Non-entry due to unpaid appeal security

SB150100Tribunal Superior16 de abr. de 2015Dismissed

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The Zurich Cantonal Court of Appeal, Criminal Chamber, did not enter into the private complainant's appeal against the Meilen District Court judgment because she failed to pay the ordered CHF 8,000 security for costs within the time limit. She had informed the court that she could not provide the security and had no successful claim to legal aid. As the unsuccessful party, she was ordered to bear the second-instance court fee of CHF 400 and to pay the accused CHF 411.50 in compensation.

Sumário Omnilex

Art. 383 StPO, Art. 428 Abs. 1 StPO, Art. 429 Abs. 1 lit. a and Art. 436 Abs. 1 StPO; non-payment of security for costs in appeal proceedings: where the appellant, after due warning, fails to furnish the ordered security within the prescribed period and no waiver or legal aid is granted, the appellate court must not enter into the appeal. A party on whose appeal no entry is made is deemed unsuccessful for costs purposes and bears the court fee as well as the opposing party's necessary expenses.

Texto completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer

Geschäfts-Nr.: SB150100-O/U/jv

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, Ersatzoberrichter lic. iur. B. Gut und Ersatzoberrichterin lic. iur. I. Erb sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Maurer Beschluss vom 16. April 2015

i n Sachen

A., Privatklägerin und Berufungsklägerin vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X.

sowie

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, Anklägerin

gegen

B., Beschuldigter und Berufungsbeklagter verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. Y.

betreffend Drohung etc. Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Meilen, Einzelgericht, vom 12. Januar 2015 (GG140021)

Erwägungen: 1. Am 16. Januar 2015 liess die Privatklägerin gegen das Urteil des Bezirksge- richts Meilen, Einzelgericht in Strafsachen, vom 12. Januar 2015 fristgerecht Be- rufung anmelden (Urk. 37). Nachdem das begründete Urteil dem Vertreter der Privatklägerin am 27. Februar 2015 zugestellt wurde (Urk. 39/3), liess die Privat- klägerin innerhalb der in Art. 399 Abs. 3 StPO festgelegten gesetzlichen Frist von 20 Tagen ab Zustellung des begründeten Entscheides am 19. März 2015 (Datum des Poststempels: 18. März 2015) die Berufungserklärung einreichen (Urk. 43). Mit Präsidialverfügung vom 20. März 2015 wurde ihr in Anwendung von Art. 383 StPO eine zehntägige Frist angesetzt, um zur Deckung von allfälligen Prozess- kosten und Entschädigungen an die Gegenpartei eine Prozesskaution von Fr. 8'000.– zu lei sten (Urk. 45). Mit Eingabe vom 7. April 2015 liess die Privatklä- gerin durch ihren Vertreter mitteilen, dass sie die geforderte Kaution nicht aufzu- bringen vermöge, auch nicht ratenweise. Gleichzeitig könne sie einen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege nicht erfolgreich geltend machen, weshalb das vorliegende Berufungsverfahren zu einem Ende gelange. Damit werde das Straf- verfahren definitiv beendigt (Urk. 47). Da die Präsidialverfügung vom 20. März 2015 vom Vertreter der Privatklägerin am 24. März 2015 entgegengenommen wurde (Urk. 46), die Frist zur Leistung der Prozesskaution damit am 7. April 2015 ablief und innert Frist keine Kaution bei der Obergerichtskasse einging und da der Privatklägerin die unentgeltliche Prozessführung nicht gewährt bzw. kein entspre- chendes Gesuch gestellt wurde, ist androhungsgemäss auf die Berufung der Privatklägerin vom 16. Januar 2015 ni cht ei nzutreten (vgl. Urk. 45). 2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens und Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ausgangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfahren mit einer Gerichtsgebühr von Fr. 400.– damit der Privatklägerin aufzuerlegen. Zudem ist die Privatklägerin zu verpflichten, dem Beschuldigten für seine Aufwendungen und Auslagen i m Berufungsverfahren ei ne Prozessentschädigung von Fr. 411.50 (vgl. Urk. 49) zu entri chten (Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO).

Es wird beschlossen: 1. Auf die Berufung der Privatklägerin vom 16. Januar 2015 wird nicht eingetre- ten. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 400.–. 3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Privatklägerin auferlegt. 4. Die Privatklägerin wird verpflichtet, dem Beschuldigten für das Berufungs- ve rfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 411.50 zu entri chten. 5. Schri ftli che Mi ttei lung an − Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin B._____ − die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten − die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz. 6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtli che Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes- gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes. Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer

Züri ch, 16. April 2015

Der Präsident:

lic. iur. P. Marti

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. S. Maurer

Palavras-chave

appeal securitynon-entryprivate complainantcriminal appealcostsparty compensation

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the private complainant's appeal could be entered into despite failure to pay the ordered security for costs

Decisão extraída

No entry could be made because the ordered security was not paid within the set time limit and no legal-aid request justified waiver.

Fundamentação extraída

The appellant was duly warned, the ten-day period expired without payment, and neither court fee waiver nor unentgeltliche Prozessführung was granted or even properly requested.

Questão jurídica principal

Allocation of appeal costs and compensation

Decisão extraída

The costs of the appellate proceedings and the respondent's compensation were imposed on the private complainant as the unsuccessful party.

Fundamentação extraída

Under Art. 428(1) StPO, a party whose appeal is not entered into is treated as losing; therefore she bears the court fee and must compensate the accused for necessary expenses.

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