No rental intent where sale was planned

BFH IX B 180/09Bfh / Division 917 de fev. de 2010Dismissed

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Resumo

The BFH dismissed the complaint against non-admission of revision. It held that the Hessian Fiscal Court had lawfully found that the taxpayer's rental intention was not permanently directed to generating income because the lease agreement already provided for a concrete sale of the property 12 years after acquisition. The appellant's arguments were essentially attacks on the lower court's assessment of facts and law, which cannot justify admission of the revision absent a substantiated procedural challenge.

Regest

§ 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 FGO, § 118 Abs. 2 FGO; no divergence justifying admission of revision where the lower court, based on binding factual findings, concludes that a landlord's rental intention is not permanently directed at income generation because the lease agreement already contemplates a concrete sale of the rented property after a fixed period. A complaint cannot substitute the appellant's own factual assessment for that of the fiscal court; mere alleged errors in the application of substantive law are insufficient for admission of revision. The fiscal court's evaluation is reviewable only within the limits of admissible procedural objections and is otherwise binding, if legally possible and not obviously erroneous.

Texto completo

BFH — IX B 180/09, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2010-02-17

Aktenzeichen: IX B 180/09

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 21 Abs 1 EStG 2002, § 115 Abs 2 Nr 2 Alt 2 FGO, § 118 Abs 2 FGO

Vorinstanz: vorgehend Hessisches Finanzgericht, 14. August 2009, Az: 4 K 2892/08, Urteil

Spruchkörper: 9. Senat

Titelzeile

Keine Vermietungsabsicht bei konkret beabsichtigtem Verkauf

Leitsatz

NV: Schließt der Steuerpflichtige als Vermieter zwar einen unbefristeten Mietvertrag über ein von ihm erworbenes Wohnhausgrundstück ab, beabsichtigt er aber --ausweislich des Mietvertrags-- den Verkauf der vermieteten Immobilie konkret zwölf Jahre nach Erwerb, ist seine Vermietungsabsicht nicht auf Dauer angelegt.

Gründe

1 Die Beschwerde hat keinen Erfolg, denn Zulassungsgründe sind nicht gegeben.

2 Die vom Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) behauptete Abweichung des finanzgerichtlichen Urteils von der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) i.S. von § 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alt. der Finanzgerichtsordnung (FGO) liegt nicht vor. Vielmehr ist das Finanzgericht (FG) nach Maßgabe der mangels zulässiger und begründeter Verfahrensrügen den Senat bindenden tatsächlichen Feststellungen (vgl. § 118 Abs. 2 FGO) zu dem Ergebnis gelangt, dass die Vermietungsabsicht des Klägers --wegen des im unbefristeten Mietvertrag konkret für 2011 (12 Jahre nach Erwerb) beabsichtigten Verkaufs des vermieteten Objekts-- nicht auf Dauer angelegt war. Diese Würdigung des Sachverhalts durch das FG ist möglich und wäre revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Auf diesen Sachverhalt hat das FG die in den Urteilen des erkennenden Senats vom 2. April 2008 IX R 63/07 (BFH/NV 2008, 1323) und vom 4. November 2003 IX R 55/02 (BFH/NV 2004, 484) judizierten Grundsätze zutreffend angewandt; eine Abweichung im Grundsätzlichen (vgl. BFH-Beschluss vom 29. April 2008 IX B 15/08, BFH/NV 2008, 1350) ist nicht auszumachen.

3 Im Übrigen setzt der Kläger nach dem tatsächlichen Gehalt seines Vorbringens seine eigene Tatsachenwürdigung und Rechtsansicht anstelle der des FG und rügt dessen fehlerhafte Rechtsanwendung, mithin materiell-rechtliche Fehler; damit kann indes die Zulassung der Revision nicht erreicht werden (vgl. BFH-Beschluss vom 30. August 2007 IX B 104/07, BFH/NV 2007, 2144).

Palavras-chave

rental incomeintent to letsale intentionnon-admission complaintdivergencebinding findings