No jurisdiction over legal aid for municipal name-change proceeding

VO130163Tribunal Superior24 de out. de 2013Inadmissible

Abrir fonte

Extraído pela Omnilex

Resumo Omnilex

A._____ applied to the President of the Zurich Court of Appeal for free legal aid and counsel in relation to a name-change request pending before the municipal office of B._____. The president held that he was only competent for pre-litigation legal-aid requests or requests until the end of conciliation proceedings, not for a name-change procedure pending before the municipality. The application was therefore not entered into and was not transferred to the municipal office. The court further held that the legal-aid proceeding itself was free of charge and informed the applicant of the right to challenge the decision by complaint to the civil chambers of the Obergericht.

Sumário Omnilex

§ 128 GOG; jurisdiction over applications for free legal aid and representation: the president of the cantonal court of appeal is competent only for pre-litigation requests, in particular in proceedings before a conciliation authority, and only until completion of such proceedings. A request concerning a proceeding pending before a municipal office, such as a name-change matter, must be filed with that office. If jurisdiction is lacking, the application is not entered into; no transfer obligation follows. Legal-aid proceedings are free of charge under Art. 119 Abs. 6 ZPO. A first-instance decision by the court president in this context is challengeable by complaint under Art. 121 and Art. 319 lit. b ZPO.

Texto completo

Obergericht des Kantons Zürich Präsident

Geschäfts-Nr.: VO130163-O/U

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. R. Naef sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Gürber

Verfügung vom 24. Oktober 2013

in Sachen

A._____, Gesuchsteller

betreffend Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege

Erwägungen: 1. Mit Eingabe vom 21. Oktober 2013 ersucht A._____ (nachfolgend: Gesuch- steller) beim Präsidenten des Obergerichts des Kantons Zürich um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung für einen am 24. Januar 2012 beim Gemeindeamt B._____ gestellten Namensänderungsantrag (act. 1 und act. 2). 2. Dem Präsidenten des Obergerichts des Kantons Zürich obliegt gemäss § 128 GOG nur die Beurteilung von Gesuchen um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege vor Einreichung einer Klage bei einem Gericht, namentlich für ein Schlichtungsverfahren vor einer Schlichtungsbehörde. In sachlicher Hinsicht ist er damit nur für vorprozessuale Gesuche bzw. Gesuche bis zum Abschluss eines allfälligen Schlichtungsverfahrens zuständig. Nicht zuständig ist er hingegen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung für ein beim Gemeindeamt B._____ hängiges Verfahren betreffend Namensände- rung, wie dies der Gesuchsteller beantragt (act. 1). Solche Gesuche sind direkt beim betreffenden Gemeindeamt zu stellen (vgl. act. 2/27 S. 2 = act. 4/1 S. 2 und § 16 VRG), wie dies der Gesuchsteller offenbar auch bereits getan hat (vgl. act. 2/5 S. 2). Mangels Zuständigkeit ist daher auf das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung nicht einzutreten. Ei- ne Überweisung des Gesuchs an das Gemeindeamt B._____ erfolgt nicht. 3. Gemäss Art. 119 Abs. 6 ZPO ist das Verfahren um unentgeltliche Rechts- pflege kostenlos. 4. Wird die unentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise abgelehnt oder entzogen, so kann die gesuchstellende Person den Entscheid mit Beschwerde gemäss Art. 121 ZPO beim Obergericht anfechten. Dass vorliegend der Oberge- richtspräsident über das Gesuch befindet, vermag daran nichts zu ändern. Der Obergerichtspräsident fällt in diesem Verfahren einen erstinstanzlichen Entscheid

i.S.v. Art. 319 lit. b ZPO und fungiert nicht als obere kantonale Instanz, gegen de- ren Entscheide lediglich ein Rechtsmittel ans Bundesgericht gegeben wäre. Es wird verfügt: 1. Auf das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung für ein beim Gemeindeamt B._____ anhängiges Ver- fahren betreffend Namensänderung wird nicht eingetreten. 2. Das obergerichtliche Verfahren ist kostenlos. 3. Schriftliche Mitteilung an den Gesuchsteller, gegen Empfangsschein und un- ter Rücksendung der eingereichten Beilagen (act. 2/2-30 und act. 4/1-5). 4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Oberge- richt des Kantons Zürich, Zivilkammern, Postfach 2401, 8021 Zürich, einge- reicht werden. In der Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen. Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO).

Zürich, 24. Oktober 2013 __________________________________ OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Gürber

versandt am:

Palavras-chave

legal aidjurisdictionname changemunicipal officeinadmissibilitycourt costs

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the Obergericht president had jurisdiction to decide legal aid for a name-change proceeding pending before the municipal office.

Decisão extraída

The president lacked subject-matter jurisdiction; such requests must be filed directly with the municipal office.

Fundamentação extraída

Under § 128 GOG, the president may only decide pre-action legal-aid requests before court proceedings or until completion of conciliation. A municipal name-change proceeding is outside that scope.

Questão jurídica principal

Whether the legal-aid request should be transferred to the municipal office.

Decisão extraída

No transfer was ordered.

Fundamentação extraída

Because the court lacked jurisdiction, it did not forward the request to the municipal office.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.