Appeal inadmissible against refusal to extend deadline

RT120157Tribunal Superior29 de out. de 2012Inadmissible

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The Zurich High Court considered an appeal by A._____ AG against the refusal of the Uster District Court to extend the deadline for filing an answer in summary proceedings. It held that the order was not appealable because no irreparable harm was shown: if the answer were missed, Art. 223 ZPO still allows a short grace period in which the defendant can fully exercise its rights. The court therefore did not enter into the appeal, set the appeal fee at CHF 150, charged it to the defendant, and denied any party compensation to the plaintiff.

Sumário Omnilex

Art. 319 lit. b ZPO; appeal against a procedural order refusing an extension of time for the statement of defence: admissibility requires a not easily reparable prejudice. If, under Art. 223 Abs. 1 ZPO, the defendant remains able to assert its rights within the statutory short grace period following a missed answer, such prejudice is excluded. The order is thus not open to appeal and the appeal is inadmissible (consid. 2). Costs follow the outcome; where the respondent incurs no relevant expense, no party compensation is awarded (Art. 103, 106 Abs. 1, 95 Abs. 3 ZPO; Art. 48, 61 Abs. 1 GebV SchKG).

Texto completo

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: RT120157-O/U

Mitwirkend: Oberrichter Dr. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin Dr. M. Schaffitz und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiber lic. iur. Ch. Büchi Beschluss vom 29. Oktober 2012

in Sachen

A._____ AG, Beklagte und Beschwerdeführerin

gegen

B._____ Stiftung, Klägerin und Beschwerdegegnerin

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____

betreffend Rechtsöffnung

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Uster vom 27. September 2012 (EB120421)

Erwägungen: 1. a) Mit Verfügung vom 27. September 2012 verfügte die Vorinstanz das Folgende (Urk. 2 S. 2): "1. Das erneute Fristerstreckungsgesuch der Beklagten wird abgewiesen. Die mit Verfügung vom 12. September 2012 angesetzte Frist von 14 Tagen endet am 28. September 2012. 2. (Schriftliche Mitteilung.)" b) Hiergegen hat die Beklagte und Beschwerdeführerin (fortan Beklagte) mit Eingabe vom 5. Oktober 2012 fristgerecht Beschwerde erhoben und stellte dabei folgende Anträge (Urk. 1 S. 1 f.): "1. Es sei die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 27.9.2012 aufzuheben und Fristverlängerungsgesuch zu Klageantwort zu genehmigen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei." c) Da sich die Beschwerde sogleich als unbegründet bzw. unzulässig er- weist, kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei verzich- tet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 2. a) Gegen die (prozessleitende) Verfügung der Vorinstanz vom 27. Sep- tember 2012 ist die Beschwerde - von der hier ausser Betracht fallenden alterna- tiven Voraussetzung nach Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO abgesehen - nur zulässig, wenn der Beklagten durch sie ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b ZPO). b) Gemäss Art. 223 Abs. 1 ZPO setzt das Gericht bei versäumter Kla- geantwort eine kurze Nachfrist. Aus dieser Gesetzesbestimmung resultiert, dass die Beklagte ihre Rechte noch innert der ihr allfällig anzusetzenden Nachfrist voll- umfänglich wahrnehmen kann. Ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil für die Beklagte ist demnach zu verneinen. Die angefochtene Verfügung ist demnach

der Beschwerde nicht zugänglich, weshalb im Ergebnis auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. 3. a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beklagten aufzuerlegen (Art. 103 ZPO i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf Fr. 150.– festzusetzen. b) Der Klägerin ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird beschlossen: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt. 3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Beklagten aufer- legt. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien je gegen Empfangsschein, an die Klä- gerin und Beschwerdegegnerin unter Beilage eines Doppels von act. 2, so- wie an das Bezirksgericht Uster unter Beilage der erstinstanzlichen Akten. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 92 f. BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 18'720.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 29. Oktober 2012

Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Ch. Büchi

versandt am: js

Palavras-chave

appeal admissibilityirreparable harmdeadline extensionsummary proceedingscourt costsparty compensation

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Questão jurídica principal

Whether the refusal to extend the deadline was appealable because it caused irreparable harm

Decisão extraída

The order was not appealable because any potential prejudice could still be cured within the short statutory grace period for a missed answer.

Fundamentação extraída

Under Art. 319 lit. b ZPO, a procedural order is appealable only if it causes not easily reparable harm. Since Art. 223 para. 1 ZPO still allows the defendant to exercise its rights within the additional deadline to be set by the court, such harm was denied.

Questão jurídica principal

Who bears the costs of the appeal proceedings

Decisão extraída

The defendant bears the costs of the appeal proceedings, and no party compensation is awarded to the plaintiff.

Fundamentação extraída

Costs follow the outcome; because the appeal was not entered into, the defendant must bear the court costs. The plaintiff incurred no compensable expense in the appeal proceedings.

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