Oberverwaltungsgericht des Saarlandes 1. Senat, 2026-05-15, 1 E 210/25

1 E 210/25Tribunal Administrativo / Divisão 115 de mai. de 2026

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Oberverwaltungsgericht des Saarlandes 1. Senat — 1 E 210/25 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 2026-05-15

Aktenzeichen: 1 E 210/25

ECLI: ECLI:DE:OVGSL:2026:0515.1E210.25.00

Dokumenttyp: Beschluss

Rechtskraft: ja

Tenor

Auf die Beschwerde des Klägers wird der Streitwert für das erstinstanzliche Verfahren unter Änderung der Streitwertfestsetzung im Urteil des Verwaltungsgerichts des Saarlandes vom 13. November 2025 – 3 K 1433/22 – auf 10.000 Euro festgesetzt.

Das Beschwerdeverfahren ist gebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet.

Gründe

1 Über die Beschwerde gegen die erstinstanzliche Streitwertfestsetzung entscheidet gemäß § 68 Abs. 1 Satz 5 i.V.m. § 66 Abs. 6 Satz 1 Hs. 2 GKG der Berichterstatter als Einzelrichter, weil die angefochtene Entscheidung durch die Einzelrichterin erlassen wurde.1OVG des Saarlandes, Beschl. v. 22.5.2023 – 2 E 72/22 – Rn. 3, jurisOVG des Saarlandes, Beschl. v. 22.5.2023 – 2 E 72/22 – Rn. 3, juris

2 Die zulässige Streitwertbeschwerde, der mit Blick auf die beanspruchte Reduktion des festgesetzten Streitwerts von 15.000 auf „3.000, hilfsweise auf 5.000“ Euro und die sich daraus (theoretisch) ergebende Reduktion der Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren um mehr als 300 Euro eine hinreichende Mindestbeschwer (§ 68 Abs. 1 Satz 1 GKG)2Vgl. zur Berechnung der Mindestbeschwer: OVG des Saarlandes, Beschl. v. 20.3.2025 – 2 E 119/24 – Rn. 9, juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 31.10.2025 – 1 E 190/25 – Rn. 6, jurisVgl. zur Berechnung der Mindestbeschwer: OVG des Saarlandes, Beschl. v. 20.3.2025 – 2 E 119/24 – Rn. 9, juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 31.10.2025 – 1 E 190/25 – Rn. 6, juris zugrunde liegt, hat Erfolg.

3 Der Kläger, ein Mitglied des Stadtrats der Kreisstadt ..., hat im zugrundeliegenden Klageverfahren (3 K 1433/22) im Wesentlichen geltend gemacht, dass seine organschaftlichen Rechte im Rahmen der Vorbereitung, Beratung und Beschlussfassung des Stadtrats über den Verkauf der kommunalen ... verletzt worden seien. Im Ausgangspunkt zutreffend und in Übereinstimmung mit der Streitwertpraxis des Senats3vgl. Senatsbeschl. v. 21.5.2024 – 1 E 13/24 – n.v.vgl. Senatsbeschl. v. 21.5.2024 – 1 E 13/24 – n.v. hat das Verwaltungsgericht für die Bestimmung des Streitwerts dieser Klage auf § 52 Abs. 1 GKG und Ziff. 22.7 (Kommunalverfassungsstreit) der Empfehlungen des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit abgestellt. Fallbezogen kam es dabei jedoch auf die im Zeitpunkt der Klageerhebung (vgl. § 40 GKG) im Februar 2022 (noch) geltende Fassung des Streitwertkatalogs vom 18. Juli 2013 an, die für einen Kommunalverfassungsstreit einen Streitwert von 10.000 Euro vorschlug, nicht aber auf die (erst) im Juli 2025 bekanntgegebene Fassung des Streitwertkatalogs4Senatsbeschl. v. 29.10.2025 – 1 E 135/25 –, und v. 25.11.2025 – 1 A 182/24 – Rn. 56, jurisSenatsbeschl. v. 29.10.2025 – 1 E 135/25 –, und v. 25.11.2025 – 1 A 182/24 – Rn. 56, juris und die damit einhergehende Erhöhung des Werts auf 15.000 Euro. Für eine weitere Reduktion des Streitwerts auf 3.000 bzw. höchstens 5.000 Euro, wie in der Beschwerde beansprucht, sieht der Senat keinen Anlass.

4 Die Kostenentscheidung beruht auf § 68 Abs. 3 GKG.

Fußnoten

1) OVG des Saarlandes, Beschl. v. 22.5.2023 – 2 E 72/22 – Rn. 3, juris

2) Vgl. zur Berechnung der Mindestbeschwer: OVG des Saarlandes, Beschl. v. 20.3.2025 – 2 E 119/24 – Rn. 9, juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 31.10.2025 – 1 E 190/25 – Rn. 6, juris

3) vgl. Senatsbeschl. v. 21.5.2024 – 1 E 13/24 – n.v.

4) Senatsbeschl. v. 29.10.2025 – 1 E 135/25 –, und v. 25.11.2025 – 1 A 182/24 – Rn. 56, juris

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