No fundamental significance in capital-loss dissolution case

BFH IX B 44/10Bfh / Division 911 de jun. de 2010Dismissed

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Resumo Omnilex

The BFH rejected the taxpayer’s complaint against the FG Rheinland-Pfalz. It held that the treatment of a loss from the dissolution of a corporation under § 17 EStG is settled case law, so there was no fundamental importance and no need to develop the law. The alleged divergence was not properly substantiated and, in any event, concerned a different factual situation. The complaint was therefore dismissed.

Sumário Omnilex

§ 115 Abs. 2 Nr. 1 and Nr. 2 FGO; loss from dissolution of a corporation under § 17 EStG; requirements for admission of a complaint. Where the relevant legal principles are already settled in supreme-court jurisprudence, fundamental significance is lacking. A need for legal development must be specifically substantiated and cannot be derived from settled law. Divergence requires a decision on a materially equal or similar factual basis and a decisive, clearly demonstrated deviation in an abstract legal proposition; differing factual constellations do not establish a divergence.

Texto completo

BFH — IX B 44/10, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2010-06-11

Aktenzeichen: IX B 44/10

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 115 Abs 2 Nr 1 FGO, § 115 Abs 2 Nr 2 FGO, § 17 Abs 4 EStG 2002

Vorinstanz: vorgehend Finanzgericht Rheinland-Pfalz, 15. Dezember 2009, Az: 2 K 1641/08, Urteil

Spruchkörper: 9. Senat

Titelzeile

Berücksichtigung eines Verlusts aus der Auflösung einer Kapitalgesellschaft

Leitsatz

  1. NV: Die Grundsätze, nach denen ein Verlust aus der Auflösung einer Kapitalgesellschaft nach den Bestimmungen des § 17 EStG zu berücksichtigen ist, sind in der höchstrichterlichen Rechtsprechung geklärt.

  2. NV: Bei abweichend vom Streitfall gelagerten Sachverhalten liegt eine Divergenz nicht vor.

Gründe

1 Die Beschwerde hat keinen Erfolg.

2 Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung i.S. des § 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Dabei kann offen bleiben, ob der Kläger eine hinreichend bestimmte Rechtsfrage herausgestellt hat, die im Interesse der Allgemeinheit an der Einheitlichkeit der Rechtsprechung und der Fortentwicklung des Rechts klärungsbedürftig und überdies im konkreten Streitfall klärungsfähig ist. Denn die Grundsätze, nach denen ein Verlust aus der Auflösung einer Kapitalgesellschaft nach den Bestimmungen des § 17 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zu berücksichtigen ist, sind in der höchstrichterlichen Rechtsprechung geklärt (vgl. z.B. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 7. Mai 2009 IX B 13/09, BFH/NV 2009, 1266; vom 10. Februar 2009 IX B 196/08, BFH/NV 2009, 761).

3 Vor diesem Hintergrund fehlt es auch an der Darlegung, aus welchen Gründen eine Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 1. Alternative FGO) im Streitfall erforderlich ist.

4 Soweit der Kläger eine höchstrichterliche Entscheidung zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung für erforderlich hält (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative FGO), ist der angeführte Zulassungsgrund schon nicht hinreichend dargelegt; denn die tragenden Erwägungen der angefochtenen Entscheidung und der angegebenen (vermeintlichen) Divergenzentscheidung (BFH-Urteil vom 31. Mai 2005 X R 36/02, BFHE 210, 124, BStBl II 2005, 707) sind nicht so herausgearbeitet und gegenübergestellt, dass eine Abweichung im Grundsätzlichen erkennbar wird. Überdies kann eine Divergenz nur gegeben sein, wenn das Finanzgericht (FG) bei einem gleich oder ähnlich gelagerten Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage von der Rechtsauffassung eines anderen Gerichts abweicht. Das ist hier nicht der Fall. Denn die Besonderheit des Sachverhalts der behaupteten Divergenzentscheidung in BFHE 210, 124, BStBl II 2005, 707 liegt gerade darin, dass ein betrieblich beteiligter Gesellschafter nachträgliche Anschaffungskosten auf eine aufgelöste GmbH-Beteiligung geltend gemacht hat, die im Rahmen seiner Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG zu berücksichtigen waren. Demgegenüber geht es im Streitfall allein darum, ob und gegebenenfalls zu welchem Zeitpunkt der Kläger die Tatbestandsvoraussetzungen des § 17 EStG erfüllt hat und mithin der behauptete Verlust aus der Auflösung seiner Kapitalgesellschaft nach der genannten Bestimmung hätte berücksichtigt werden können und müssen. Gerade Letzteres kann aber auch schon angesichts der alternativen Begründung des FG zum fehlenden Nachweis der eigenkapitalersetzenden Funktion der maßgeblichen Bürgschaft dahinstehen.

Palavras-chave

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Questão jurídica principal

Whether the complaint had fundamental importance under § 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO

Decisão extraída

No. The legal principles governing recognition of a loss from the dissolution of a corporation under § 17 EStG are settled in highest-court case law.

Fundamentação extraída

The BFH held that the relevant law was already clarified by prior decisions, so no need for further clarification existed.

Questão jurídica principal

Whether review was required for development of the law under § 115 Abs. 2 Nr. 2 first alternative FGO

Decisão extraída

No. The appellant did not sufficiently explain why a BFH decision was necessary to develop the law in this case.

Fundamentação extraída

Because the decisive legal principles were already settled, the complaint failed to show any need for doctrinal development.

Questão jurídica principal

Whether review was required to secure uniform case law under § 115 Abs. 2 Nr. 2 second alternative FGO

Decisão extraída

No. A divergence was not adequately shown and, in any event, the cited case concerned materially different facts.

Fundamentação extraída

The decision and the alleged comparison case were not sufficiently contrasted, and the purported precedent involved after-acquisition costs of a business participant, not the timing and existence of § 17 EStG requirements for a loss on dissolution.

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