Non-admission complaint inadmissible for failure to reach value threshold

BGH V ZR 28/13Bgh / Câmara Civil V14 de nov. de 2013Dismissed

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Resumo Omnilex

The Federal Court of Justice held that the defendants’ non-admission complaint against the Bielefeld Regional Court’s judgment was inadmissible because the value of the complaint in the intended revision did not exceed EUR 20,000. In a negative declaratory action, the relevant value is the value of the denied right. The defendants did not substantiate the value of their complaint; proposed costs for a new access path and parking spaces were not a proper measure because the contractual use right was merely personal and contractual. The complaint was therefore rejected, and the defendants were ordered to pay costs. The objection value was set at EUR 5,000.

Sumário Omnilex

§ 544 ZPO, § 26 Nr. 8 EGZPO; non-admission complaint inadmissible for failure to reach the complaint value threshold. In a negative declaratory action, the value of the appeal is determined by the value of the denied claim. The appellant bears the burden of pleading and making plausible that the threshold is exceeded. For a purely contractual use right, the value cannot be inferred from expenditures for alternative access or replacement installations if such costs rest on the mistaken assumption of a permanent use entitlement. (consid. 4-8)

Texto completo

BGH — V ZR 28/13, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2013-11-14

Aktenzeichen: V ZR 28/13

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 544 ZPO, § 26 Nr 8 ZPOEG

Vorinstanz: vorgehend LG Bielefeld, 12. Dezember 2012, Az: 21 S 144/11, Urteilvorgehend AG Bad Oeynhausen, 6. Juli 2011, Az: 20 C 21/11

Spruchkörper: 5. Zivilsenat

Titelzeile

Nichtzulassungsbeschwerde: Unzulässigkeit wegen Nichterreichens der Revisionsbeschwer

Tenor

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil der 21. Zivilkammer des Landgerichts Bielefeld vom 12. Dezember 2012 wird auf Kosten der Beklagten als unzulässig verworfen.

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 5.000 €.

Gründe

I.

1 Der Kläger und der Beklagte zu 1 sind Eigentümer benachbarter Grundstücke. Das Grundstück des Beklagten zu 1 wird von dem Beklagten zu 2 bewohnt. In einem gerichtlichen Vergleich vom 24. August 2005 räumte der Kläger den Beklagten nebst Familie, Besuchern und Mietern ein „privatrechtliches Nutzungsrecht“ an seinem Grundstück ein. Dadurch konnten die Stellplätze und Garagen sowie ein Gartenbereich auf dem Grundstück des Beklagten zu 1 mit Kraftfahrzeugen erreicht werden. Mit Schreiben vom 28. April 2010 kündigte der Kläger das im Vergleich eingeräumte Nutzungsrecht. Zudem erklärte er die Anfechtung des Vergleichs.

2 Der Kläger begehrt mit seiner Klage die Feststellung, dass den Beklagten kein Nutzungsrecht an seinem Grundstück zusteht. Das Amtsgericht hat der Klage stattgegeben. Die Berufung der Beklagten hat das Landgericht zurückgewiesen.

3 Mit der Nichtzulassungsbeschwerde wollen die Beklagten weiterhin die Klageabweisung erreichen.

II.

4 Die Beschwerde ist als unzulässig zu verwerfen, da der Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer (§ 26 Nr. 8 EGZPO) den Betrag von 20.000 € nicht übersteigt.

5 1. Für die Wertgrenze der Nichtzulassungsbeschwerde ist der Wert des Beschwerdegegenstands in dem beabsichtigten Revisionsverfahren maßgebend (BGH, Beschluss vom 30. November 2005 - IV ZR 214/04, NJW 2006, 1142). Bei einer negativen Feststellungsklage bemisst sich dieser nach dem Wert des geleugneten Anspruchs (Senat, Beschluss vom 13. Dezember 2007 - V ZR 64/07, Rn. 8 mwN, juris). Maßgebend für die Beschwer des Beklagten zu 1 ist daher der Wert des Wegerechts für sein Grundstück (vgl. Senat, Beschluss vom 3. Mai 2012 - V ZR 192/11, Rn. 3, juris). Für den Beklagten zu 2 ist auf die wertmäßige Minderung seines Nutzungsrechts an dem Grundstück des Beklagten zu 1 durch das Entfallen des Wegerechts abzustellen.

6 2. Dass der so zu bemessende Wert der Beschwer den Betrag von 20.000 € übersteigt, hat der Beschwerdeführer darzulegen (BGH, Beschluss vom 20. April 2005 - XII ZR 92/02, NJW-RR 2005, 1011) und gemäß § 294 ZPO glaubhaft zu machen (vgl. Senat, Beschluss vom 25. Juli 2002 - V ZR 118/02, NJW 2002, 3180). Daran fehlt es.

7 a) Der Beklagte zu 1 trägt zu dem Wert seines Grundstücks mit und ohne dem streitgegenständlichen Nutzungsrecht nichts vor. Die Kosten für die Herstellung eines Wegs und für die Anlage neuer sowie den Rückbau der vorhandenen Stellplätze auf dem Grundstück des Beklagten zu 1, die sich auf 42.709,70 € belaufen sollen, sind hier kein geeigneter Anhaltspunkt für die Ermittlung des Wertes der Beschwer. Da das durch den Vergleich gewährte Nutzungsrecht rein schuldrechtlicher Natur ist, also nur zwischen den Parteien wirkt, konnte der Beklagte zu 1 nämlich nicht damit rechnen, das Nachbargrundstück dauerhaft zu nutzen und daher keine Kosten für das Anlegen neuer Stellplätze aufbringen zu müssen.

8 b) Der Beklagte zu 2 hat zu der wertmäßigen Minderung der Nutzungsmöglichkeit des Grundstücks des Beklagten zu 1 nichts vorgetragen.

9 3. Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO. Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens wird mangels anderer Anhaltspunkte mit den Vorinstanzen auf 5.000 € festgesetzt.

Stresemann Lemke Schmidt-Räntsch

Czub Kazele

Palavras-chave

non-admission complaintvalue thresholdnegative declaratory actioncomplaint valuecostscontractual use right

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Questão jurídica principal

Whether the non-admission complaint was admissible despite the value threshold under Section 26 No. 8 EGZPO.

Decisão extraída

The complaint was inadmissible because the value of the complaint in the intended appeal did not exceed EUR 20,000.

Fundamentação extraída

For a negative declaratory action, the value is measured by the value of the denied claim. The appellants failed to show and substantiate that their complaint value exceeded EUR 20,000; the alleged costs for creating a new access path and replacing parking spaces were not a suitable benchmark because the contractual use right was purely contractual and not permanent in nature.

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