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BVerfG 2 BvQ 43/17 ΓÇó Interim relief to accelerate proceedings generally inadmissible
BVerfG 2 BvQ 43/17Bverfg / 2. Senat 2. Kammer21 de jul. de 2017Dismissed
The Federal Constitutional Court rejected an application for an interim order seeking to accelerate a pending specialist-court proceeding. It held that relief under § 32 BVerfGG is generally not intended to speed up ordinary court proceedings. As a result, the Court did not review the applicant’s allegation that the Landgericht had delayed the renewed urgent application in a manner contrary to Article 19(4) GG. The decision is final.
§ 32 Abs. 1 BVerfGG; einstweilige Anordnung zur Beschleunigung eines fachgerichtlichen Verfahrens grundsätzlich unstatthaft. Die einstweilige Anordnung des Bundesverfassungsgerichts dient nicht der allgemeinen Verfahrensförderung oder -beschleunigung im fachgerichtlichen Verfahren. Wird sie allein mit dem Ziel beantragt, eine angebliche Verzögerung durch das Fachgericht zu beseitigen, fehlt es grundsätzlich an ihrem zulässigen Anwendungsbereich; eine Prüfung der behaupteten Verzögerung unter dem Gesichtspunkt von Art. 19 Abs. 4 GG unterbleibt dann (vgl. consid. 1).
Entscheidungsdatum: 2017-07-21
Aktenzeichen: 2 BvQ 43/17
ECLI: ECLI:DE:BVerfG:2017:qk20170721.2bvq004317
Dokumenttyp: Ablehnung einstweilige Anordnung
Normen: § 32 Abs 1 BVerfGG, §§ 108ff StVollzG, § 10 StVollzG, § 108 StVollzG
Vorinstanz: vorgehend LG Gießen, 1. November 2016, Az: 01 StVK-Vollz.-665/16, Beschluss
Spruchkörper: 2. Senat 2. Kammer
Ablehnung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung bzgl der Rückverlegung des Beschwerdeführers in den offenen Vollzug: eA gem § 32 Abs 1 BVerfGG zur Beschleunigung eines fachgerichtlichen Verfahrens grds unstatthaft
Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.
1 Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung nach § 32 BVerfGG ist unzulässig. Zur Beschleunigung eines fachgerichtlichen Verfahrens kommt eine einstweilige Anordnung des Bundesverfassungsgerichts grundsätzlich nicht in Betracht (vgl. BVerfG, Beschlüsse der 1. Kammer des Ersten Senats vom 1. Dezember 2010 - 1 BvR 1725/10 -, juris, und vom 21. Dezember 2011 - 1 BvQ 44/11 -, juris). Es konnte daher nicht überprüft werden, ob - wie von dem Antragsteller vorgetragen - das Landgericht den erneuten Eilantrag vom 6. Mai 2017 tatsächlich in einer den Anforderungen von Art. 19 Abs. 4 GG nicht genügenden Weise verzögert bearbeitet hat.
2 Diese Entscheidung ist unanfechtbar.