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SB140576 ΓÇó Appeal withdrawn in trespass case
SB140576Tribunal Superior20 de jan. de 2015Dismissed
The Zurich High Court noted that the public prosecutor withdrew its appeal against the Bülach District Court judgment in a trespass case. The appellate proceedings were therefore struck off as concluded, and the first-instance judgment became final. Applying the rule on costs after withdrawal, the court charged no second-instance fee, placed the appellate costs on the court treasury, and refused compensation because no compensable expenses were apparent.
Art. 428 Abs. 1 StPO; withdrawal of an appeal and allocation of appellate costs. Where the appellant withdraws the appeal, the appellate proceedings are to be struck off as concluded and the challenged judgment becomes final. For costs purposes, the withdrawing party is deemed to have lost; if the public prosecution withdraws, the procedural canton bears the costs. Compensation is only awarded where reimbursable outlays are shown; absent identifiable expenses, no indemnity is due (consid. 2).
Obergericht des Kantons Zürich II. Strafkammer
Geschäfts-Nr.: SB140576-O/U/cw
Mitwirkend: die Oberrichter D r. Bussmann, Präsident, lic. iur. Ruggli und lic. iur. Stiefel sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. Schwarzenbach-Oswa ld Beschluss vom 20. Januar 2015
i n Sachen
Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, Untersuchungsbehörde und Berufungsklägerin
gegen
A._____, Beschuldigter und Berufungsbeklagter
verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____
betreffend Hausfriedensbruch
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einz elgericht, vom 28. August 2014 (GG130052)
Erwägungen: Am 4. September 2014 meldete die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland ge- gen das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht, vom 28. August 2014 Berufung an (Urk. 23). Mit Eingabe vom 16. Dezember 2014, eingegangen bei der hiesigen Kammer am 18. Dezember 2014, hat die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland die Beru- fung zurückgezogen (Urk. 33). Das Verfahren ist demgemäss als erledigt abzu- schreiben. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). Unterliegt die Staatsanwalt- schaft, trägt der verfahrensführende Kanton die Kosten (Schmid, StPO Praxis- kommentar, 2. Aufl., Art. 428 N 3). Mangels erkennbarer Umtriebe sind keine Ent- schädi gungen zuzuspreche n. Es wird beschlossen: 1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufung erledigt abgeschrieben. Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht, vom 28. August 2014 rechtskräftig. 2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz. 3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse genom- men. 4. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an − die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten − die Privatklägerin sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfäl- liger Rechtsmittel an − die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten) 6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtli che Beschwerde in Straf- sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge- richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts- gesetzes.
Obergericht des Kantons Zürich II. Strafkammer
Zürich, 20. Januar 2015
Der Präsident:
Oberrichter Dr. Bussmann
Die Gerichtsschreiberin:
lic. iur. Schwarzenbach-Oswald