Non-admission complaint inadmissible: appeal value in GmbH share cancellation

BGH II ZR 81/11Bgh / Câmara Civil II14 de mai. de 2013Inadmissible

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Resumo

The Federal Court held that the non-admission complaint against the Saarland Higher Regional Court's judgment was inadmissible because the value of the appellant's complaint did not exceed EUR 20,000. In disputes over the cancellation of a GmbH share, the appeal value is generally the value of the share affected by the cancellation. The appellant's attempt to base the value on both shares failed because the appellate court's remarks on dissolution were not part of the operative part of the judgment. The Senate also noted that the complaint would have failed on the merits in any event.

Regest

§ 26 Nr. 8 EGZPO; value of complaint in a non-admission complaint against a cassatory judgment concerning cancellation of a GmbH share; the appeal value is in principle determined by the value of the share affected by the cancellation. Remarks in the reasons of the appellate judgment on the dissolution of the company do not increase the complaint value if they are not covered by the operative part and thus do not create res judicata. If the value of the complaint does not exceed EUR 20,000, the non-admission complaint is inadmissible; the absence of grounds for admission under § 543 Abs. 2 ZPO need not then be examined further, though the court may note that no such grounds exist. The court may dispense with a fuller statement of reasons under § 544 Abs. 4 sentence 2 ZPO.

Texto completo

BGH — II ZR 81/11, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2013-05-14

Aktenzeichen: II ZR 81/11

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 26 Nr 8 ZPOEG

Vorinstanz: vorgehend Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken, 15. März 2011, Az: 4 U 224/10 - 65vorgehend LG Saarbrücken, 22. April 2010, Az: 17 KFH O 97/09

Spruchkörper: 2. Zivilsenat

Titelzeile

Nichtzulassungsbeschwerde: Wert der Beschwer durch ein kassatorisches Urteil über eine Geschäftsanteilseinziehung bei der GmbH

Tenor

Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 4. Zivilsenats des Saarländischen Oberlandesgerichts vom 15. März 2011 wird auf ihre Kosten als unzulässig verworfen.

Streitwert: 12.500,00 €

Gründe

1 Die Nichtzulassungsbeschwerde der Beklagten ist unzulässig, da der Wert der Beschwer nicht, wie nach § 26 Nr. 8 EGZPO erforderlich, über 20.000 € liegt, sondern nur in einer Höhe von 12.500 € glaubhaft gemacht ist.

2 Die Beschwer einer GmbH, die sich gegen ein kassatorisches Urteil hinsichtlich eines Beschlusses über die Einziehung eines Geschäftsanteils wendet, bemisst sich grundsätzlich nach dem Wert des von der Einziehung betroffenen Geschäftsanteils (BGH, Urteil vom 30. April 2001 - II ZR 328/00, ZIP 2001, 1734, 1735; Beschluss vom 27. April 2009 - II ZB 16/08, ZIP 2009, 1883 Rn. 7). Dem Einwand der Beschwerde, im Streitfall sei nicht nur auf den Geschäftsanteil des Klägers, sondern auf beide Geschäftsanteile abzustellen, weil mit der beabsichtigten Revision die gerichtliche Feststellung, die Gesellschaft sei aufgelöst, aus der Welt geschafft werden solle, kann nicht gefolgt werden. Denn das Berufungsgericht hat zwar in den Entscheidungsgründen angenommen, die Gesellschaft sei aufgelöst, es hat darüber aber keine rechtskraftfähige Entscheidung getroffen.

3 Die Nichtzulassungsbeschwerde wäre im Übrigen auch unbegründet, weil keiner der im Gesetz (§ 543 Abs. 2 ZPO) vorgesehenen Gründe vorliegt, nach denen der Senat die Revision zulassen darf. Der Rechtsstreit der Parteien hat weder grundsätzliche Bedeutung, noch erfordert er eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung. Der Senat hat die Verfahrensrügen geprüft und für nicht durchgreifend erachtet.

4 Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbsatz ZPO abgesehen.

Bergmann Caliebe Drescher

Born Sunder

Palavras-chave

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