Wage differential claim decided by acknowledgment judgment

BAG 5 AZR 891/11Bag / Divisão 513 de fev. de 2013Modified

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Resumo

In a third-instance employment dispute over wage differentials for January to November 2009, the defendant acknowledged the claim at the oral hearing. The Federal Labour Court therefore entered an acknowledgment judgment and reformulated the lower-court decisions for clarification. The defendant was ordered to pay EUR 3,414.57 gross plus interest on two partial amounts from the specified dates. The defendant also had to bear the costs of the proceedings.

Regest

§ 307 S. 1 ZPO; acknowledgment judgment in revision proceedings: if the respondent acknowledges the claim in oral hearing, the court must enter judgment conforming to the acknowledgment and may reformulate the operative part of the lower judgments for clarification. The merits are not independently reassessed; the acknowledged claim is granted in the acknowledged scope. Costs follow the general rule of § 91 ZPO against the losing party, here the defendant (consid. II, III).

Texto completo

BAG — 5 AZR 891/11, Anerkenntnisurteil

Entscheidungsdatum: 2013-02-13

Aktenzeichen: 5 AZR 891/11

Dokumenttyp: Anerkenntnisurteil

Normen: § 307 S 1 ZPO

Vorinstanz: vorgehend ArbG Stuttgart, 27. April 2010, Az: 10 Ca 2433/09, Urteilvorgehend Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg, 28. April 2011, Az: 21 Sa 77/10, Urteil

Spruchkörper: 5. Senat

Titelzeile

Anerkenntnisurteil - Vergütungsdifferenz

Tenor

I. Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg vom 28. April 2011 - 21 Sa 77/10 - teilweise aufgehoben und zur Klarstellung insgesamt neu gefasst.

  1. Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Stuttgart - Kammern Ludwigsburg - vom 27. April 2010 - 10 Ca 2433/09 - wird zurückgewiesen.

  2. Auf die Berufung der Klägerin wird das Urteil des Arbeitsgerichts Stuttgart - Kammern Ludwigsburg - vom 27. April 2010 - 10 Ca 2433/09 - abgeändert und zur Klarstellung insgesamt neu gefasst.

Die Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 3.414,57 Euro brutto nebst Zinsen iHv. fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz aus 930,16 Euro seit dem 15. Dezember 2009 und aus 2.484,41 Euro seit dem 16. Dezember 2009 zu zahlen.

II. Die Beklagte hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

Sonstige Leitsätze

1 I. Die Parteien streiten - soweit für die Revision von Belang - über Vergütungsdifferenzen für die Monate Januar bis November 2009.

2

Die Klägerin hat zuletzt sinngemäß beantragt,

die Beklagte zu verurteilen, an die Klägerin 3.414,57 Euro brutto nebst Zinsen hieraus iHv. fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit Rechtshängigkeit zu zahlen.

3 Die Vorinstanzen haben der Klage in unterschiedlicher Höhe teilweise stattgegeben. Mit der vom Bundesarbeitsgericht zugelassenen Revision verfolgt die Klägerin ihr ursprüngliches Klagebegehren - soweit darüber nicht rechtskräftig entschieden ist - weiter.

4 Die Beklagte hat in der mündlichen Verhandlung die streitgegenständliche Forderung anerkannt.

5 II. Die zulässige Revision ist begründet. Aufgrund des Anerkenntnisses der Beklagten ist sie dem Anerkenntnis gemäß zur Zahlung weiterer 2.484,41 Euro brutto nebst Zinsen hieraus iHv. fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem der Klagezustellung nachfolgenden Tage zu verurteilen, § 307 Satz 1 ZPO. Zur Klarstellung hat der Senat die Urteile der Vorinstanzen insgesamt neu gefasst.

6

III. Die Beklagte hat gemäß § 91 ZPO die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

Müller-GlögeLauxBiebl
SchuhJungbluth

Palavras-chave

employment disputewage differentialacknowledgment judgmentrevisioninterestcosts