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BGH 2 StR 496/16 ΓÇó Proceedings postponed pending referral on same legal question
BGH 2 StR 496/16Bgh / Câmara Penal II18 de jan. de 2017Settled
The Federal Court did not decide the merits of the criminal appeal. Because the conviction for aggravated extortion by coercing surrender of narcotics raised the same legal question already submitted in another referral procedure, the 2nd Criminal Senate postponed further deliberation until that question is resolved.
§ 132 GVG; where the decision in a criminal case depends on a legal question that is simultaneously pending in a referral procedure concerning the same issue, the panel may postpone its further deliberation until that procedure has been concluded. This serves to avoid conflicting case law and to ensure uniform application of law where the Senate's own referral addresses the identical point of law (consid. 2-3).
Entscheidungsdatum: 2017-01-18
Aktenzeichen: 2 StR 496/16
ECLI: ECLI:DE:BGH:2017:180117B2STR496.16.0
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 132 GVG
Vorinstanz: vorgehend LG Meiningen, 8. Juli 2016, Az: 830 Js 12566/15 - 2 KLs
Spruchkörper: 2. Strafsenat
Strafverfahren: Fortgang des Verfahrens bei vorliegendem Anfragebeschluss betreffend dieselbe Rechtsfrage; Erpressung durch Nötigung zur Herausgabe von Betäubungsmitteln
Die weitere Beratung der Sache wird zurückgestellt.
1 Das Landgericht hat den Angeklagten wegen schwerer räuberischer Erpressung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, wegen Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung in zwei tateinheitlichen Fällen unter Einbeziehung weiterer Strafen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt.
2 Gegenstand der Verurteilung im Fall II. 1 der Urteilsgründe ist u.a. die schwere räuberische Erpressung von Betäubungsmitteln. Sie betrifft dieselbe Rechtsfrage, die dem Anfragebeschluss des Senats vom 1. Juni 2016 - 2 StR 335/15, NStZ 2016, 596, zugrunde liegt. Mit diesem hat der Senat bei den anderen Strafsenaten angefragt, ob sie der Rechtsansicht, die Nötigung zur Herausgabe von Betäubungsmitteln richte sich nicht gegen das Vermögen und erfülle daher nicht den Tatbestand der Erpressung, zustimmen oder an etwa entgegenstehender Rechtsprechung festhalten.
3 Dies führt dazu, die Beratung dieser Sache bis zum Abschluss des Anfrage- bzw. Vorlageverfahrens zurückzustellen.
| Fischer | Appl | Krehl | ||
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| Eschelbach | Bartel |