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20 U 212/20•Oberlandesgericht Hamm, 2021-01-14, 20 U 212/20
20 U 212/20Tribunal Superior14 de jan. de 2021
Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaft (insbesondere EuGH, Urteil vom 19.12.2019 – C-355/18 bis C-357/18 u.a. VersR 2020, 341, juris Rn. 78 ff.) ist ein ewiges Widerspruchsrecht europarechtlich „unverhältnismäßig“, wenn (trotz eines Fehlers etwa bei der Belehrung über das Widerspruchsrechts) die Möglichkeit des Versicherungsnehmers, das Widerspruchsrecht auszuüben, nicht wesentlich beeinträchtigt ist. In einem solchen Fall ist ein Widerspruchsrecht auch nach deutschem Recht zu verneinen. Das kann auch gelten, wenn die Belehrung nicht über das Erfordernis der Schriftform belehrt (unter 1 b bb (2)). (Fortführung zu OLG Hamm, Hinweisbeschluss vom 05.08.2020 – 20 U 88/20; Zurückweisungsbeschluss vom 29.10.2020 – 20 U 142/20; vgl. auch OLG Hamburg, Beschluss v 06.08.2020 – 9 U 35/20;OLG Celle, Urteil vom 10. 09. 2020 – 8 U 45/20;OLG Rostock, Beschluss vom 17. 12. 2020 – 4 U 21/20; OLG Bremen, Beschluss vom 27.01. 2021 – 3 U 23/20; OLG Nürnberg, Beschluss vom 22. 02.2021 – 8 U 3888/20.)
Entscheidungsdatum: 2021-01-14
Aktenzeichen: 20 U 212/20
ECLI: ECLI:DE:OLGHAM:2021:0114.20U212.20.00
Dokumenttyp: Beschluss
Spruchkörper: 20. Zivilsenat
Normen: § 5a VVG a.F.
Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaft (insbesondere EuGH, Urteil vom 19.12.2019 – C-355/18 bis C-357/18 u.a. VersR 2020, 341, juris Rn. 78 ff.) ist ein ewiges Widerspruchsrecht europarechtlich „unverhältnismäßig“, wenn (trotz eines Fehlers etwa bei der Belehrung über das Widerspruchsrechts) die Möglichkeit des Versicherungsnehmers, das Widerspruchsrecht auszuüben, nicht wesentlich beeinträchtigt ist. In einem solchen Fall ist ein Widerspruchsrecht auch nach deutschem Recht zu verneinen. Das kann auch gelten, wenn die Belehrung nicht über das Erfordernis der Schriftform belehrt (unter 1 b bb (2)).
(Fortführung zu OLG Hamm, Hinweisbeschluss vom 05.08.2020 – 20 U 88/20; Zurückweisungsbeschluss vom 29.10.2020 – 20 U 142/20; vgl. auch OLG Hamburg, Beschluss v 06.08.2020 – 9 U 35/20;OLG Celle, Urteil vom 10. 09. 2020 – 8 U 45/20;OLG Rostock, Beschluss vom 17. 12. 2020 – 4 U 21/20; OLG Bremen, Beschluss vom 27.01. 2021 – 3 U 23/20; OLG Nürnberg, Beschluss vom 22. 02.2021 – 8 U 3888/20.)
Der Senat beabsichtigt, die Berufung der Klägerin gemäß § 522 Abs. 2 S. 1 ZPO zurückzuweisen.
Es wird Gelegenheit gegeben, binnen drei Wochen ab Zustellung dieses Beschlusses Stellung zu nehmen.
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