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BFH VII S 8/14 ΓÇó Amendment request for interim relief becomes moot after final merits dismissal
BFH VII S 8/14Bfh / Division 74 de jun. de 2014Dismissed
The BFH rejected the applicant’s request to amend an interim order under § 114 Abs. 3 FGO in conjunction with § 927 ZPO. After the underlying judgment concerning the forced auction of the applicant’s property became final, the requested provisional protection could no longer be granted in the main matter, so the amendment request had become moot. The court ordered the applicant to bear the costs.
§ 114 Abs. 3 FGO i.V.m. § 927 ZPO; amendment of interim relief after final determination of the merits: A request to modify an interim order due to changed circumstances becomes moot once the underlying main proceedings have become final and provisional relief can no longer be granted in the merits case. Interim protection presupposes the continuing possibility of obtaining relief in the main matter; if that possibility has definitively lapsed, both the original application and the amendment request lose their object (consid. 3). Costs follow § 135 Abs. 1 FGO.
Entscheidungsdatum: 2014-06-04
Aktenzeichen: VII S 8/14
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 114 Abs 3 FGO, § 927 ZPO
Spruchkörper: 7. Senat
(Zum Antrag auf Änderung einer einstweiligen Anordnung wegen veränderter Umstände entsprechend § 927 ZPO)
NV: Wird ein Antrag auf Anordnung der Zwangsversteigerung durch Ablehnung der Verpflichtungsklage und Verwerfung der Nichtzulassungsbeschwerde rechtskräftig und kann deshalb vorläufiger Rechtsschutz nicht (mehr) in Anspruch genommen werden, ist damit auch der grundsätzlich entsprechend § 927 ZPO zulässige Antrag auf Änderung aufgrund neuer Erkenntnisse erledigt.
1 Der Antrag hat keinen Erfolg.
2 Mit Beschluss vom 18. Dezember 2013 1 V 1857/13 hat das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz den Erlass einer einstweiligen Anordnung gemäß § 114 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) abgelehnt, mit der der Antragsgegner (das Finanzamt) zur Rücknahme des Antrags auf Anordnung der Zwangsversteigerung des Grundstücks der Antragstellerin verpflichtet werden sollte. Dagegen hat die Antragstellerin "Änderungsantrag zum Beschluss des einstweiligen Rechtsschutzes gem. § 69 Abs. 6 Satz 2 und § 114 Abs. 3 FGO i.V.m. § 927 Abs. 1 ZPO" gestellt.
3 Mit Beschluss vom 4. Juni 2014 zum Az. VII B 27/14 hat der Senat die Nichtzulassungsbeschwerde der Antragstellerin gegen das Urteil des FG vom 18. Dezember 2013 1 K 1813/13 als unzulässig verworfen. Damit ist der von der Antragstellerin mit der Klage bekämpfte Antrag auf Anordnung der Zwangsversteigerung ihres Grundstücks bestandskräftig geworden. Der Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz --und damit auch der (grundsätzlich zulässige, vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 28. Januar 1988 IV R 68/86, BFHE 152, 314, BStBl II 1988, 449) Änderungsantrag-- hat sich damit erledigt. Vorläufiger Rechtsschutz kann nicht in Anspruch genommen werden, wenn er in der Hauptsache endgültig nicht gewährt werden kann.
4 Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 1 FGO.