Violation of two-week summons period as procedural defect

BFH IX B 37/14Bfh / Division 917 de set. de 2014Granted

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Resumo Omnilex

The Federal Fiscal Court held that the tax court violated the two-week summons period by serving the hearing notice on 2014-02-19 for a hearing on 2014-03-05, leaving only 13 days. Because the plaintiffs did not appear and were unrepresented, the judgment was tainted by a procedural defect and had to be set aside and remanded. The court further based the costs decision on § 143(2) FGO.

Sumário Omnilex

§ 91 Abs. 1 Satz 1 FGO, § 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO, § 119 Nr. 3 FGO; Nichtbeachtung der zweiwöchigen Ladungsfrist begründet einen zur Aufhebung und Zurückverweisung führenden Verfahrensmangel, wenn das FG in der mündlichen Verhandlung in Abwesenheit der Kläger entscheidet. Für die Rüge des rechtlichen Gehörs ist weder darzutun, weshalb die Partei der Verhandlung fernblieb, noch weshalb kein Terminsverlegungsantrag gestellt wurde; die Gehörsverletzung folgt bereits aus der fristwidrigen Ladung und der anschließenden Entscheidung in absentia (vgl. consid. 1).

Texto completo

BFH — IX B 37/14, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2014-09-17

Aktenzeichen: IX B 37/14

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 91 Abs 1 S 1 FGO, § 115 Abs 2 Nr 3 FGO, § 119 Nr 3 FGO

Vorinstanz: vorgehend Niedersächsisches Finanzgericht, 5. März 2014, Az: 3 K 499/13, Urteil

Spruchkörper: 9. Senat

Titelzeile

Ladungsfrist - Verfahrensmangel

Leitsatz

NV: Hat das Finanzgericht die Ladungsfrist von zwei Wochen nicht eingehalten und weist es die Klage aufgrund mündlicher Verhandlung in Abwesenheit der Kläger ab, dann beruht das Urteil auf einem Verfahrensmangel, ohne dass die Kläger die Gründe für ihr Fernbleiben darlegen oder angeben müssen, weshalb sie keinen Antrag auf Terminsverlegung gestellt haben.

Gründe

1 Die Beschwerde ist begründet. Sie führt zur Aufhebung und Zurückverweisung gemäß § 116 Abs. 6 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Der gerügte Verfahrensmangel (§ 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) einer Verletzung des rechtlichen Gehörs (§ 96 Abs. 2 FGO; Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes) liegt vor. Das Finanzgericht hat die Ladungsfrist von zwei Wochen (§ 91 Abs. 1 Satz 1 FGO) nicht eingehalten, weil zwischen dem Tag der Zustellung der Ladungen am 19. Februar 2014 und dem Tag der mündlichen Verhandlung am 5. März 2014 nicht 14, sondern nur 13 Tage lagen (§ 54 Abs. 2 FGO, § 222 der Zivilprozessordnung, §§ 187, 188 des Bürgerlichen Gesetzbuchs). Die Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) sind der mündlichen Verhandlung ferngeblieben und haben sich auch nicht vertreten lassen. Bei dieser Sachlage beruht das Urteil auf einem Verfahrensmangel (§ 119 Nr. 3 FGO), ohne dass es weiterer Darlegungen dazu bedarf, weshalb die Kläger an der mündlichen Verhandlung nicht teilgenommen haben und weshalb sie einen Antrag auf Verlegung des Termins nicht gestellt haben (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 17. November 1989 VI R 38/86, BFH/NV 1990, 650).

2 Die Kostenentscheidung beruht auf § 143 Abs. 2 FGO.

Palavras-chave

summons periodright to be heardprocedural defectoral hearingremandtax procedure

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Questão jurídica principal

Whether failure to observe the two-week summons period constituted a procedural defect requiring reversal and remand.

Decisão extraída

Yes. Because the summons period under § 91(1) sentence 1 FGO was not respected, the judgment was based on a procedural defect and had to be set aside and remanded under § 116(6) FGO.

Fundamentação extraída

The notice period ran from service on 2014-02-19 to the hearing on 2014-03-05, yielding only 13 days. In this situation, if the plaintiffs stay away from the oral hearing and are unrepresented, the judgment rests on a violation of the right to be heard; they need not additionally explain their absence or why they did not request a postponement.

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