Appeal against debt enforcement legal opening dismissed

RT170137Tribunal Superior26 de jul. de 2017Dismissed

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Resumo Omnilex

The Zurich High Court dismissed the debtor’s appeal against a summary judgment granting definitive legal opening for unpaid maintenance. The debtor argued for the first time on appeal that the amount had already been paid through payroll deductions and submitted wage statements. The court held that these assertions and documents were inadmissible new facts and evidence under Art. 326 ZPO because they had not been raised before the first instance. Finding no other challenge to the lower court’s reasoning, the court left the legal opening order intact and imposed the appeal costs on the debtor, with no compensation to the creditor.

Sumário Omnilex

Art. 320, 326 ZPO; Art. 80 SchKG; appeal against definitive legal opening in summary proceedings; new facts and evidence on appeal. New factual allegations and supporting documents first submitted on appeal are inadmissible under the strict novum rule of Art. 326(1) ZPO and cannot be used to defeat definitive legal opening. If the appellant raises no substantiated criticism of the lower court’s legal reasoning or factual findings, the appeal is dismissed. A final maintenance judgment constitutes a definitive legal-opening title within the meaning of Art. 80 SchKG; appellate costs follow the outcome, and party compensation is only awarded where relevant compensable effort is shown.

Texto completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT170137-O/U

Mitwirkend: Oberrichter Dr. H.A. Müller, Vorsitzender, Oberrichter Dr. M. Kriech und Ersatzoberrichter Dr. M. Nietlispach sowie Leitende Geri chts- schreiberin lic. i ur. E. Ferreño. Urteil vom 26. Juli 2017

i n Sachen

A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer

gegen

B._____, Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah- ren am Bezirksgericht Winterthur vom 22. Juni 2017 (EB170230-K)

Erwägungen: 1. a) Mit Urteil vom 22. Juni 2017 erteilte die Vorinstanz der Gesuch- stellerin und Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin) in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Winterthur-Stadt (Zahlungsbefehl vom 5. Mai 2017) – für ausstehende Unterhaltszahlungen – definitive Rechtsöffnung für Fr. 550.– nebst Zi ns zu 5 % seit 5. Mai 2017 sowie Fr. 53.30 Zahlungsbefehlskosten. Im Mehrbe- trag (Zins) wies die Vori nstanz das Begehren ab (Urk. 10 = Urk. 13). b) Hiergegen erhob der Gesuchsgegner und Beschwerdeführer (fortan Gesuchsgegner) mit Eingabe vom 12. Juli 2017, eingegangen am 17. Juli 2017, fristgerecht Beschwerde mit dem Antrag (Urk. 12 S. 1): Der Entscheid sei aufzuheben und di e Rechtsöffnung sei zu verwei- gern. 2. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen- sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Die Beschwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststel- lung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., Art. 321 N 15; BK ZPO-Sterchi, Art. 321 N 17 ff.). 3. a) Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, der Gesuchsgegner habe si ch i nnert der i hm mi t Verfügung vom 6. Juni 2017 angesetzten Frist zur Stel- lungnahme zum Rechtsöffnungsgesuc h ni cht vernehmen lassen, weshalb andro- hungsgemäss aufgrund der Akten entschieden werde (Urk. 13 S. 2). Das rechts- kräftige Eheschutzurteil vom 8. April 2015, welches den Gesuchsgegner verpflich- te, der Gesuchstellerin auf den Ersten eines jeden Monats Unterhaltsbeiträge von Fr. 275.– ab 1. Mai 2015 zu bezahlen, stelle einen definitiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 SchKG dar (Urk. 13 S. 3). Die Höhe der verlangten Unter- haltsbeiträge für die Monate Januar und Februar 2017 sei ausgewiesen und fällig (Urk. 13 S. 3 f.). Der Verzugszi ns von 5 % sei nicht ab 2. Januar bzw. 2. Februar 2017, sondern ab 5. Mai 2017 – Datum des Zahlungsbefehls – geschuldet

(Urk. 13 S. 4). Die Zahlungsbefehlskosten von Fr. 53.30 seien ebenfalls ausge- wiesen (Urk. 13 S. 5). b) Der Gesuchsgegner rügt, sein Arbeitgeber ziehe i hm die geschul- deten Unterhaltsbeiträge jeden Monat von seinem Lohn ab. Diese würden mit ei- nem Dauerauftrag direkt an die Gesuchstellerin überwiesen. Die Buchhaltung des Arbeitgebers sei Anfang des Jahres umgestellt worden, weshalb die Überweisung der Unterhaltsbeiträge für die Monate Januar und Februar 2017 mit der Lohnzah- lung von Ende Februar 2017, total Fr. 550.–, erfolgt sei. Damit sei der verlangte Betrag getilgt (Urk. 12 S. 1). Der Gesuchsgegner liess vor Vorinstanz die Frist zur Stellungnahme zum Rechtsöffnungsges uc h der Gesuchstelleri n unbenutzt verstrei chen. Sei n Ei nwand erweist sich als verspätet, sind doch neue Anträge, neue Tatsachenbe- hauptungen und neue Beweismittel nach Art. 326 Abs. 1 ZPO im Beschwerdever- fahren ausgeschlossen, d.h. was im erstinstanzlichen Verfahren nicht vorgetragen wurde, kann im Beschwerdeverfahren nicht mehr geltend gemacht bzw. nachge- holt werden. Das Novenverbot ist umfassend (Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., Art. 326 N 3 f.). Dieser vom Gesuchsgegner erstmals nach Zustellung des vor- i nstanzli chen Urtei ls im Dispositiv (vgl. Urk. 8) und auch im Beschwerdeverfahren (nachträglich) gelieferte Ei nwand ist als neu vorgebrachte Tatsachenbehauptung unzulässi g und im Beschwerdeverfahren unbeachtli ch (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Dasselbe trifft auf die von ihm nach Zustellung des vorinstanzlichen Urteils im Dispositiv und nun im Beschwerdeverfahren zu den Akten gereichten Lohnab- rechnungen der Monate Dezember 2016 und Februar bis Mai 2017 zu. Sie erfol- gen verspätet und si nd daher ni cht zu beachten (Urk. 15/1-5 und Urk. 9/1-5). Der Gesuchsgegner erhebt keine weiteren Rügen gegen das angefochtene Urteil bzw. bringt nichts vor, was die Rechtsanwendung der Vorinstanz unrichtig oder ihre Sachverhaltsfeststellung gar offensichtli ch unri chti g erschei nen lassen würde (Urk. 12). c) Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet. Es kann daher davon abgesehen werden, eine Beschwerdeantwort

der Gesuchstellerin oder eine Stellungnahme der Vorinstanz einzuholen (Art. 322 ZPO, Art. 324 ZPO). Die Beschwerde ist abzuweisen. 4. a) Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten des Beschwerdever- fahrens dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die zweitin- stanzli che Spruchgebühr i st i n Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 150.– festzusetzen. b) Der Gesuchstellerin ist mangels relevanter Umtriebe im Be- schwerdeverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird erkannt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt. 3. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren werden dem Gesuchsgegner auf- erlegt. 4. Es werden keine Parteientschädigungen für das Beschwerdeverfahren zu- gesprochen. 5. Schri ftli che Mi ttei lung an di e Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage der Doppel von Urk. 12 und 14 sowie Urk. 15/1-5 in Kopie, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. D i e ersti nstanzli che n Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbi ndung mi t Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 603.30. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 26. Juli 2017

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Die Leitende Gerichtsschreiberin:

lic. iur. E. Ferreño

versandt am: cm

Palavras-chave

debt enforcementdefinitive legal openingmaintenance arrearsnew facts on appealnovum ruleappeal costs

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Questão jurídica principal

Whether the appeal could succeed based on alleged payment of the maintenance debt

Decisão extraída

The payment objection was inadmissible because it was raised only on appeal and was therefore a new factual allegation barred by the novum rule.

Fundamentação extraída

The appellant had failed to respond before the first instance and could not introduce new factual assertions or evidence on appeal under Art. 326(1) ZPO. The submitted payroll statements were also late and disregarded.

Questão jurídica principal

Whether the first-instance grant of definitive legal opening should be overturned

Decisão extraída

No. The appellate court found no erroneous application of law and no obviously incorrect finding of fact by the first instance.

Fundamentação extraída

The lower court correctly relied on the final maintenance judgment as a definitive legal-opening title and properly granted opening for the stated maintenance arrears and enforcement costs.

Questão jurídica principal

Costs and party compensation on appeal

Decisão extraída

Appellate costs were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded to the respondent.

Fundamentação extraída

Costs followed the outcome; the respondent incurred no relevant compensable effort in the appeal.

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