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Art. 131

101Cst.Federal Decree Subject To Mandatory ReferendumJan 1, 2000Original source
  1. The Confederation may level special consumption taxes on:
    1. tobacco and tobacco products;
    2. distilled spirits;
    3. beer;
    4. automobiles and their parts;
    5. petroleum, other mineral oils, natural gas and products obtained by refining these resources, as well as on motor fuels.
  2. It may also levy:
    1. a surcharge on the consumption tax on motor fuels with the exception of aviation fuels;
    2. a charge that applies when motor vehicles are powered by means other than motor fuels in accordance with paragraph 1 letter e.1
  3. If the monies are insufficient to carry out the tasks provided for under Article 87b in connection with air traffic, the Confederation shall levy a surcharge on the consumption tax on aviation fuels.2
  4. The Cantons shall receive ten per cent of the net proceeds from the taxation of distilled spirits. These funds must be used to fight the causes and effects of substance addiction.

Footnotes

  1. Adopted by the popular vote on 12 Feb. 2017, in force since 1 Jan. 2018 (FedD of 30 Sept. 2016, FCD of 10 Nov. 2016 –AS 2017 6731;BBl 2015 2065, 2016 7587, 2017 3387).

  2. Adopted by the popular vote on 12 Feb. 2017, in force since 1 Jan. 2018 (FedD of 30 Sept. 2016, FCD of 10 Nov. 2016 –AS 2017 6731;BBl 2015 2065, 2016 7587, 2017 3387).

1 commentary

N1.Verbrauchssteuern zur Gesundheitsförderung

Die Verfassung erlaubt den Einsatz besonderer Verbrauchssteuern auch zur Verfolgung gesundheitspolitischer Ziele: Sie können der Reduktion der Nachfrage nach alkoholischen Getränken durch fiskalische Belastung dienen und damit gesundheitsfördernde Zwecke unterstützen.

Die Vorinstanz hat das anwendbare Recht in zeitlicher Hinsicht (vgl. E. 1.9 des angefochtenen Urteils) sowie die Grundsätze der Alkoholgesetzgebung und der Steuerveranlagung (vgl. E. 3 des angefochtenen Urteils) zutreffend dargelegt, worauf verwiesen wird. Hervorzuheben ist dabei insbesondere der schon in der Bundesverfassung angelegte gesundheitspolitische Auftrag (Art. 105 BV), welcher auch durch Reduktion der Nachfrage nach gebrannten Wassern mittels fiskalischer Belastung erfolgt (Art. 131 Abs. 1 lit. b BV). Die Vorinstanz hat weiter auf die - gerade auch vor dem eben erwähnten Hintergrund bedeutsame - allgemeine Mitwirkungs- und Dokumentationspflicht (Art. 23 Abs. 2 AlkG) und insbesondere auf das Pflichtenheft des Beschwerdeführers verwiesen (vgl. E. 3.8.3 des angefochtenen Urteils). Danach müsse der Konzessionsinhaber bei Entgegennahme von Rohstoffen oder Ausführung eines Brennauftrages eine Erklärung tätigen. Er habe spätestens zehn Tage vor Brennbeginn ein Gesuch um Erteilung einer Brennbewilligung einzureichen und dürfe nach Bewilligungserteilung nur innerhalb der bewilligten Brennfrist brennen. Die erzeugten Spirituosen müssten nach Beendigung des Brennens unverzüglich zur Abnahme angemeldet werden. Der Konzessionsinhaber sei weiter verpflichtet, die Aufzeichnungen über die Herkunft und die Verwendung der Rohstoffe sowie die daraus hergestellten Spirituosen laufend zu führen (Buchführung). Schliesslich hat die Vorinstanz die Dokumentationspflichten im Hinblick auf das Steuerlager dargelegt, namentlich das Führen einer Alkoholbuchhaltung.

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