Non-admission complaint dismissed: value of complaint below EUR 20,000

BGH II ZR 127/10Bgh / Câmara Civil II28 de jun. de 2011Dismissed

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Resumo

The Federal Court of Justice rejected the defendant's complaint against the non-admission of revision in litigation concerning the removal of a managing director. It held that the complaint value is determined by the defendant's interest in keeping the managing director in office, capped by the value of the shareholder's participation. Because the company had only the statutory minimum capital and no profits, a value above EUR 20,000 was not shown. The court also found no grounds for admitting revision under § 543(2) ZPO.

Regest

§ 544 ZPO, § 26 Nr. 8 EGZPO; complaint against denial of leave to appeal in revision; the complaint value is determined by the appellant's interest in the challenged management arrangement, not by salary claims or the value of the underlying business transaction. In the case of a shareholder, the value of the shareholding constitutes the upper limit of that interest (consid. 1). Revision is additionally inadmissible where none of the statutory grounds for admission under § 543(2) ZPO is present; absence of fundamental significance, need for legal development, or need to secure uniform case law suffices to uphold the denial (consid. 2).

Texto completo

BGH — II ZR 127/10, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2011-06-28

Aktenzeichen: II ZR 127/10

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 26 Nr 8 ZPOEG, § 544 ZPO

Vorinstanz: vorgehend OLG Köln, 1. Juni 2010, Az: 18 U 72/09, Urteilvorgehend LG Bonn, 15. April 2009, Az: 16 O 18/09

Spruchkörper: 2. Zivilsenat

Titelzeile

Nichtzulassung der Revision: Beschwer im Rechtsstreit gegen einen Beschluss über seine Abberufung als Geschäftsführer

Tenor

Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 18. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 1. Juni 2010 wird auf ihre Kosten verworfen, weil der Wert der von der Beklagten mit einer Revision geltend zu machenden Beschwer zwanzigtausend Euro nicht übersteigt (§ 26 Nr. 8 EGZPO, §§ 544, 97 Abs. 1 ZPO). Die Beschwer richtet sich nach dem Interesse der Beklagten, den Geschäftsführer in der Leitungsfunktion zu belassen, nicht nach dem Gehalt des Geschäftsführers oder dem Wert des dem Kompetenzkonflikt zugrunde liegenden Geschäfts. Bei der Bemessung dieses Interesses eines Gesellschafters bildet wie bei dem Leitungsinteresse eines Gesellschafter-Geschäftsführers der Wert der Gesellschaftsanteile die Obergrenze (vgl. BGH, Beschluss vom 2. März 2009 - II ZR 59/08, GmbHR 2009, 995). Nach dem Vortrag in den Vorinstanzen weist die Gesellschaft nur das gesetzlich vorgeschriebene Stammkapital von 50.000 DM auf und hat seit der Gründung keine Gewinne erwirtschaftet. Damit ist nicht dargelegt, dass der Wert der Beteiligung der Beklagten, die 35% der Geschäftsanteile halten, 20.000 € übersteigt.

Im Übrigen wäre die Beschwerde auch zurückzuweisen, weil keiner der im Gesetz (§ 543 Abs. 2 ZPO) vorgesehenen Gründe vorliegt, nach denen der Senat die Revision zulassen darf. Der Rechtsstreit der Parteien hat weder grundsätzliche Bedeutung, noch erfordert er eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung.

Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbsatz ZPO abgesehen.

Streitwert: 9.000 €

Bergmann Caliebe Drescher

Born Sunder

Palavras-chave

non-admission complaintvalue of complaintmanaging directorshareholding valuerevision admissibilitycosts