Interest deduction only if loan funds finance income-producing property

BFH IX B 130/14Bfh / Division 927 de abr. de 2015Dismissed

Abrir fonte

Extraído pela Omnilex

Resumo Omnilex

The Federal Fiscal Court rejected the taxpayers’ complaint against denial of leave to appeal. It held that the legal questions regarding deduction of interest as advertising expenses in rental-income cases were already settled: only loan funds actually used to generate rental income qualify. Because the taxpayers had used the loan for renovation of a self-used house, the claimed deduction failed. The complaint also did not sufficiently demonstrate a divergence in case law. Costs of the complaint proceedings were imposed on the taxpayers.

Sumário Omnilex

§ 115 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 FGO; § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO; interest on debt as advertising expenses for income from letting and leasing: deduction requires that the borrowed funds were actually used to obtain taxable rental income. If loan proceeds finance renovation of a privately used family home, the interest is not deductible. Questions already clarified by settled case law do not justify leave to appeal; a divergence complaint must identify and compare the decisive legal propositions of the challenged judgment and the alleged conflicting decisions in a substantiated manner.

Texto completo

BFH — IX B 130/14, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2015-04-27

Aktenzeichen: IX B 130/14

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 9 Abs 1 S 3 Nr 1 EStG 2002, § 21 Abs 1 Nr 1 EStG 2002, EStG VZ 2007, EStG VZ 2008, § 12 Nr 1 EStG 2002

Vorinstanz: vorgehend Finanzgericht des Saarlandes, 22. Oktober 2014, Az: 2 K 1298/11, Urteil

Spruchkörper: 9. Senat

Titelzeile

Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen als Werbungskosten nur bei Einsatz der Darlehensmittel zur Erzielung von Einkünften

Leitsatz

NV: Der Abzug von Schuldzinsen als Werbungskosten bei den Einkünften aus § 21 EStG setzt voraus, dass die Darlehensmittel zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung eingesetzt werden. Werden die Darlehensmittel zur Renovierung des selbstgenutzten Einfamilienhauses eingesetzt, ist ein Werbungskostenabzug nicht möglich .

Tenor

Die Beschwerde der Kläger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts des Saarlandes vom 22. Oktober 2014 2 K 1298/11 wird als unbegründet zurückgewiesen.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kläger zu tragen.

Gründe

1 Die Beschwerde hat keinen Erfolg.

2 Die von den Klägern und Beschwerdeführern (Kläger) vorgebrachten Zulassungsgründe liegen nicht vor. Die Revision ist weder wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung --FGO--, dazu unter 1.) noch zur Fortbildung des Rechts nach § 115 Abs. 2 Nr. 2 1. Alternative FGO (dazu unter 2.) oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative FGO, dazu unter 3.) zuzulassen.

3 1. Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung i.S. von § 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO. Eine Rechtssache hat grundsätzliche Bedeutung, wenn die für die Beurteilung des Streitfalls maßgebliche Rechtsfrage das Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts berührt. Die Rechtsfrage muss klärungsbedürftig und in dem angestrebten Revisionsverfahren klärungsfähig sein (Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., § 115 Rz 23, m.w.N.). Daran fehlt es hier. Die Frage, ob und in welchem Umfang Schuldzinsen bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 des Einkommensteuergesetzes --EStG--) als Werbungskosten abgezogen werden können, auch wenn die Ausgaben zunächst aus eigenen Mitteln bestritten werden und später ein Darlehen zur Finanzierung von nicht der Einkünfteerzielung dienenden Aufwendungen aufgenommen werden muss, ist in der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) geklärt. Maßgeblich ist, ob die Darlehensmittel zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung aufgenommen und tatsächlich verwendet worden sind. Werden die Darlehensmittel zur Finanzierung von Aufwendungen für das privat genutzte Einfamilienhaus verwendet, sind die damit zusammenhängenden Schuldzinsen nicht abzugsfähig. Die Feststellung, wofür die Darlehensmittel im Einzelfall tatsächlich verwendet worden sind, obliegt dem Finanzgericht als Tatsacheninstanz (ständige Rechtsprechung, vgl. u.a. BFH-Urteile vom 24. Oktober 2012 IX R 35/11, BFH/NV 2013, 522, unter II.1., und vom 25. Februar 2009 IX R 52/07, BFH/NV 2009, 1255, unter II.1.; vgl. auch Schmidt/Loschelder, EStG, 34. Aufl., § 9 Rz 140).

4 2. Aus diesem Grund scheidet auch eine Zulassung der Revision zur Fortbildung des Rechts nach § 115 Abs. 2 Nr. 2 1. Alternative FGO aus.

5 3. Der Zulassungsgrund der Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative FGO) ist nicht hinreichend i.S. von § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO dargelegt. Dazu hätten die Kläger die tragenden Rechtssätze der angefochtenen Entscheidung und vermeintlicher Divergenzentscheidungen so herausarbeiten und einander gegenüberstellen müssen, dass eine Abweichung im Grundsätzlichen erkennbar geworden wäre (vgl. BFH-Beschluss vom 15. April 2013 IX B 169/12, BFH/NV 2013, 1241). Das ist nicht geschehen.

6 4. Von einer weiter gehenden Begründung wird gemäß § 116 Abs. 5 Satz 2 FGO abgesehen. Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 2 FGO.

Palavras-chave

taxationrental incomeinterest deductionadvertising expensesloan useprivate residenceleave to appealdivergencecourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the complaint against denial of leave to appeal was admissible and well-founded on grounds of fundamental importance, development of law, or uniformity of case law.

Decisão extraída

The asserted grounds for leave to appeal were not met; the legal questions were already settled and no sufficient divergence was shown.

Fundamentação extraída

The decisive question was already clarified in Federal Fiscal Court case law. Interest is deductible only if the loan proceeds were actually used to generate rental income; if they financed renovation of a privately used house, no deduction is allowed. The taxpayers did not sufficiently identify a divergence.

Questão jurídica principal

Whether the interest expense was deductible as advertising expenses for rental income when the loan financed renovation of a self-used house.

Decisão extraída

No deduction was possible because the borrowed funds were used for private, not income-producing, purposes.

Fundamentação extraída

Deductibility under the income from letting and leasing rules depends on the actual use of the loan funds for income generation. Use for a privately occupied family home excludes deduction.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.