Requirements for substantiating reasons for leave to appeal

BFH I B 195/13Bfh / Divisão 117 de set. de 2014Dismissed

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The Federal Fiscal Court rejected the GmbH’s non-admission complaint as inadmissible because it did not meet the substantiation requirements for leave to appeal. The complaint did not sufficiently engage with the lower court’s reasoning or existing Federal Fiscal Court case law on hidden profit distributions and the formal arm’s-length test. Since the legal issue had already been addressed in prior decisions, the complainant had to explain in detail why a renewed review was still necessary for legal unity or legal development. Costs were imposed on the complainant.

Sumário Omnilex

§ 115 Abs. 2 Nr. 1, § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO; Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung bei bereits geklärter Rechtsfrage: Hat der BFH eine Rechtsfrage bereits entschieden, genügt es zur Begründung der grundsätzlichen Bedeutung nicht, die eigene Rechtsauffassung zu wiederholen. Erforderlich sind vielmehr substantiierte Ausführungen dazu, weshalb dennoch eine erneute Befassung des Revisionsgerichts im Interesse der Rechtseinheit oder Rechtsfortbildung geboten ist. Fehlt es daran, ist die Nichtzulassungsbeschwerde unzulässig (vgl. auch § 116 Abs. 5 Satz 2 FGO; Kosten nach § 135 Abs. 2 FGO).

Texto completo

BFH — I B 195/13, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2014-09-17

Aktenzeichen: I B 195/13

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 115 Abs 2 Nr 1 FGO, § 116 Abs 3 S 3 FGO

Vorinstanz: vorgehend FG Hamburg, 20. November 2013, Az: 2 K 89/13, Urteil

Spruchkörper: 1. Senat

Titelzeile

Darlegung von Zulassungsgründen

Leitsatz

NV: Hat der BFH bereits zu einer Rechtsfrage Stellung genommen, so bedarf es für die Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung substantiierter Erläuterungen, weshalb gleichwohl eine erneute Befassung des Revisionsgerichts im Interesse der Rechtseinheit und Rechtsfortbildung für erforderlich gehalten wird (ständige Rechtsprechung).

Tatbestand

1 I. Gesellschafter der im Jahr 2002 gegründeten Klägerin und Beschwerdeführerin (Klägerin), einer GmbH, waren mit einem Anteil von 40 % A sowie --mit Anteilen von jeweils 30 %-- B und C. Aufgrund der mit allen Gesellschaftern geschlossenen gleichlautenden Geschäftsführerverträge stand diesen in den Streitjahren (2005 bis 2007) neben einem Festgehalt eine Tantieme in Höhe von 30 % des Jahresüberschusses --begrenzt auf 60 % des Jahresfestgehalts-- zu. Hiervon abweichend wurden den Gesellschaftern pauschale Tantiemen nach überschlägiger Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Klägerin gewährt. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) qualifizierte die Tantiemezahlungen als verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA). Die Klage blieb ohne Erfolg; die Revision ist vom Finanzgericht (FG) nicht zugelassen worden (FG Hamburg, Urteil vom 20. November 2013 2 K 89/13).

Entscheidungsgründe

2 II. Die hiergegen erhobene Beschwerde ist zu verwerfen, da sie nicht den Anforderungen an die Darlegung der in § 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) genannten Gründe für eine Revisionszulassung genügt (§ 116 Abs. 3 Satz 3 FGO).

3 1. Die Rüge der Klägerin, die Rechtssache sei u.a. deshalb von grundsätzlicher Bedeutung, weil es der Klärung bedürfe, ob --wie vom FG angenommen-- im Rahmen des sog. formellen Fremdvergleichs A, B und C als beherrschende Gesellschafter angesehen werden können und ob es für das Vorliegen einer vGA nicht der weiteren Voraussetzung bedarf, dass die Gesellschaftergruppe "externe" Interessen verfolge, zu deren Gunsten sie die Gesellschaft schädigen, ist unschlüssig. Letzteres ergibt sich bereits daraus, dass die Beschwerde es versäumt hat, sich substantiiert mit den Erwägungen der Vorinstanz sowie der vom FG herangezogenen Rechtsprechung auseinanderzusetzen. Eine bloße Umschreibung der für richtig erachteten Rechtsauffassung genügt dem Darlegungserfordernis des § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO erkennbar nicht. Hinzu kommt, dass der vorliegende Fragenkomplex bereits mehrfach Gegenstand von Entscheidungen des Bundesfinanzhofs war (vgl. zur Interessenübereinstimmung der Gesellschafter sowie zum sog. doppeltem Fremdvergleich z.B. Gosch KStG, 2. Aufl., § 8 Rz 221 ff., 360 ff.; Streck/Schwedhelm, KStG, 8. Aufl., § 8 Rz 404 ff., 271, jeweils m.w.N.); demgemäß hätte es zudem konkreter Erläuterungen dazu bedurft, weshalb gleichwohl eine erneute Befassung des Revisionsgerichts im Interesse der Rechtseinheit und Rechtsfortbildung für erforderlich gehalten wird (Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., § 116 Rz 33, m.w.N.).

4 2. Im Übrigen sieht der Senat von einer Begründung dieses Beschlusses ab (§ 116 Abs. 5 Satz 2 FGO).

5 3. Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 2 FGO.

Palavras-chave

non-admission complaintfundamental importancesubstantiation requirementshidden profit distributionarm's-length testcosts

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Questão jurídica principal

Whether the complaint sufficiently substantiated a ground for leave to appeal under § 115(2) No. 1 FGO.

Decisão extraída

No. The complaint did not adequately address the lower court’s reasoning or the relevant case law, and merely restated its own legal view.

Fundamentação extraída

Under § 116(3) sentence 3 FGO, the asserted fundamental importance must be specifically explained. Where the Federal Fiscal Court has already ruled on the legal question, the complainant must additionally explain why renewed review is nevertheless required for unity of the law or legal development. That was not done here.

Questão jurídica principal

Costs of the non-admission complaint proceedings.

Decisão extraída

The complainant bears the costs.

Fundamentação extraída

The cost order follows from the statutory cost rule after the complaint failed.

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