Eigenheimzulage: no fundamental importance shown

BFH IX B 122/09Bfh / Division 914 de jan. de 2010Dismissed

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Resumo

The Federal Fiscal Court dismissed the tax office’s non-admission complaint against a Münster tax court judgment concerning Eigenheimzulage. It held that the asserted ground of fundamental importance was not sufficiently substantiated. Since the Eigenheimzulage is expired law, fundamental importance would exist only exceptionally if the legal questions were likely to remain relevant for a non-overviewable group of persons in the foreseeable future. The tax office’s remaining submissions attacked the tax court’s legal assessment on the merits, which cannot be relied upon in such proceedings.

Regest

§ 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO; fundamental importance in proceedings concerning expired Eigenheimzulage law only exceptionally. Where the disputed provisions of § 19 Abs. 9 EigZulG relate to abolished law, admission of revision requires a substantiated showing that the legal questions will continue to arise for a non-overviewable circle of persons in the foreseeable future (consid. 2). Mere assertions of incorrect application of substantive law by the tax court do not establish a ground for admission and are inadmissible in non-admission complaint proceedings. § 116 Abs. 3 S. 3 FGO requires a concrete, issue-specific presentation of the admissibility ground.

Texto completo

BFH — IX B 122/09, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2010-01-14

Aktenzeichen: IX B 122/09

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 115 Abs 2 Nr 1 FGO, § 19 Abs 9 EigZulG, § 116 Abs 3 S 3 FGO

Vorinstanz: vorgehend FG Münster, 23. April 2009, Az: 2 K 3640/ß8 EZ, Urteil

Spruchkörper: 9. Senat

Titelzeile

Eigenheimzulage: Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung

Leitsatz

NV: Rechtssachen zur Eigenheimzulage haben nur noch ausnahmsweise grundsätzliche Bedeutung, wenn die aufgeworfenen Rechtsfragen sich noch für einen nicht überschaubaren Personenkreis in nicht absehbarer Zukunft weiterhin stellen könnten.

Gründe

1 Die Beschwerde ist unbegründet. Der vom Beklagten und Beschwerdeführer (Finanzamt --FA--) geltend gemachte Zulassungsgrund einer grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung --FGO--) ist nicht gegeben.

2 In der Beschwerdebegründung wird nicht konkret dargelegt, inwiefern die aufgeworfenen Rechtsfragen zur Auslegung des § 19 Abs. 9 des Eigenheimzulagengesetzes i.d.F. des Gesetzes zur Abschaffung der Eigenheimzulage vom 22. Dezember 2005 (BGBl I 3680) über die materiell-rechtliche Beurteilung des Streitfalles hinaus im allgemeinen Interesse einer höchstrichterlichen Klärung bedürfen. Da es sich bei der Eigenheimzulage um ausgelaufenes Recht handelt, wäre nur ausnahmsweise von grundsätzlicher Bedeutung auszugehen, wenn diese Rechtsfragen sich noch für einen nicht überschaubaren Personenkreis in nicht absehbarer Zukunft weiterhin stellen könnten (Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 9. Mai 2007 IX B 7/07, BFH/NV 2007, 1473). Dies ist im Streitfall nicht substantiiert vorgetragen und vorliegend auch nicht ersichtlich. Mit seinen weiteren Ausführungen macht das FA in der Nichtzulassungsbeschwerde lediglich eine unzutreffende Rechtsanwendung durch das Finanzgericht geltend; mit solchen Einwendungen kann es im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren indes nicht gehört werden (z.B. BFH-Beschluss vom 26. Juni 2002 IX B 154/01, BFH/NV 2002, 1424).

Palavras-chave

Eigenheimzulagefundamental importancenon-admission complaintexpired lawsubstantiationtax procedure