E. 4 je mit Hinweisen), dass volljährig ist, wer das 18. Altersjahr vollendet hat (Art. 14 ZGB), dass die Eltern im Blick auf das Wohl des Kindes seine Pflege und Erziehung leiten und unter Vorbehalt seiner eigenen Handlungsfähigkeit die nötigen Entscheidungen treffen (Art. 301 Abs. 1 ZGB), wobei der Elternteil, der das Kind betreut, unter anderem dann allein entscheiden kann, wenn es sich um eine alltägliche Angelegenheit handelt (Art. 301 Abs. 1bis Ziff. 1 ZGB), dass die Eltern von Gesetzes wegen die Vertretung des Kindes gegenüber Drittpersonen im Umfang der ihnen zustehenden elterlichen Sorge haben (Art. 304 Abs. 1 ZGB), dass urteilsfähige Minderjährige mit Zustimmung des gesetzlichen Vertreters (regelmässig der Eltern) im Hinblick auf einen konkreten Rechtstreit prozessfähig sind (vgl. hierzu Christophe Herzig et al., a.a.O., S. 9), dass grundsätzlich beide Elternteile zustimmen müssen, da die Führung eines Prozesses keine alltägliche Angelegenheit gemäss Art. 301 Abs. 1bis Ziff. 1 ZGB darstellt, dass bei verheirateten (oder auch geschiedenen oder unverheirateten) Eltern, welche die elterliche Sorge gemeinsam ausüben, der eine Elternteil mit ausdrücklicher oder stillschweigender Zustimmung des anderen allein zur selbständigen Prozessführung befugt ist (vgl.”
Volljährigkeit schliesst Unterhaltskürzungen oder weitergehende Ansprüche nicht automatisch aus; die Zumutbarkeit von Selbsthilfe und die konkrete Einzelfallprüfung sind massgeblich.
“Im Rahmen des Unterhaltsrechts wird jeweils von "volljährigen Kindern" gesprochen. Im zivilrechtlichen Sinne ist ein "Kind" jedoch eine minderjährige Person (Art. 14 ZGB). Die von der Vorinstanz angerufenen Art. 323 Abs. 2 ZGB und Art. 276 Abs. 3 ZGB (act. B.1, E. 3.5) finden auf "volljährige Kinder" nur analog, im Rahmen der Prüfung der Zumutbarkeit nach den gesamten Umständen gemäss Art. 277 Abs. 2 ZGB Anwendung. Inwieweit es zumutbar ist, den Unterhalt neben der Ausbildung selbst zu bestreiten, bestimmt sich nach den Umständen des Einzelfalls (Margot Michel/Claudio Ludwig, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], Kurzkommentar Zivilgesetzbuch, 2. Aufl., Basel 2018, N 8 zu Art. 277 ZGB). Minderjährige Kinder haben sich in der Regel nicht mit mehr als 60% ihres Einkommens (80% bei sehr schlechten finanziellen Verhältnissen der Eltern) am eigenen Unterhalt zu beteiligen (Christiana Fountoulakis, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 35 zu Art. 276 ZGB). Dies gilt grundsätzlich auch für volljährige Kinder (KGer GR ZK1 20 30 v.”
“E._____ wurde am tt. März 2022 volljährig (siehe Art. 14 ZGB und E. I.1.). Die Gesuchstellerin hat trotz Aufforderung des Gerichts keine Zustim- mungserklärung eingereicht (Urk. 252 f.). Damit kann der Gesuchsgegner im Rah- men des vorliegenden Eheschutzverfahrens nicht autoritativ verpflichtet werden, Volljährigenalimente für E._____ zu bezahlen. Gleichwohl sind die Unterhaltsbei- träge zu bestimmen, weil sie vorfrageweise eine Rolle spielen. Sie betragen Fr. 1'355.– (Bedarf von E._____) - Fr. 636.– (anrechenbares Einkommen von E._____; E. II.35.2.) = Fr. 719.– pro Monat.”
Die elterliche Sorge endet nicht automatisch vor der Volljährigkeit, selbst wenn eine vollständige Übertragung der Sorge auf Dritte erfolgt ist.
“Der Gesuchsgegner hält in der Beschwerdeschrift daran fest, dass die Gesuchstellerin nicht aktivlegitimiert sei (Urk. 22 S. 7 Rz. 23). Hierzu ist zu bemer- ken, dass das Bundesgericht in Nachachtung des prozessstandschaftlichen Lega- - 6 - litätsprinzips dem Inhaber der elterlichen Sorge gestützt auf Art. 318 Abs. 1 ZGB die Befugnis zuerkannt hat, die Rechte des unmündigen Kindes in vermögens- rechtlichen Angelegenheiten (insbesondere betreffend Unterhaltsbeiträge) vor dem Gericht – d.h. auch in einem Rechtsöffnungsverfahren – in eigenem Namen geltend zu machen. Diese Befugnis setzt das Bestehen der elterlichen Sorge vor- aus und endet mit der Volljährigkeit des Kindes (Art. 296 ff. i.V.m. Art. 14 ZGB; BGE 142 III 78 E. 3.2 m.w.H.) oder auch mit der vollständigen Übertragung der el- terlichen Sorge (vgl. Art. 298 Abs. 1 ZGB; OGer ZH RT200189-O vom 30.06.2021, E. III.1.2.3). Die Gesuchstellerin war demnach im vorinstanzlichen Verfahren aktivlegitimiert, was die Vorinstanz korrekterweise unter Hinweis auf die Erwägung”
Die elterliche Unterhaltspflicht endet grundsätzlich mit der Volljährigkeit; sie kann jedoch über das 18. Lebensjahr hinaus fortbestehen, wenn der/die Volljährige ausbildungsbedürftig ist — der Bedarf und die Beiträge sind in jedem Fall zu ermitteln.
“Im Rahmen des Unterhaltsrechts wird jeweils von "volljährigen Kindern" gesprochen. Im zivilrechtlichen Sinne ist ein "Kind" jedoch eine minderjährige Person (Art. 14 ZGB). Die von der Vorinstanz angerufenen Art. 323 Abs. 2 ZGB und Art. 276 Abs. 3 ZGB (act. B.1, E. 3.5) finden auf "volljährige Kinder" nur analog, im Rahmen der Prüfung der Zumutbarkeit nach den gesamten Umständen gemäss Art. 277 Abs. 2 ZGB Anwendung. Inwieweit es zumutbar ist, den Unterhalt neben der Ausbildung selbst zu bestreiten, bestimmt sich nach den Umständen des Einzelfalls (Margot Michel/Claudio Ludwig, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], Kurzkommentar Zivilgesetzbuch, 2. Aufl., Basel 2018, N 8 zu Art. 277 ZGB). Minderjährige Kinder haben sich in der Regel nicht mit mehr als 60% ihres Einkommens (80% bei sehr schlechten finanziellen Verhältnissen der Eltern) am eigenen Unterhalt zu beteiligen (Christiana Fountoulakis, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 35 zu Art. 276 ZGB). Dies gilt grundsätzlich auch für volljährige Kinder (KGer GR ZK1 20 30 v.”
“Les père et mère contribuent ensemble, chacun selon ses facultés, à l'entretien convenable de l'enfant et assument en particulier les frais de sa prise en charge, de son éducation, de sa formation et des mesures prises pour le protéger (al. 2). Les père et mère sont déliés de leur obligation d'entretien dans la mesure où l'on peut attendre de l'enfant qu'il subvienne à son entretien par le produit de son travail ou par ses autres ressources (al. 3). Selon l'art. 276a al. 1 CC, l'obligation d'entretien envers un enfant mineur prime les autres obligations d'entretien du droit de la famille. Aux termes de l'art. 277 CC, l'obligation d'entretien des père et mère dure jusqu'à la majorité de l'enfant (al. 1). Si, à sa majorité, l'enfant n'a pas encore de formation appropriée, les père et mère doivent, dans la mesure où les circonstances permettent de l'exiger d'eux, subvenir à son entretien jusqu'à ce qu'il ait acquis une telle formation, pour autant qu'elle soit achevée dans les délais normaux (al. 2). L'art. 14 CC précise que la majorité est fixée à 18 ans révolus.”
“E._____ wurde am tt. März 2022 volljährig (siehe Art. 14 ZGB und E. I.1.). Die Gesuchstellerin hat trotz Aufforderung des Gerichts keine Zustim- mungserklärung eingereicht (Urk. 252 f.). Damit kann der Gesuchsgegner im Rah- men des vorliegenden Eheschutzverfahrens nicht autoritativ verpflichtet werden, Volljährigenalimente für E._____ zu bezahlen. Gleichwohl sind die Unterhaltsbei- träge zu bestimmen, weil sie vorfrageweise eine Rolle spielen. Sie betragen Fr. 1'355.– (Bedarf von E._____) - Fr. 636.– (anrechenbares Einkommen von E._____; E. II.35.2.) = Fr. 719.– pro Monat.”
“Cette contribution peut être fixée pour une période allant au-delà de l'accès à la majorité (al. 4). Selon l'art. 276 CC, l'entretien est assuré par les soins, l'éducation et des prestations pécuniaires (al. 1). Les père et mère contribuent ensemble, chacun selon ses facultés, à l'entretien convenable de l'enfant et assument en particulier les frais de sa prise en charge, de son éducation, de sa formation et des mesures prises pour le protéger (al. 2). Les père et mère sont déliés de leur obligation d'entretien dans la mesure où l'on peut attendre de l'enfant qu'il subvienne à son entretien par le produit de son travail ou par ses autres ressources (al. 3). Aux termes de l'art. 277 CC, l'obligation d'entretien des père et mère dure jusqu'à la majorité de l'enfant (al. 1). Si, à sa majorité, l'enfant n'a pas encore de formation appropriée, les père et mère doivent, dans la mesure où les circonstances permettent de l'exiger d'eux, subvenir à son entretien jusqu'à ce qu'il ait acquis une telle formation, pour autant qu'elle soit achevée dans les délais normaux (al. 2). L'art. 14 CC précise que la majorité est fixée à 18 ans révolus.”