PKH denied for non-admission appeal against tax advisor liability

BGH IX ZA 4/10Bgh / Civil Chamber 927 de abr. de 2010Dismissed

Abrir fonte

Resumo

The Federal Court refused the plaintiff’s request for legal aid to pursue a non-admission complaint against an OLG Cologne judgment in a damages case against a tax advisor. It held that the intended appeal had no reasonable prospect of success because the relevant facts found below showed that the managing director/shareholder knew the circumstances, so no decisive duty-to-warn issue arose. The complaint’s abstract questions on protection by the contract and on presumed subordinated debt did not need to be decided.

Regest

§ 114 ZPO; legal aid for a contemplated non-admission complaint may be refused where the intended remedy lacks sufficient prospects of success. Abstract questions are not decisive if the appellate findings exclude the factual predicate of the alleged advisory duty breach; in particular, no further clarification is required where the person allegedly to be warned already knew all relevant circumstances. In such a constellation, issues of contractual protection of third persons, hypothetical subordinated agreements, or the causality of omitted warnings do not become material (consid. 1-2).

Texto completo

BGH — IX ZA 4/10, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2010-04-27

Aktenzeichen: IX ZA 4/10

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 280 Abs 1 BGB, § 19 InsO, § 32a GmbHG vom 19.12.1998

Vorinstanz: vorgehend OLG Köln, 17. Dezember 2009, Az: 8 U 27/09vorgehend LG Bonn, 3. April 2009, Az: 15 O 110/07

Spruchkörper: 9. Zivilsenat

Titelzeile

Haftung des Steuerberaters: Nachweis fehlender Kausalität der unterbliebenen Aufklärung des Geschäftsführers über die Insolvenzantragspflicht wegen Überschuldung bei bestehender Handlungsalternative in Form eines Rangrücktritts

Tenor

Der Antrag des Klägers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe zur Durchführung einer Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil des 8. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 17. Dezember 2009 wird abgelehnt.

Gründe

1 Die beabsichtigte Rechtsverfolgung hat keine hinreichende Aussicht auf Erfolg (§ 114 ZPO).

2 1. Die von der Beschwerde formulierten Grundsatzfragen stellen sich nicht. Ob der mit der Erstellung des Jahresabschlusses beauftragte Steuerberater als Nebenverpflichtung seines Mandats die Geschäftsführer, welche die Überschuldung und ihre sich daraus ergebenden Handlungspflichten nicht kennen, darauf hinweisen muss, kann dahin stehen, weil der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Schuldnerin nach den unangegriffen gebliebenen Feststellungen sämtliche Umstände kannte. Mangels Hinweispflicht stellen sich auch nicht die Fragen, ob Geschäftsführer in den Schutzbereich des Vertrages einbezogen und ob bei pflichtgemäßem Hinweis Rangrücktritte zu unterstellen sind. Die Frage, ob der Steuerberater den Gesellschafter/Geschäftsführer über die Folgen der weiteren Verlustfinanzierung aufklären muss, ist nicht entscheidungserheblich, weil das Berufungsgericht ersichtlich davon ausgegangen ist, dass die Erklärung eines Rangrücktritts die vorherige Aufklärung des Gesellschafter/Geschäftsführers über dessen Rechtsfolgen voraussetzt.

3 2. Bei der Ablehnung eines Anscheinsbeweises ist das Berufungsgericht von den Grundsätzen der Senatsrechtsprechung ausgegangen.

Ganter Raebel Kayser

Gehrlein Grupp

Palavras-chave

legal aidnon-admission appealtax advisor liabilityinsolvency filing dutycausationduty to warnshareholder-managersubordination