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5 Ws 64/24•Oberlandesgericht Hamm, 2024-04-11, 5 Ws 64/24
5 Ws 64/24Tribunal Superior11 de abr. de 2024
1. § 2 Abs. 1 Justizneutralitätsgesetz untersagt es Schöffinnen, während der Hauptverhandlung ein Kopftuch aus religiösen Gründen zu tragen. 2. Die Vorschrift des § 2 Abs. 1 JNeutrG NW ist in verfassungsrechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden (Anschluss an VG Arnsberg, Beschluss vom 9. Mai 2022 – 2 L 102/22 –, juris). 3. Die Weigerung einer Schöffin, ihr Kopftuch während der Gerichtsverhandlung abzunehmen, stellt keine gröbliche Amtspflichtverletzung im Sinne von § 51 Abs. 1 GVG, sondern eine (sonstige) Unfähigkeit zur Ausübung des Schöffenamtes im Sinne von § 52 Nr. 1 GVG dar.
Entscheidungsdatum: 2024-04-11
Aktenzeichen: 5 Ws 64/24
ECLI: ECLI:DE:OLGHAM:2024:0411.5WS64.24.00
Dokumenttyp: Beschluss
Spruchkörper: 5. Strafsenat
Normen: §§ 51, 52 GVG, § 2 Abs. 1 Justizneutralitätsgesetz NRW. Art. 4 GG
Der Antrag, die Hauptjugendschöffin T. ihres Amtes zu entheben, wird abgelehnt.
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