Return of children to Australia under international family law

258 F 40/17Tribunal de Primeira Instância30 de jun. de 2017Direito da famíliaDeferido

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Resumo Omnilex

The Düsseldorf Local Court ordered the respondent mother to return children T and T2 to Australia within two weeks after the ruling became final. If she fails to comply, she and anyone holding the children must surrender them and their travel documents to the applicant or a designated person. The order provides for execution ex officio and empowers the bailiff to take the children, use force against persons obliged to surrender them, search relevant homes, act at night or on holidays, and call on police. The Düsseldorf Youth Welfare Office must arrange a safe handover and, if needed, temporary care pending return. The mother bears the proceeding, enforcement, and return costs.

Sumário Omnilex

§ 44 Abs. 3 IntFamRVG; § 89 FamFG; § 9 Abs. 1 IntFamRVG; enforcement of an order for the return of children: The return obligation may be secured by requiring surrender of the children and their identity documents if voluntary return does not occur. Enforcement may be carried out ex officio. The court may authorize the bailiff to take the children, employ direct force against persons obliged to surrender them, enter and search premises, and conduct enforcement at night or on Sundays and public holidays. Police assistance may be authorized. The competent youth welfare office must take measures to ensure a safe handover and may arrange temporary care pending return. A coercive fine and, where statutory conditions are met, coercive detention may be imposed for non-compliance; direct force may also be used.

Texto completo

Amtsgericht Düsseldorf — 258 F 40/17 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 2017-06-30

Aktenzeichen: 258 F 40/17

ECLI: ECLI:DE:AGD:2017:0630.258F40.17.00

Dokumenttyp: Beschluss

Spruchkörper: Abteilung 258

Tenor

I.

Die Antragsgegnerin und Kindesmutter wird verpflichtet, die Kinder T, geb. am ##.##.####, und T2, geboren am ##.##.####, innerhalb von zwei Wochen ab Rechtskraft dieses Beschlusses nach Australien zurückzuführen.

II.

Kommt die Antragsgegnerin der Verpflichtung zu Ziffer I. nicht innerhalb der ihr gesetzten Frist nach, so ist sie und jede andere Person, bei der sich die Kinder aufhalten, verpflichtet, die Kinder und die in ihrem Besitz befindlichen Ausweispapiere der Kinder, an den Antragsteller oder eine von diesem bestimmte Person zum Zwecke der Rückführung nach Australien herauszugeben.

III.

Die Vollstreckung dieses Beschlusses findet von Amts wegen statt, § 44 Abs. 3 IntFamRVG.

IV.

Die Antragsgegnerin wird darauf hingewiesen, dass das Gericht für den Fall der Zuwiderhandlung gegen die Verpflichtung zu Ziffer II. ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 25.000,00 EUR festsetzen kann, sowie für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann oder die Anordnung eines Ordnungsgeldes keinen Erfolg verspricht, Ordnungshaft bis zu 6 Monaten anordnen kann, §§ 44 Abs. 3 IntFamRVG, § 89 FamFG. Zudem kann unmittelbarer Zwang angewendet werden.

V.

Eine Vollstreckungsklausel ist nicht erforderlich.

VI.

Zum Vollzug von Ziffer II. wird angeordnet:

Der Gerichtsvollzieher wird beauftragt und ermächtigt, die unter I. aufgeführten Kinder der Antragsgegnerin oder jeder anderen Person, bei der sich die Kinder aufhalten, wegzunehmen und es dem Antragsteller oder einer von ihm bestimmten Person an Ort und Stelle zu übergeben.

Der Gerichtsvollzieher wird beauftragt und ermächtigt, zur Durchsetzung der Herausgabe unmittelbaren Zwang gegen jede zur Herausgabe verpflichtete Person anzuwenden.

Es wird darauf hingewiesen, dass gegebenenfalls – in einem gesonderten Beschluss – auch unmittelbarer Zwang gegen die Kinder angeordnet werden kann.

Der Gerichtsvollzieher wird zum Betreten und zur Durchsuchung der Wohnung der Kindesmutter und der Wohnung jeder anderen Person, bei der sich die Kinder aufhalten, ermächtigt.

Der Gerichtsvollzieher ist befugt, die vorgenannten Vollstreckungsmaßnahmen auch zur Nachtzeit und an Sonn- und Feiertagen vorzunehmen.

Der Gerichtsvollzieher wird zur Hinzuziehung polizeilicher Vollzugsorgane ermächtigt.

Das Jugendamt Düsseldorf ist gem. § 9 Absatz 1 IntFamRVG verpflichtet,

a) Vorkehrungen zur Gewährleistung der sicheren Herausgabe der Kinder an den Antragsteller zu treffen,

b) die Kinder nach Vollstreckung der Herausgabe gegebenenfalls vorläufig bis zur Rückführung in die Obhut einer für geeignet befundenen Einrichtung oder Person zu geben.

VII.

Die Kosten des Verfahrens einschließlich der Vollstreckungskosten und der Kosten der Rückführung (insbesondere Reisekosten, Kosten für das Auffinden des Kindes) trägt die Antragsgegnerin.

VIII.

Der Gegenstandswert wird auf 5.000,00 EUR festgesetzt.

Palavras-chave

international child returnchild handoverenforcementdirect coercionyouth welfarecost allocation

The mother must return both children to Australia within two weeks after the decision becomes final; if she does not, she and any person holding the children must surrender them and their travel documents for return.

The bailiff was empowered to take and hand over the children, use direct force against persons obliged to surrender them, search and enter relevant residences, act at night and on holidays, and seek police assistance; the youth welfare office must make safe-handover arrangements and, if necessary, arrange temporary care.

The court ordered enforcement measures under the cited statutory provisions to implement the handover obligation.

The respondent mother must bear the proceeding costs, including enforcement and return costs.

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