Non-entry on abusive revision request

SR160021Tribunal Superior11 de nov. de 2016Inadmissible

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Resumo Omnilex

The Zurich Court of Appeal’s II Criminal Chamber did not enter into A._____’s thirteenth revision request against the 2002 judgment concerning attempted intentional homicide. The court held that the filing merely repeated arguments already dealt with in earlier revision proceedings and that no clear, credible revision ground was presented, despite prior warnings against abusive repeated applications. It also refused the request for appointed counsel. The applicant was ordered to pay court costs of CHF 500 and was warned once more that any further revision request lacking a clearly stated and credible ground would be filed away without further action.

Sumário Omnilex

Art. 412 Abs. 2 StPO; revision request must be summarily refused where the applicant fails to specify and render credible a revision ground and merely repeats arguments already finally decided in prior revision proceedings. Repetitive filings of the same objections may, after prior warning, be treated as abusive; in such a case the court may decline to enter into the application without further exchanges. If the revision request is not entertained, a motion for appointed counsel may likewise be refused, and costs may be imposed on the applicant according to the outcome.

Texto completo

Obergericht des Kantons Zürich II. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: SR160021-O /U/gs

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, und Oberrichter lic. iur. Ruggli, Oberrichterin Dr. Janssen sowie die Gerichtsschreiberin lic. i ur. Leuthard Beschluss vom 11. November 2016

i n Sachen

A._____, Gesuchsteller

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Gesuchsgegnerin

betreffend vollendeten Versuch zu vorsätzlicher Tötung

Revisionsgesuch gegen ein Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 28. Januar 2002 (SE010026)

Nach Einsicht in das dreizehnte Revisionsbegehren des Gesuchstellers vom 9. August 2016, welches am 18. August 2016 bei der II. Strafkammer des Ober- gerichts des Kantons Zürich einging (Urk. 1), nachdem der Gesuchsteller im fünften Revisionsverfahren mit Beschluss vom 12. Juni 2013 darauf hingewiesen wurde, dass auf ein nächstes Revisions- gesuch zufolge Rechtsmissbrauchs nicht eingetreten werde, sollte der Gesuch- steller darin nicht klar einen Revisionsgrund bezeichnen und glaubhaft machen (SR130009, Urk. 6), da im vorliegenden Revisionsgesuch nichts vorgebracht wird, was nicht be- reits Gegenstand früherer Revisionsgesuche war (Wechsel in der Gerichtsbeset- zung / kurze Beratungsdauer / Tatablauf bzw. Rekonstruktion derselben / Glaub- würdigkeit des Zeugen B._____/ Distanzangaben), welche allesamt abgewiesen wurden, sofern überhaupt darauf eingetreten wurde, unter Hinweis auf die zahlreichen Entscheide des Obergerichts des Kantons Zürich in den vorangegangenen Revisionsverfahren (vgl. UW080003, UW090005, SR110003, SR120014, SR130009, SR140001, SR140025, SR150007, SR150011, SR150022, SR160009, SR160013), weshalb auf das Revisionsgesuch vom 9. August 2016 ni cht ei nzutreten i st (Art. 412 Abs. 2 StPO), da es sich vor diesem Hintergrund erübrigt, eine Stellungnahme der Gegen- parteien einzuholen, und auch der Antrag des Gesuchstellers, ihm für das vorlie- gende Revisionsverfahren einen Rechtsanwalt zu bestellen (Urk. 1 S. 2), abzu- weisen ist, da bei diesem Ausgang des Verfahrens auch ni cht auf den Antrag des Ge- suchstellers auf die Einholung einer Stellungnahme von der Vorinstanz ei nzuge- hen i st,

da die Kosten des Revisionsverfahrens ausgangsgemäss dem Gesuchstel- ler aufzuerlegen sind, da das Verhalten des Gesuchstellers aufgrund der Anzahl und der Kadenz der von ihm gestellten (unbegründeten) Revisionsgesuche als rechtsmissbräuch- lich zu betrachten ist, weshalb der Gesuchsteller wie bereits im Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 23. Juni 2016 (SR160013, Urk. 4) noch ei nmal und letztmals ausdrücklich darauf hinzuweisen ist, dass ein nächstes Re- visionsgesuch, sollte darin nicht klar ein Revisionsgrund bezeichnet und glaubhaft gemacht werden, ohne Weiterungen ad acta gelegt würde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6F_1/2015 vom 13. Februar 2015, E. 4),

wird beschlossen: 1. Das Gesuch des Gesuchstellers um Bestellung einer amtlichen Verteidigung wird abgewiesen. 2. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. 3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 500.-- . 4. Die Kosten des Revisionsverfahrens werden dem Gesuchsteller auferlegt. 5. Der Gesuchsteller wird letztmals darauf hingewiesen, dass ein nächstes Re- visionsgesuch, sollte darin nicht klar ein Revisionsgrund bezeichnet und glaubhaft gemacht werden, ohne Weiterungen ad acta gelegt wird. 6. Schri ftli che Mi ttei lung an − den Gesuchsteller − die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfäl- liger Rechtsmittel an

− die Vorinstanz − das Migrationsamt des Kantons Zürich. 7. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtli che Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge- richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich II. Strafkammer

Züri ch, 11. November 2016

Der Präsident:

Oberrichter lic. iur. Spiess

Die Gerichtsschreiberin:

li c. i ur. Leuthard

Palavras-chave

revisionnon-entryabuse of rightscourt-appointed counselcostscriminal procedure

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the revision request should be entered into under Art. 412(2) StPO.

Decisão extraída

No entry was to be made because the request repeated issues already raised and rejected in earlier revision proceedings and no clear, credible revision ground was shown.

Fundamentação extraída

The court found abusive repetition of previously adjudicated arguments and relied on the prior warning that another unsupported revision request would not be entertained.

Questão jurídica principal

Whether the applicant should be granted court-appointed counsel for the revision proceedings.

Decisão extraída

The request for appointed counsel was denied.

Fundamentação extraída

Given the non-entry outcome, there was no basis to appoint counsel.

Questão jurídica principal

How the costs of the revision proceedings should be allocated.

Decisão extraída

The costs were imposed on the applicant.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome, and the repeated, unfounded revision filings were deemed abusive.

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