IV disability claim remitted after reconsideration

IV.2008.00206Tribunal de Seguros Sociais14 de abr. de 2008Partially Granted

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The insured person challenged an IV decision refusing retraining but allowing a vocational assessment. After the complaint was filed, the IV office reconsidered and issued a new decision ordering the assessment. The court held that this did not fully satisfy the request for retraining, so the case was not to be struck off. It allowed the complaint in part, remitted the file to the IV office for vocational assessment and a new decision on vocational measures, and imposed CHF 300 in court costs on the IV office.

Sumário Omnilex

Art. 53 Abs. 3 ATSG; reconsideration by the insurer during pending appeal does not render the proceedings moot unless the new decision fully grants the insured person's request. Where the new decision only partly satisfies the appeal and further factual clarification remains necessary, the appellate court may remit the matter to the administration for completion of the investigation and a fresh merits decision. In benefit cases under Art. 69 Abs. 1bis IVG, court costs are chargeable and follow the outcome; the unsuccessful authority bears them.

Texto completo

IV.2008.00206

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Meyer

Sozialversicherungsrichter Walser

Gerichtssekretär Trüssel

Urteil vom 15. April 2008

in Sachen

T.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Winterthur-ARAG Rechtsschutzversicherungs-Gesellschaft

Rechtsdienst Zürich, U8036, Rechtsanwältin Barbara Winter

Gartenhofstrasse 17, Postfach 9829, 8036 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

1. T.___, geboren 1968, meldete sich am 26. Juli 2007 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Umschulung) an (Urk. 9/2 Ziff. 7.8).

Mit Vorbescheid vom 23. November 2007 stellte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 9/25). Dagegen erhob T.___ am 10. Dezember 2007 Einwände (Urk. 9/29). Am 24. Januar 2008 erging die Verfügung, mit welcher das Leistungsbegehren teilweise gutgeheissen wurde, indem die Durchführung einer beruflichen Abklärung in der Abklärungs- und Eingliederungsstätte A.___ in B.___ gewährt, jedoch ein Anspruch auf Umschulung abgewiesen wurde (Urk. 9/35 = Urk. 2).

2. Gegen die Verfügung vom 24. Januar 2008 (Urk. 2) erhob T.___ am 22. Februar 2008 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien dem Beschwerdeführer berufliche Massnahmen im Sinne einer Umschulung zuzusprechen (Urk. 1 S. 2 oben).

Die IV-Stelle hob mit Verfügung vom 3. April 2008 die Verfügung vom 24. Januar 2008 wiedererwägungsweise auf und nahm in Aussicht, vom 26. Mai bis 25. Juli 2008 eine berufliche Abklärung von T.___ in der Abklärungs- und Eingliederungsstätte A.___ in B.___ zu veranlassen (Urk. 8). Mit Vernehmlassung vom 4. April 2008 stellte die IV-Stelle Antrag auf Abschreibung des Verfahrens in Folge wiedererwägungsweisen Aufhebung der angefochtenen Verfügung (Urk. 7).

3.

3.1 Nach Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts kann der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Die neue Verfügung oder der neue Einspracheentscheid beendet den Streit insoweit, als damit den Anträgen der versicherten Person entsprochen wird (ZAK 1989 S. 563 Erw. 2a, vgl. auch ZAK 1989 S. 310).

3.2 Mit Wiedererwägungsverfügung vom 3. April 2008 hat die IV-Stelle in Aussicht genommen, vom 26. Mai bis 25. Juli 2008 eine berufliche Abklärung von T.___ in der Abklärungs- und Eingliederungsstätte A.___ in B.___ zu veranlassen, was nicht zu beanstanden ist.

Allerdings wird damit dem Hauptantrag des Beschwerdeführers auf Zusprechung einer Umschulung nicht entsprochen, weshalb dem Begehren der Beschwerdegegnerin auf Abschreibung des Verfahrens in Folge wiedererwägungsweisen Aufhebung der angefochtenen Verfügung nicht stattgegeben werden kann. Vielmehr ist die Sache in Gutheissung der Beschwerde an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese die notwendigen Abklärungen durchführe und hernach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.

4. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und sind auf Fr. 300.-- anzusetzen. Die Kosten sind der unterliegenden Beschwerdegegnerin zu auferlegen.

Das Gericht beschliesst:

Von der Aufhebung der Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 3. April 2008 wird Vormerk genommen,

und erkennt:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter beruflicher Abklärung, über den Anspruch auf berufliche Massnahmen neu befinde.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Winterthur-ARAG Rechtsschutzversicherungs-Gesellschaft
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherungen
    

sowie an:

  •  die Gerichtskasse (nach Eintritt der Rechtskraft)
    

4. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Palavras-chave

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Questão jurídica principal

Whether the appeal became moot after the IV office reconsidered and replaced the challenged decision.

Decisão extraída

No. The new decision did not fully satisfy the appellant's request for retraining, so the proceedings could not be struck off as moot.

Fundamentação extraída

Under Art. 53(3) ATSG, reconsideration by the insurer ends the dispute only to the extent the new decision grants the insured person's request. Here, vocational assessment was announced, but retraining remained refused.

Questão jurídica principal

Whether the case should be remitted for fresh determination of vocational measures after vocational assessment.

Decisão extraída

Yes. The matter was sent back to the IV office so it could carry out the necessary assessment and then decide anew on the entitlement to vocational measures.

Fundamentação extraída

Because the merits of retraining were not finally resolved and further factual clarification was required, remittal was appropriate.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be imposed and on whom.

Decisão extraída

Yes. Costs of CHF 300 were imposed on the losing IV office.

Fundamentação extraída

In proceedings concerning social insurance benefits, costs are chargeable under Art. 69(1bis) IVG and are allocated according to the outcome.

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