LGBL_OB_19941129_99•Verordnung der Oö. Landesregierung über die Verwaltungsabgaben in Angelegenheiten des Grundverkehrs (Oö. Grundverkehrs- Verwaltungsabgabenverordnung 1994)
LGBL_OB_19941129_99Verordnung der Oö. Landesregierung über die Verwaltungsabgaben in Angelegenheiten des Grundverkehrs (Oö. Grundverkehrs- Verwaltungsabgabenverordnung 1994)Gazette29.11.1994
Nr. 99
Verordnung
der o.ö. Landesregierung vom 14. November 1994
über die Verwaltungsabgaben in Angelegenheiten des Grundverkehrs (O.ö. Grundverkehrs-Verwaltungsabgabenverordnung 1994)
Auf Grund des § 32 Abs. 1 des O.ö. Grundverkehrsgesetzes 1994 (O.ö. GVG 1994), LGBl. Nr. 88, in Verbindung mit den Bestimmungen des O.ö. Verwaltungsabgabengesetzes 1974, LGBl. Nr. 6, zuletzt geändert durch LGBl. Nr. 90/1992, wird verordnet:
§1 Abgabepflichtige Amtshandlungen
(1)Für folgende Amtshandlungen der Grundverkehrs
kommissionen sind Verwaltungsabgaben zu entrichten:
(2)Soweit in dieser Verordnung nichts anderes be
stimmt ist, gelten die Bestimmungen der Landesverwaltungsabgabenverordnung 1993, LGBl. Nr. 97/1992.
§2 Abgabepflichtige Personen
(1)Die Verwaltungsabgabe ist zu entrichten
(2)Für die Entrichtung der Verwaltungsabgabe haften
in den Fällen des Abs. 1 Z. 1 die Parteien (§ 31 Abs. 2
des O.ö. Grundverkehrsgesetzes 1994) als Gesamt
schuldner.
Seite 360
Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1994, 51. Stück,
Nr. 99, 100 u. 101
..=:,.. -- .§3
Abgabenhöhe
(1)Das Ausmaß der Verwaltungsabgabe für Amtshand
lungen einer Grundverkehrskommission beträgt
1.für die Genehmigung von Kaufverträgen, Verträgen
über die Einräumung eines Pfandrechts und Ver
trägen über den Erwerb von Gesellschafts- oder Ge-
nossenschaftsanteilen, für die Genehmigung von
Zuschlägen, Überboten und Übernahmsanträgen in
Versteigerungsverfahren gemäß §§ 20 und 22 O.ö. Grundverkehrsgesetz
1994 sowie für die Ausstel-¦: lung einer Genehmigung gemäß § 21 Abs.
2 des O.ö. Grundverkehrsgesetzes 1994
5 v. T. der Gegenleistung bzw. der Höhe des Meist-botes, Überbotes
oder Übernahmsantrages, mindestens jedoch S 700,- und höchstens S
7.000,-;
(2) Verwaltungsabgaben, die gemäß Abs. 1 nach dem Tausendsatz berechnet werden, sind, wenn sie einen
nicht durch 5 teilbaren Schillingbetrag ergeben, auf den nächsten durch 5 teilbaren Schillingbetrag nach unten abzurunden.
(3) Bei Rechtserwerben, deren Gegenwert den Betrag
von S 1.000,- nicht übersteigt, ist keine Verwaltungs abgabe zu entrichten.
§4 Schlußbestimmungen
(1) Diese Verordnung tritt am 1. Dezember 1994 in Kraft.
(2) Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Grundverkehrs-Verwaltungsabgabenverordnung 1989, LGBl. Nr. 52, außer Kraft.
(3) Auf die vor Inkrafttreten dieser Verordnung ab geschlossenen Rechtsgeschäfte sowie auf bereits an
hängige Verfahren sind die Bestimmungen der Grundverkehrs-Verwaltungsabgabenverordnung 1989, LGBI. Nr. 52, weiter anzuwenden.
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