Child benefit for married children in education

BFH III R 34/13Bfh / Divisão 318 de dez. de 2013Dismissed

Abrir fonte

Extraído pela Omnilex

Resumo Omnilex

The Federal Fiscal Court dismissed the Family Benefits Office's revision. It upheld the grant of child benefit for the plaintiff's son, who was under 25, in initial education, and had not completed a first vocational training or first degree. The court held that the son's marriage did not prevent him from being taken into account and that neither his own income nor the wife's income mattered after the abolition of the former income-and-earnings limit from 1 January 2012.

Sumário Omnilex

§§ 32, 62 ff. EStG; child benefit for a married child in education; after abolition of the income-and-earnings limit, marriage is not a statutory exclusion ground. A child under 25 in initial vocational training or a first degree is to be taken into account irrespective of its own income and the spouse's income. The concept of a 'typical maintenance situation' is not a prerequisite for consideration; a marriage-specific residual means test would contradict the purpose of the 2012 amendment to relieve parents and administration from proof of children's means and would be constitutionally questionable (consid. 1-2).

Texto completo

BFH — III R 34/13, Urteil

Entscheidungsdatum: 2013-12-18

Aktenzeichen: III R 34/13

Dokumenttyp: Urteil

Normen: § 32 Abs 4 EStG 2009 vom 01.11.2011, EStG VZ 2013

Vorinstanz: vorgehend Sächsisches Finanzgericht, 13. Juni 2013, Az: 2 K 458/13 (Kg), Urteil

Spruchkörper: 3. Senat

Titelzeile

Kindergeld für verheiratete Kinder

Leitsatz

NV: Der Senat hält daran fest, dass die Verheiratung eines Kindes dessen Berücksichtigung seit Januar 2012 nicht mehr ausschließen kann (BFH-Urteil vom 17. Oktober 2013 III R 22/13, BFHE 243, 250, BStBl II 2014, 257).

Tatbestand

1 I. Die Klägerin und Revisionsbeklagte (Klägerin) ist Mutter eines im April 1990 geborenen Sohnes, der sich seit Oktober 2008 in Erstausbildung befindet. Die Ehefrau des Sohnes erzielte seit Januar 2013 ein monatliches Nettoeinkommen in Höhe von rund 3.300 €.

2 Die Beklagte und Revisionsklägerin (Familienkasse) hob die Kindergeldfestsetzung für den Sohn ab Februar 2013 auf und wies den fristgemäß eingelegten Einspruch durch Einspruchsentscheidung vom 25. Februar 2013 als unbegründet zurück, weil es aufgrund der Einkünfte der Ehefrau an einer typischen Unterhaltssituation der Klägerin fehle.

3 Die Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) entschied, da der Sohn das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet habe und sich in Erstausbildung befinde, seien die Voraussetzungen für die Bewilligung des Kindergeldes erfüllt. Der Unterhaltsanspruch des Sohnes gegen seine Ehefrau sei unerheblich, da die Einkünfte- und Bezügegrenze in § 32 Abs. 4 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zum 1. Januar 2012 entfallen sei.

4 Zur Begründung ihrer Revision rügt die Familienkasse die Verletzung materiellen Rechts.

5 Die Familienkasse beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.

6 Die Klägerin beantragt, die Revision zurückzuweisen.

Entscheidungsgründe

7 II. Die Revision ist unbegründet und zurückzuweisen (§ 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Das FG hat zutreffend entschieden, dass der Sohn trotz seiner Verheiratung zu berücksichtigen ist.

8 1. Der Klägerin steht nach dem Wortlaut der §§ 32, 62 ff. EStG auch ab Februar 2013 für ihren Sohn Kindergeld zu, der das 18. Lebensjahr, aber noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hat, für einen Beruf ausgebildet wird (§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG) und noch keine erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium abgeschlossen hat (§ 32 Abs. 4 Satz 2 EStG n.F.). Die Höhe seiner Einkünfte und Bezüge ist --im Gegensatz zu der bis Ende 2011 geltenden Rechtslage-- ohne Bedeutung.

9 2. Seine Verheiratung steht der Berücksichtigung --entgegen der Verwaltungsansicht (Dienstanweisung zur Durchführung des Familienleistungsausgleichs nach dem X. Abschnitt des Einkommensteuergesetzes, Stand 2013, Abschn. 31.2.2)-- nicht entgegen. Zur Begründung verweist der Senat auf sein Urteil vom 17. Oktober 2013 III R 22/13 (BFHE 243, 246, BStBl II 2014, 257): Weder bildet die Verheiratung des Kindes einen Ausschlusstatbestand i.S. von § 32 Abs. 4 EStG noch erfordert die Berücksichtigung eines Kindes eine "typische Unterhaltssituation" (Senatsurteil vom 17. Juni 2010 III R 34/09, BFHE 230, 61, BStBl II 2010, 982). Die von der Familienkasse befürwortete Fortführung einer Einkünfte- und Bezügegrenze, die sich zwecks Prüfung eines Mangelfalles allein auf verheiratete Kinder beschränkt, würde der mit der Abschaffung der Grenzbetragsregelung bei volljährigen Kindern vom Gesetzgeber bezweckten Entlastung der Eltern vom Erklärungsaufwand und der Entlastung der Verwaltung von der Ermittlung der Einkünfte und Bezüge der Kinder widersprechen und wäre im Hinblick auf Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 Abs. 1 des Grundgesetzes bedenklich.

Palavras-chave

child benefitmarriageinitial educationincome thresholdfamily allowancestax procedure

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether a married child in initial education must still be taken into account for child benefit after January 2012.

Decisão extraída

Yes. Marriage does not exclude consideration of the child, and the child's own income and the spouse's income are irrelevant under the current version of the statute.

Fundamentação extraída

The statutory wording of §§ 32, 62 ff. EStG covers a child under 25 in education who has not completed first vocational training or a first degree. The former income and earnings limit no longer applies. Marriage is not a statutory exclusion ground, and a 'typical maintenance situation' is not required. A marriage-specific residual income test would contradict the legislative purpose of reducing administrative and documentary burdens and would raise constitutional concerns.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.