No claim for transfer top-up or further payslips

BAG 5 AZR 835/14Bag / Divisão 516 de dez. de 2015Dismissed

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Resumo Omnilex

The Federal Labour Court dismissed the employee’s revision. It held that he had no claim to have transfer short-time work allowance topped up to the reference gross salary, no claim to additional payroll statements, and no claim to indemnification for alleged disadvantages from the wage calculation. The court relied in part on its parallel judgment of the same day and explained that § 108(1) GewO does not support a prepayment accounting claim. The plaintiff must bear the costs of the revision.

Sumário Omnilex

§ 108 Abs. 1 GewO; payroll statements are owed for remuneration already paid, not as a claim to prior accounting before payment. In transfer employment, a claim to top up transfer short-time work allowance to the reference gross salary does not arise where the remuneration scheme is correctly calculated according to the applicable model. A consequential indemnification claim fails if no contractual breach is established. Costs of the unsuccessful revision follow § 97 Abs. 1 ZPO.

Texto completo

BAG — 5 AZR 835/14, Urteil

Entscheidungsdatum: 2015-12-16

Aktenzeichen: 5 AZR 835/14

ECLI: ECLI:DE:BAG:2015:161215.U.5AZR835.14.0

Dokumenttyp: Urteil

Vorinstanz: vorgehend ArbG München, 21. Februar 2014, Az: 42 Ca 13409/13, Urteilvorgehend Landesarbeitsgericht München, 12. November 2014, Az: 11 Sa 537/14, Urteil

Spruchkörper: 5. Senat

Tenor

  1. Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts München vom 12. November 2014 - 11 Sa 537/14 - wird zurückgewiesen.

  2. Der Kläger hat die Kosten der Revision zu tragen.

Tatbestand

1 Die Parteien streiten über die Höhe des Entgelts im Transferarbeitsverhältnis (Transferentgelt) sowie über Abrechnung und Freistellung.

2 Der Kläger war bis zum 30. September 2012 bei der N S N GmbH & Co. KG (im Folgenden NSN) in deren Betrieb Region N beschäftigt. Die beklagte N S N Tg mbH (NSN TG) ist eine von NSN finanzierte Transfergesellschaft, zu der der Kläger seit dem 1. Oktober 2012 in einem Transferarbeitsverhältnis stand. Die Beklagte berechnete für den Zeitraum der Bewilligung von Transferkurzarbeitergeld das monatliche Transferentgelt des Klägers so, dass die Summe von Transferkurzarbeitergeld und Zuschuss dem Betrag entsprach, den der Kläger auf Basis des Referenzbruttoentgelts (75 vH des 13,5-fachen Betrags des zuletzt bei NSN bezogenen Bruttomonatseinkommens dividiert durch zwölf) nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen als Nettoentgelt erhalten hätte.

3 Mit der Klage verlangt der Kläger ein Bruttotransferentgelt in Höhe des Referenzbruttoentgelts. Hiervon dürfe das bezogene Transferkurzarbeitergeld in Abzug gebracht werden. Wegen ihres vertragswidrigen Verhaltens sei die Beklagte verpflichtet, ihn von den Nachteilen freizustellen, die ihm durch die unzutreffende Berechnung und Zahlung der Vergütung entstünden.

4 Der Kläger hat, soweit für die Revision von Bedeutung, zuletzt sinngemäß beantragt, die Beklagte zur Zahlung des von ihm errechneten Differenzbetrags, Erteilung entsprechender Abrechnungen und Freistellung von Nachteilen zu verurteilen.

5 Im Ergebnis haben die Vorinstanzen die Klage abgewiesen. Mit der vom Landesarbeitsgericht zugelassenen Revision verfolgt der Kläger seine Klageforderungen weiter.

Entscheidungsgründe

6 Die Revision des Klägers ist unbegründet.

7 I. Der Kläger hat keinen Anspruch auf Aufstockung des Transferkurzarbeitergeldes auf das monatliche Referenzbruttoentgelt. Dies hat der Senat in seinem am heutigen Tag ergangenen Urteil in einem Parallelverfahren (- 5 AZR 567/14 - Rn. 10 ff.) entschieden, auf dessen Begründung verwiesen wird.

8 II. Der Kläger hat keinen Anspruch auf Erteilung weiterer Lohnabrechnungen. Abrechnungen über geleistete Zahlungen hat die Beklagte erteilt. Einen Abrechnungsanspruch „vor Zahlung“ begründet § 108 Abs. 1 GewO nicht.

9 III. Da die Beklagte die Zahlungsansprüche des Klägers zutreffend berechnet hat, stehen ihm die erhobenen Freistellungsansprüche nicht zu. Auch insoweit wird zur Begründung auf die vorgenannte Senatsentscheidung vom heutigen Tag (- 5 AZR 567/14 - Rn. 37 ff.) verwiesen.

10 IV. Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO.

BieblWeberVolk
ZollerJungbluth

Palavras-chave

transfer employmentshort-time work allowancepayroll statementwage calculationindemnificationcosts

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Questão jurídica principal

Whether the plaintiff was entitled to have transfer short-time work allowance topped up to the monthly reference gross salary.

Decisão extraída

No. The plaintiff had no claim to an increase of the transfer short-time work allowance up to the monthly reference gross amount.

Fundamentação extraída

The Senate referred to its parallel decision of the same day and adopted its reasoning.

Questão jurídica principal

Whether the plaintiff could demand additional payroll statements.

Decisão extraída

No. The defendant had already issued statements for the payments made; § 108(1) GewO does not create a right to an accounting before payment.

Fundamentação extraída

A claim for payslips exists only in relation to payments already made, not as a prepayment accounting claim.

Questão jurídica principal

Whether the plaintiff was entitled to indemnification from disadvantages caused by the alleged incorrect wage calculation and payment.

Decisão extraída

No. Because the defendant correctly calculated the payment claims, no indemnification claims arose.

Fundamentação extraída

The alleged contractual breach was not established since the calculation was correct.

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