Appeal inadmissible for lack of concrete requests

RT140202Tribunal Superior9 de jan. de 2015Dismissed

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The Zurich Court of Appeal held that the debtor's complaint against the district court's non-entry decision was inadmissible. The appellant had not set out any concrete requests, as required by Art. 321 ZPO, so the court could not determine the extent of the challenge. In addition, he lacked appealable detriment with respect to the lower court's dispositive items because the first-instance decision imposed no obligation on him. The court waived costs and denied compensation for the respondent.

Sumário Omnilex

Art. 321 ZPO; appeal requirements and legal interest; an appeal must contain concrete requests indicating the extent of the challenge, otherwise the remedy is inadmissible. A mere declaration of disagreement does not suffice. In addition, an appeal is inadmissible where the appellant is not adversely affected by the challenged dispositive portion and therefore lacks appealable detriment (consid. 2). Costs may be waived exceptionally in the appeal proceedings, and party compensation may be denied where no significant effort was incurred (consid. 3).

Texto completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT140202-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichts- schreiber lic. iur. A. Baumgartner Beschluss vom 9. Januar 2015

in Sachen

A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer

gegen

Kanton Zürich, Gesuchsteller und Beschwerdegegner

vertreten durch Statthalteramt des Bezirkes Zürich

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht Zürich vom 27. November 2014 (EB141665-L)

Erwägungen: 1. a) Mit Eingabe vom 25. November 2014 stellte der Gesuchsteller und Be- schwerdegegner (fortan Gesuchsteller) bei der Vorinstanz das sinngemässe Rechtsbegehren, es sei ihm definitive Rechtsöffnung zu erteilen in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Engstringen (Zahlungsbefehl vom 1. September 2014) für Fr. 300.– Busse, Fr. 330.– Gebühren, Fr. 60.– Auslagen und Fr. 83.30 Betreibungskosten; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Ge- suchsgegners und Beschwerdeführers (fortan Gesuchsgegner; Urk. 1 f.). Mit Verfügung vom 27. November 2014 wurde auf das obgenannte Rechts- öffnungsgesuch nicht eingetreten. Die erstinstanzliche Richterin entschied so- dann, dass in Anwendung von Art. 116 ZPO in Verbindung mit § 200 lit. a GOG die Spruchgebühr ausser Ansatz falle. Schliesslich stehe dem Gesuchsgegner keine Parteientschädigung zu, da er nicht anzuhören gewesen sei (Urk. 10). b) Innert Frist erhob der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 17. Dezember 2014 gegen obgenannte Verfügung Beschwerde. Er führte in seiner Eingabe ein- zig aus, dass er die Verfügung vom 27. November 2014 anfechte (Urk. 9). 2. a) Die Beschwerde gemäss Art. 319 ff. ZPO hat konkrete Rechtsbegehren zu enthalten, aus denen hervorgeht, in welchem Umfang der vorinstanzliche Ent- scheid angefochten wird (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 321 N 14). Die Beschwerdeschrift des Gesuchsgegners erfüllt diese formellen Anforde- rungen nicht. Sie enthält keine Anträge bzw. Rechtsbegehren. So bleibt vorlie- gend unklar, ob der Gesuchsgegner rügen möchte, dass ihm durch die erstin- stanzliche Richterin keine Parteientschädigung zugesprochen wurde. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten.

b) In Bezug auf die Dispositivziffern 1 und 2 der angefochtenen Verfügung ist auf die Beschwerde des Gesuchsgegners auch mangels Beschwer nicht einzu- treten, da er durch die angefochtene Verfügung zu nichts verpflichtet wurde. 3. Es rechtfertigt sich, für das Beschwerdeverfahren umständehalber auf Kostenerhebung zu verzichten. Mangels wesentlicher Umtriebe ist dem Gesuch- steller für das Beschwerdeverfahren sodann keine Entschädigung zuzusprechen.

Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde des Gesuchsgegners wird nicht eingetreten. 2. Es werden für das Beschwerdeverfahren keine Kosten erhoben. 3. Dem Gesuchsteller wird für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschä- digung zugesprochen. 4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage einer Kopie der Urk. 9, sowie an das Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht Audienz, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert der Haupt- sache beträgt weniger als Fr. 30'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 9. Januar 2015

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. A. Baumgartner

versandt am: js

Palavras-chave

appeal admissibilityconcrete requestslegal interestdebt enforcementnon-entryparty compensationcourt costs

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Questão jurídica principal

Whether the appeal met the formal requirements of Art. 321 ZPO, in particular concrete requests

Decisão extraída

The appeal did not contain any requests and therefore did not satisfy the formal requirements.

Fundamentação extraída

An appeal must state concrete legal requests showing the extent of the challenged decision. Because the appellant filed only a statement that he contested the order, the scope of the challenge remained unclear.

Questão jurídica principal

Whether the appellant had standing to challenge the lower court's dispositive items 1 and 2

Decisão extraída

The appeal was also inadmissible for lack of legal interest because the appellant was not ordered to do anything by the first-instance decision.

Fundamentação extraída

Without being burdened by the challenged dispositive parts, the appellant lacked an appealable detriment.

Questão jurídica principal

Costs and party compensation in the appeal proceedings

Decisão extraída

No court costs were charged and no party compensation was awarded to the respondent.

Fundamentação extraída

Given the circumstances, it was justified to waive costs; due to the absence of significant efforts, no compensation was owed.

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