Appeal dismissed as untimely and lacking standing

RT150007Tribunal Superior23 de jan. de 2015Inadmissible

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The appellant challenged a district-court order in summary debt-enforcement proceedings concerning definitive legal enforcement for unpaid 2012 taxes. The High Court held that the appeal was out of time because the 10-day CPC deadline had expired before the filing was posted. It further noted that, even if timely, the appeal would have been inadmissible because the appellant was not adversely affected by the first-instance order, which imposed obligations only on the tax authorities. The appeal was therefore not entered into. No court costs were charged and no party compensation was awarded.

Sumário Omnilex

Art. 321 Abs. 2 ZPO, Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO, Art. 60 ZPO; appeal admissibility in summary proceedings: a cantonal appeal is inadmissible if filed after expiry of the statutory period. Independently of timeliness, the appeal is barred for lack of standing where the challenged decision does not impose any burden on the appellant and he is not legally disadvantaged thereby. The court examines the procedural prerequisites ex officio (consid. 2.1–2.2). Where the appeal is manifestly inadmissible, no response need be invited (Art. 322 Abs. 1 ZPO); costs and party compensation may be waived depending on the circumstances and lack of compensable effort (Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Texto completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT150007-O/U.doc

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunzi ker Schni der, Vorsitzende, Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. M. Schaffitz sowie Gerichts- schreiberin lic. i ur. K. Montani Schmi dt Beschluss vom 23. Januar 2015

i n Sachen

A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer

gegen

Staat Zürich und Gemeinde B._____, Gesuchsteller und Beschwerdegegner

vertreten durch Steueramt B._____,

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 11. November 2014 (EB140483-I)

Erwägungen: 1.1 Am 5. November 2014 stellten die Gesuchsteller und Beschwerdegeg- ner (fortan Gesuchsteller) das Gesuch, es sei ihnen in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Volketswil (Zahlungsbefehl vom 26. August 2014), welche sie gegen den Gesuchsgegner und Beschwerdeführer (fortan Gesuchsgegner) einge- leitet hatten, für ausstehende Steuern betreffend das Jahr 2012 für Fr. 9'491.25 nebst 4.5 % Zins seit 26. August 2014 sowie für aufgelaufenen Zinsen bis zum 25. August 2014 von Fr. 350.– definitive Rechtsöffnung zu erteilen (Urk. 3/1-3/1- 6). Mit Verfügung vom 11. November 2014 auferlegte die Vorinstanz den Ge- suchstellern die Pflicht zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 300.– (Urk. 2 S. 2 Dispositivziffer 1). Nach Eingang desselben wurden die Par- teien mit Verfügung vom 27. November 2014 zur Verhandlung auf den 19. Januar 2015 vorgeladen (Urk. 3/7). Gleichentags erging das unbegründete Urteil (Urk. 3/12). 1.2 Mit Schreiben vom 11. Januar 2015 (gleichentags zur Post gegeben, eingegangen am 16. Januar 2015) erhob der Gesuchsgegner gegen die vo- ri nstanzli che Verfügung vom 11. November 2014 Beschwerde mit dem si nnge- mässen Begehren, es sei das Rechtsöffnungsbegehren abzuweisen (Urk. 1). 2.1 Die vorinstanzliche Verfügung vom 11. November 2014 wurde dem Gesuchsgegner am 19. November 2014 zugestellt (Urk. 3/5). Entsprechend ende- te die 10-tägige Beschwerdefrist gemäss Art. 321 Abs. 2 ZPO (vgl. die zutreffende Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Entscheid) am Montag, dem 1. Dezem- ber 2014 (Art. 142 ZPO). Indem der Gesuchsgegner seine Eingabe erst am 15. Januar 2015 der Schweizerischen Post zu Handen des Gerichts übergeben hat (Art. 143 Abs. 1 ZPO), ist vorliegende Eingabe verspätet. Dementsprechend ist auf die Beschwerde infolge Verspätung nicht einzutreten. 2.2 Selbst wenn aber die Beschwerde rechtzeitig erfolgt wäre, wäre hierauf nicht einzutreten gewesen. So prüft das Gericht von Amtes wegen, ob die Pro- zessvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 60 ZPO). Hierzu gehört unter anderem die Frage, ob die Partei, welche ein Rechtsmittel einlegt, durch den angefochtenen

Entscheid beschwert ist (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). Mit Verfügung vom 11. No- vember 2014 hatte die Vorinstanz die gesuchstellende Partei verpflichtet, ei nen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 150.– zu leisten (Urk. 2 S. 2 Dispositivzif- fer 2). Indes wurde der Gesuchsgegner zu nichts verpflichtet, weshalb er durch den angefochtenen Entscheid in keiner Weise einen Nachteil hat. Damit wäre auf die Beschwerde ohnehin nicht einzutreten gewesen. 2.3 Entsprechend erweist sich die vorliegende Beschwerde als offensicht- lich unzulässig, weshalb auf das Einholen einer Beschwerdeantwort der Gegen- partei verzichtet werden kann (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 3.1 Umständehalber ist auf die Erhebung von Kosten zu verzichten. 3.2 Den Gesuchstellern ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerde- verfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsteller unter Beilage ei- nes Doppels von Urk. 1, sowie an das Ei nzelgeri cht i m summari schen Ver- fahren am Bezirksgericht Uster, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist i nnert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt in der Hauptsache Fr. 9'491.25. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Züri ch, 23. Januar 2015

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin:

li c. i ur. K. Montani Schmi dt

versandt am: js

Palavras-chave

debt enforcementlegal enforcementappeal deadlinestandingadmissibilitycostsparty compensationsummary proceedings

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the appeal against the first-instance order was filed within the statutory deadline.

Decisão extraída

No; the appeal was filed long after the 10-day deadline expired.

Fundamentação extraída

The order was served on 2014-11-19 and the deadline under Art. 321(2) CPC expired on 2014-12-01, but the filing was handed to the post only on 2015-01-15.

Questão jurídica principal

Whether the appellant had standing to appeal because he was adversely affected by the order.

Decisão extraída

No; the order imposed obligations only on the applicants, not on the appellant.

Fundamentação extraída

Standing requires a legal detriment from the challenged decision. Since the appellant was not ordered to do anything, he lacked a protected interest and therefore lacked appeal standing.

Questão jurídica principal

Costs and party compensation in the appeal proceedings.

Decisão extraída

No court costs were charged and no party compensation was awarded.

Fundamentação extraída

Given the circumstances and lack of relevant effort by the respondents, the court waived costs and denied compensation.

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