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BGH IX ZR 42/08 ΓÇó Bank set-off of incoming payments was congruent under insolvency law
BGH IX ZR 42/08Bgh / Civil Chamber 911 de fev. de 2010Dismissed
The Federal Court rejected the complaint against denial of leave to appeal. It held that the bank’s offsetting of incoming payments against its still unmatured loan repayment claim was not incongruent because the parties had agreed to the set-off arrangement. The challenged judgment therefore raised no grounds for leave under § 543 ZPO. Costs of the complaint proceedings were imposed on the plaintiff.
§ 131 Abs. 1 InsO; set-off of incoming payments against an unmatured loan repayment claim: if the creditor-bank is contractually entitled to apply incoming payments to the loan debt, the resulting satisfaction is congruent. Congruence is not excluded merely because the repayment claim has not yet matured, provided the offsetting occurs in execution of an agreed contractual arrangement (consid. 3). A non-admission complaint under § 544 ZPO can succeed only if a properly substantiated ground for leave under § 543 Abs. 2 ZPO is shown; the Federal Court reviews only the grounds duly raised in the complaint (consid. 1-2).
Entscheidungsdatum: 2010-02-11
Aktenzeichen: IX ZR 42/08
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 131 Abs 1 InsO
Vorinstanz: vorgehend OLG Hamm, 7. Februar 2008, Az: 27 U 41/07, Urteilvorgehend LG Essen, 8. Februar 2007, Az: 6 O 391/05, Urteil
Spruchkörper: 9. Zivilsenat
Insolvenzanfechtung: Verrechnung eingehender Zahlungen mit dem noch nicht fälligen Anspruch der Bank auf Darlehensrückzahlung
Verrechnet eine Bank für den Kunden eingehende Zahlungen mit ihrem noch nicht fälligen Anspruch auf Darlehensrückzahlung, ist die dadurch erlangte Befriedigung nicht inkongruent, wenn die Verrechnung mit dem Kunden vereinbart war .
Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 27. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 7. Februar 2008 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.
Der Wert des Beschwerdeverfahrens wird auf 257.075,64 € festgesetzt.
1 Die Nichtzulassungsbeschwerde ist statthaft (§ 544 Abs. 1 Satz 1 ZPO) und zulässig (§ 544 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 ZPO). Sie hat jedoch keinen Erfolg. Weder hat die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).
2 Dabei prüft der Bundesgerichtshof nur die Zulassungsgründe, welche in der Begründung der Beschwerde nach § 544 Abs. 2 Satz 3 ZPO schlüssig und substantiiert dargelegt sind (vgl. etwa BGHZ 152, 7, 8; 153, 254, 255).
3 Die Beurteilung des Berufungsgerichts, die von der verklagten Bank vorgenommene Verrechnung eingegangener Zahlungen mit den Verbindlichkeiten der Schuldnerin aus dem Kontokorrentkredit sei im Hinblick auf die Vereinbarung vom 26. März (richtig: August) 2003 kongruent, berührt entgegen der Ansicht der Beschwerde weder die Einheitlichkeit der Rechtsprechung noch gibt sie Anlass zu einer Fortbildung des Rechts. Nach den nicht angegriffenen Feststellungen des Berufungsgerichts hatte die Vereinbarung eine Reduzierung der Kreditlinie auf Null gegen Freigabe der zur Sicherheit bestellten Grundschuld zum Inhalt. Sie begründete möglicherweise keinen selbständig durchsetzbaren Anspruch der Beklagten auf Rückzahlung des Kredits, wohl aber das Recht der Beklagten, im Falle der von der Schuldnerin zur Durchführung der Vereinbarung veranlassten Zahlungseingänge eine Verrechnung mit den Kreditverbindlichkeiten der Schuldnerin vorzunehmen. Indem die Beklagte von diesem Recht Gebrauch machte, handelte sie vereinbarungsgemäß, mithin kongruent.
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