Appeal inadmissible because appellant was not aggrieved

RT120173Tribunal Superior30 de nov. de 2012Inadmissible

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The Zurich High Court held that the debtor could not appeal an order that burdened only the Canton of Zurich with a cost advance in a summary debt-enforcement matter. Because the appellant was not adversely affected by the lower court's decision, the appeal was inadmissible. The court fixed the second-instance fee at CHF 150, charged it to the appellant, and denied any party compensation to the respondent. It also indicated that the case was a non-suspensive interlocutory decision and that a further appeal to the Federal Supreme Court was possible under the BGG.

Sumário Omnilex

Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO; Beschwerdelegitimation requires being adversely affected by the challenged decision. A party is not entitled to appeal against an order that imposes obligations solely on the opposing party and does not touch its own legal position. The court must examine ex officio the procedural prerequisites under Art. 60 ZPO. Where the appeal is inadmissible, costs are allocated according to the outcome under Art. 106 Abs. 1 ZPO; party compensation may be denied if no compensable effort was incurred (Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Texto completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT120173-O/U

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin Dr. M. Schaf- fitz und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Montani Schmidt Beschluss vom 30. November 2012

in Sachen

A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer

gegen

Kanton Zürich, Gesuchsteller und Beschwerdegegner

vertreten durch Kantonales Steueramt Zürich

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 2. Oktober 2012 (EB120480)

Erwägungen: 1.1 Die Parteien stehen sich seit dem 18. September 2012 in einem Rechtsöffnungsverfahren betreffend ausstehende Steuern vor Vorinstanz gegen- über (Urk. 7). Mit Verfügung vom 2. Oktober 2012 auferlegte die Vorinstanz dem Gesuchsteller und Beschwerdegegner (fortan Gesuchsteller) die Pflicht zur Leis- tung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 150.– (Urk. 2 S. 3). 1.2 Mit Schreiben vom 18. Oktober 2012 (Datum Poststempel: 20. Oktober 2012) erhob der Gesuchsgegner und Beschwerdeführer (fortan Gesuchsgegner) innert Frist Beschwerde (Urk. 1). 1.3 Mit Schreiben vom 22. Oktober 2012 wurde dem Gesuchsgegner die Gelegenheit eingeräumt, auf die Durchführung eines formellen Beschwerdever- fahrens zu verzichten, da er durch die von ihm angefochtene Verfügung nicht be- schwert ist (dazu nachfolgend Erw. 2; Urk. 3). Hierauf teilte der Gesuchsgegner mit Schreiben vom 31. Oktober 2012 (Datum Poststempel: 2. November 2012) in- nert Frist mit, auf einem Beschwerdeverfahren bestehen zu wollen (Urk. 5). Ent- sprechend ist ein solches durchzuführen. 2.1 Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 60 ZPO). Hierzu gehört unter anderem die Frage, ob die Partei, welche ein Rechtsmittel einlegt, durch den angefochtenen Entscheid beschwert ist (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). 2.2 Mit Verfügung vom 2. Oktober 2012 verpflichtete die Vorinstanz die klagende Partei, also den Kanton Zürich, einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 150.– zu leisten (Urk. 2 S. 2 f. Dispositivziffer 1). Indes wurde der Gesuchs- gegner zu nichts verpflichtet, weshalb er durch den angefochtenen Entscheid in keiner Weise beschwert ist. Dementsprechend ist auf die vorliegende Beschwer- de nicht einzutreten. 3.1 Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf Fr. 150.–

festzulegen und ausgangsgemäss dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). b) Dem Gesuchsteller ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerde- verfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde des Gesuchsgegners wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage einer Kopie von Urk. 1 und Urk. 6, sowie an das Einzelgericht im summari- schen Verfahren am Bezirksgericht Uster, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 150.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 30. November 2012

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. K. Montani Schmidt

versandt am: ss

Palavras-chave

debt enforcementstandingaggrievementcost advanceinadmissibilitycourt costsparty compensation

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Questão jurídica principal

Whether the appellant was entitled to appeal against the lower court order requiring the creditor to pay a cost advance

Decisão extraída

No. The challenged order imposed duties only on the Canton of Zurich, so the debtor was not adversely affected and lacked standing to appeal.

Fundamentação extraída

The court examined ex officio whether procedural requirements were met, including whether the appellant was aggrieved under Art. 59(2)(a) ZPO. Since the order burdened only the applicant/creditor and not the appellant, there was no legally protected interest in the appeal.

Questão jurídica principal

Allocation of appellate court costs

Decisão extraída

The appellate court costs were set at CHF 150 and imposed on the appellant.

Fundamentação extraída

Costs follow the event under Art. 106(1) ZPO; the appellant lost on admissibility.

Questão jurídica principal

Whether the respondent was entitled to party compensation for the appeal

Decisão extraída

No party compensation was awarded because the respondent incurred no relevant effort in the appeal proceedings.

Fundamentação extraída

The court found no compensable expenses under Art. 95(3) ZPO.

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