13 Ga 47/08•Arbeitsgericht Düsseldorf, 2008-06-13, 13 Ga 47/08
Arbeitsgericht Düsseldorf, 2008-06-13, 13 Ga 47/08
13 Ga 47/08Tribunal do Trabalho13 de jun. de 2008
Regest
1. Nachträgliche Wettbewerbsverbote sind gemäß § 74 a Abs. 1 Satz 1 HGB insoweit unverbindlich, als sie nicht einem schützenswerten Interesse des Arbeitgebers dienen. 2. Bei einem Vertriebsmitarbeiter, welcher ein regional eindeutig beschränktes Vertriebsgebiet zu betreuen hat, ist das nachträgliche Verbot der Vertriebstätigkeit schlechthin, also ohne die räumliche Beschränkung, nicht mehr zum Schutz eines berechtigten Interesses des Arbeitgebers erforderlich und daher unverbindlich. 3. Die Frage, ob nachvertragliche Wettbewerbsabreden den §§ 305 ff BGB, insbesondere § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB entsprechen müssen, bleibt offen.
Texto completo
Arbeitsgericht Düsseldorf — 13 Ga 47/08 — Urteil
Entscheidungsdatum: 2008-06-13
Aktenzeichen: 13 Ga 47/08
ECLI: ECLI:DE:ARBGD:2008:0613.13GA47.08.00
Dokumenttyp: Urteil
Spruchkörper: 13. Kammer
Leitsätze
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Nachträgliche Wettbewerbsverbote sind gemäß § 74 a Abs. 1 Satz 1 HGB insoweit unverbindlich, als sie nicht einem schützenswerten Interesse des Arbeitgebers dienen.
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Bei einem Vertriebsmitarbeiter, welcher ein regional eindeutig beschränktes Vertriebsgebiet zu betreuen hat, ist das nachträgliche Verbot der Vertriebstätigkeit schlechthin, also ohne die räumliche Beschränkung, nicht mehr zum Schutz eines berechtigten Interesses des Arbeitgebers erforderlich und daher unverbindlich.
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Die Frage, ob nachvertragliche Wettbewerbsabreden den §§ 305 ff BGB, insbesondere § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB entsprechen müssen, bleibt offen.
Tenor
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Der Antrag wird zurückgewiesen.
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Die Kosten des Verfahrens trägt die Verfügungsklägerin.
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Streitwert : 21.000,00 € .
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