Constitutional complaint inadmissible without special power of attorney

BVerfG 2 BvR 1052/13Bverfg / 2. Senat 2. Kammer4 de dez. de 2014Inadmissible

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Resumo

The Federal Constitutional Court did not admit the constitutional complaint. Counsel had not shown a special power of attorney referring to the concrete proceedings, even after a judicial indication. A general authorization for constitutional complaints was insufficient under § 22(2) sentence 2 BVerfGG. The Court therefore did not examine whether the Saarbrücken Regional Court had violated the complainant’s fundamental rights. No further reasoning was given under § 93d(1) sentence 3 BVerfGG.

Regest

§ 22 Abs. 2 Satz 2 BVerfGG; Zulässigkeit der Verfassungsbeschwerde bei Vertretung durch Bevollmächtigten; Erfordernis der Spezialvollmacht. Eine Vollmacht, die lediglich allgemein zur Vertretung „in Sachen Verfassungsbeschwerde“ erteilt ist, genügt den Anforderungen des § 22 Abs. 2 Satz 2 BVerfGG nicht, weil sie sich ausdrücklich auf das konkrete Verfahren beziehen muss. Wird der Nachweis der Bevollmächtigung trotz gerichtlichen Hinweises nicht ordnungsgemäß geführt, ist die Verfassungsbeschwerde unzulässig und nicht zur Entscheidung anzunehmen; auf die materielle Grundrechtsprüfung kommt es dann nicht an (vgl. consid. 1–2).

Texto completo

BVerfG — 2 BvR 1052/13, Nichtannahmebeschluss

Entscheidungsdatum: 2014-12-04

Aktenzeichen: 2 BvR 1052/13

Dokumenttyp: Nichtannahmebeschluss

Normen: § 22 Abs 2 S 2 BVerfGG, § 90 BVerfGG

Vorinstanz: vorgehend LG Saarbrücken, 3. Mai 2013, Az: S IV StVK 48041 Js 797/09 (503/13), Beschluss

Spruchkörper: 2. Senat 2. Kammer

Titelzeile

Nichtannahmebeschluss: Mangels Vorlage einer Spezialvollmacht iSd § 22 Abs 2 S 2 BVerfGG unzulässige Verfassungsbeschwerde

Gründe

1 Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen, da die Vertreterin des Beschwerdeführers den Nachweis ihrer Bevollmächtigung trotz gerichtlichen Hinweises nicht in einer den Anforderungen des § 22 Abs. 2 BVerfGG genügenden Weise geführt hat. Die allgemein "in Sachen Verfassungsbeschwerde" erteilte Vollmacht bezieht sich nicht - wie gemäß § 22 Abs. 2 Satz 2 BVerfGG erforderlich - ausdrücklich auf das konkrete Verfahren (vgl. BVerfGE 62, 194 <200>; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 24. Oktober 2014 - 2 BvR 2446/14 -, juris und Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 14. November 2001 - 2 BvR 1898/01 -, NJW 2002, S. 428; Lenz/Hansel, BVerfGG, 1. Aufl. 2013, § 22 Rn. 17).

2 Über die Frage, ob das Landgericht Grundrechte des Beschwerdeführers dadurch verletzt hat, dass es von einem Anwendungsfall des § 114 Abs. 2 Satz 2 StVollzG statt - wie vom Beschwerdeführer beantragt - von der nach § 114 Abs. 2 Satz 1 StVollzG zu beurteilenden Konstellation einer vorläufigen Aussetzung der belastenden Maßnahme ausgegangen ist, kann daher nicht entschieden werden.

3 Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

4 Diese Entscheidung ist unanfechtbar.

Palavras-chave

constitutional complaintadmissibilitypower of attorneyrepresentationspecial authorizationnon-entry