Remand for medical clarification before vocational measures decision

IV.2005.00536Tribunal de Seguros Sociais10 de mai. de 2006Partially Granted

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Resumo Omnilex

The insured person challenged an IV Office decision that had provisionally closed her request for vocational measures pending medical examinations. The court agreed that the medical file was insufficient to assess work capacity and that the claim was not yet ready for a substantive decision. It annulled the contested decision and remanded the matter to the IV Office for further medical clarification and a new ruling on vocational measures. The represented appellant was awarded CHF 1,100 in party compensation, and the proceedings were free of charge.

Sumário Omnilex

Art. 61 lit. g ATSG; § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich; premature refusal or closure of vocational-measures proceedings. Where the medical record does not yet permit a reliable assessment of objective work capacity, the entitlement to vocational measures is not ripe for adjudication. If further medical clarification is necessary and an entitlement cannot be excluded, the administration must first complete the evidentiary basis before issuing a new decision. A remand for supplementary clarification constitutes full success for costs purposes, entitling the represented party to party compensation (consid. 1-3).

Texto completo

IV.2005.00536

Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Faesi, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Gerichtssekretärin Tettamanti

Urteil vom 11. Mai 2006

in Sachen

A.___

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf

c/o Burkart & Flum

Webernstrasse 5, 8610 Uster

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)

IV-Stelle

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Beschwerdegegnerin

Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 1. Februar 2005 das Leistungsbegehren der Versicherten um Durchführung von berufliche Massnahmen (Umschulung/Arbeitsvermittlung) vorerst als erledigt abgeschrieben hat, mit dem Hinweis, dass medizinische Abklärungen erfolgen würden (Urk. 7/7), und dies mit Einspracheentscheid vom 6. April 2005 bestätigt hat (Urk. 2),

nach Einsicht in die Beschwerde vom 9. Mai 2005, mit welcher die Beschwerdeführerin die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides und die Durchführung von beruflichen Massnahme sowie eventualiter die Rückweisung zur Vornahme weiterer Abklärungen beantragt hat (Urk. 1 S. 2), und in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der SVA, IV-Stelle, vom 20. Juni 2005 (Urk. 6),

nach Abschluss des Schriftenwechsels am 20. Juni 2005 (Urk. 9);

in Erwägung,

dass selbst die Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid davon ausgeht, dass aufgrund der aktuellen medizinischen Aktenlage (vgl. Urk. 7/8-10) nicht beurteilt werden könne, welche objektive Arbeitsfähigkeit bei der Beschwerdeführerin bestehe, weshalb es angezeigt sei, erneute medizinische Abklärungen vorzunehmen, um anschliessend geeignete berufliche Massnahmen durchzuführen (Urk. 2 S. 3),

dass demnach der Anspruch auf berufliche Massnahmen beim Erlass des Einspracheentscheides nicht spruchreif war,

dass aber unbestrittenermassen nicht auszuschliessen ist, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf berufliche Massnahmen haben könnte,

dass die Beschwerdeführerin beschwerdeweise geltend macht, zur Arbeitssuche gewillt zu sein und arbeiten zu wollen (Urk. 1 S. 4 f.),

dass demzufolge der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Abklärung der medizinischen Sachlage und zu einem neuen Entscheid über den Anspruch auf berufliche Massnahmen zurückzuweisen ist,

dass nach ständiger Rechtsprechung die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen gilt, weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat,

dass diese in Anwendung von Art. 61 lit. g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1'100.-- (inklusive Barauslagen und 7.6 % Mehrwertsteuer) festzusetzen ist,

erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutzuheissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. April 2005 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese ergänzende Abklärungen im Sinne der Erwägungen vornehme und hernach über den Anspruch auf berufliche Massnahmen neu verfüge.

2. Das Verfahren ist kostenlos.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 1'100.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

  •  Rechtsanwalt Tomas Kempf
    
  •  Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
    
  •  Bundesamt für Sozialversicherung
    

5. Gegen diesen Entscheid kann innert ** 30 Tagen** seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.

Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).

Palavras-chave

social insurancevocational measuresmedical clarificationwork capacityremandparty compensationprocedural costs

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Questão jurídica principal

Whether the appeal against the non-final handling of the vocational measures claim should be upheld and the matter remanded for further medical clarification and a new decision.

Decisão extraída

The vocational measures claim was not ripe for decision because the medical file did not yet allow an assessment of objective work capacity; the decision had to be annulled and the case remanded for further medical clarification and a new ruling.

Fundamentação extraída

Even the respondent accepted that the current medical record did not permit an assessment of work capacity and that renewed medical investigations were necessary before suitable vocational measures could be considered. Because an entitlement could not be ruled out, the decision on the merits was premature.

Questão jurídica principal

Whether the appellant was entitled to party compensation for the proceedings.

Decisão extraída

Yes. A remand for further clarification counts as full success under settled case law, so the represented appellant was entitled to compensation.

Fundamentação extraída

Because the appeal succeeded in the form of a remand, the appellant was treated as having prevailed entirely for cost purposes.

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