Social insurance appeal remanded for further medical investigation

IV.2005.00972Tribunal de Seguros Sociais / Câmara 421 de dez. de 2005Partially Granted

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C.___ appealed against the rejection of his disability pension claim. While the appeal was pending, the IV office reconsidered the matter, set aside the challenged decisions, and announced that it would obtain a MEDAS expert report before issuing a new decision. The court therefore noted the withdrawal of the prior decisions and allowed the appeal only insofar as it remanded the case for further factual clarification and a new ruling. It also ordered the proceedings to be free of charge and awarded the appellant CHF 1,800 in procedural compensation.

Sumário Omnilex

Art. 53 Abs. 3 ATSG; reconsideration of a contested decision during pending appeal and consequences for the proceedings. A social insurer may reconsider a decision or objection decision until it submits its observations to the court. If it sets aside the challenged decision and thereby meets the appellant’s alternative request, the dispute is terminated to that extent and the court may remit the matter for further clarification and a new administrative decision. In such circumstances, the prevailing party is entitled to procedural compensation; the proceedings remain cost-free where so provided by cantonal social insurance procedure law.

Texto completo

IV.2005.00972

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Weibel Fuchs

Ersatzrichterin Arnold Gramigna

Gerichtssekretär Imhof

Urteil vom 22. Dezember 2005

in Sachen

C.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Judith Widmer

Stadthausstrasse 39, Postfach 209, 8402 Winterthur

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)

IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

1. C.___ erhob, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Judith Widmer, am 7. September 2005 Beschwerde (Urk. 1) gegen den Einspracheentscheid vom 13. Juli 2005 (Urk. 2), mit welchem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Verfügung vom 21. Juli 2004 (Urk. 10/21) bestätigt und das Rentengesuch abgewiesen hatte. C.___ beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Ausrichtung einer Dreiviertelsrente; eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zwecks Einholens eines medizinischen Gutachtens zurückzuweisen.

2. Nach Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) kann der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Die neue Verfügung oder der neue Einspracheentscheid beendet den Streit insoweit, als damit den Anträgen der versicherten Person entsprochen wird (ZAK 1989 S. 563 Erw. 2a, vgl. auch ZAK 1989 S. 310).

3. In der Beschwerdeantwort vom 14. November 2005 (Urk. 8) teilte die Beschwerdegegnerin mit, sie habe mit Wiedererwägungsentscheid vom 10. November 2005 (Urk. 9/1) den Einspracheentscheid vom 13. Juli 2005 und die Verfügung vom 21. Juli 2004 aufgehoben und werde nach Eingang eines in Auftrag zu gebenden MEDAS-Gutachtens über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente neu befinden. Damit hat sie dem Eventualantrag der Beschwerdeschrift entsprochen.

4. Mit Verfügung vom 15. November 2005 (Urk. 11) eröffnete das Gericht dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Stellungnahme zur Beschwerdeantwort vom 14. November 2005 und hielt fest, im Falle eines Stillschweigens des Beschwerdeführers werde angenommen, dass dieser mit der Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zwecks Vornahme des wiedererwägungsweise angekündigten MEDAS-Gutachtens und anschliessender Neuverfügung einverstanden sei. Innert gesetzter Frist reichte der Beschwerdeführer keine Stellungnahme ein.

5. Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'800.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.

Das Gericht beschliesst:

Von der Aufhebung des Einspracheentscheids der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 13. Juli 2005 wird Vormerk genommen.

Sodann erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese weitere Abklärungen im Sinne der Erwägungen vornehme und hernach über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 1'800.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwältin Dr. Judith Widmer
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherung
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.

Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).

Palavras-chave

disability pensionreconsiderationremandmedical expertiseprocedural compensationcost-free proceedings

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal should be upheld by remanding the case after the IV office withdrew the challenged decisions in reconsideration.

Decisão extraída

The appeal was upheld to the extent that the case was remanded to the IV office for further investigations and a new decision on the pension claim.

Fundamentação extraída

Under Art. 53(3) ATSG, an insurer may reconsider a contested decision until it has filed its observations. Because the IV office revoked the prior decisions and promised a new assessment after a MEDAS report, it granted the alternative request made in the appeal.

Questão jurídica principal

Whether the appellant was entitled to a procedural compensation award.

Decisão extraída

Yes. The respondent had to pay procedural compensation of CHF 1,800 including VAT and expenses.

Fundamentação extraída

As the appellant succeeded in the proceedings, compensation was awarded based on the cantonal cost provisions cited by the court.

Questão jurídica principal

Whether court costs should be charged.

Decisão extraída

No court costs were imposed; the proceedings were free of charge.

Fundamentação extraída

The court ordered the proceedings to be cost-free in light of the outcome and applicable social insurance procedure rules.

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