No deletion of inactive company from commercial register

HE170442Tribunal Comercial20 de nov. de 2017Dismissed

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Resumo Omnilex

The Zurich Commercial Court had to decide whether a GmbH should be deleted from the commercial register as a company without business activity and without assets. Although the commercial register office relied on Art. 938a CO and Art. 155 HRegV after a notice from the debt enforcement office and newspaper calls, the sole shareholder and managing director objected and claimed ongoing activity. The court held that, because an earlier bankruptcy order had only recently been annulled and no subsequent lack of assets was shown, the statutory prerequisites for deletion were not established. The request was therefore rejected, with no court costs and no compensation.

Sumário Omnilex

Art. 938a Abs. 1 OR; Art. 155 Abs. 1 HRegV; deletion of a company from the commercial register for lack of business activity and assets requires a sufficiently established current absence of realizable assets. If a bankruptcy order has recently been annulled under Art. 174 Abs. 2 SchKG, the existence of assets may be inferred, and mere inactivity or delayed administrative action does not suffice for deletion. The authority must show that the statutory conditions persist at the time of the decision; absent such proof, deletion is refused (consid. relevant reasoning on solvency inference and temporal gap).

Texto completo

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschä fts-Nr.: HE170442-O U/ei

Mitwirkend: der Oberrichter D r. Johann Zürcher sowie die Gerichtsschreiberin C laudi a Iunco-Feier

Urteil vom 20. November 2017

i n Sachen

  1. A._____, 2. Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger

gegen

B._____ GmbH für ..., Beklagte

betreffend Gesellschaft ohne Geschäftstätigkeit und ohne Aktiven

Der Einz elrichter zieht in Erwägung: Am 10. August 2016 meldete das Betreibungsamt Züri ch 4 dem Handelsregister- amt, dass die Beklagte über keine verwertbaren Aktiven mehr verfüge (act. 2/2). Es lagen zwei Verlustschei ne bzgl. öffentlich-rechtlicher Forderungen vom selben Tag vor (act. 2/2). Das Handelsregisteramt schrieb die Beklagte am 19. September 2016 an (act. 2/3). Das Amt stützte sich auf die Bestimmungen von Art. 938a Abs. 1 OR und Art. 155 Abs. 1 HRegV. Eine Gesellschaft, welche keine Geschäftstätigkeit aufweist und über keine verwertbaren Aktiven verfügt, kann vom Amt gelöscht werden. Offenbar reagierte die Beklagte auf das erwähnte Schreiben vom 19. September 2017 nicht. Der Kläger 2 veranlasste drei Rechnungsrufe, welche vom 7. - 9. August 2017 da- tieren (vgl. act. 2/4, dritte Veröffentlichung). Mit Eingaben an den Kläger 2 vom 19. Oktober 2017 und vom 8. November 2017 machte A._____ als Gesellschafter und einziger Geschäftsführer der Beklagten sein Interesse an der Aufrechterhaltung der Eintragung geltend (act. 2/5, act. 2/6). Er brachte - allerdings ohne Belege - vor, die Beklagte bearbeite diverse Aufträge. Dem Fall haften zwei Besonderheiten an: Zum Einen geht aus dem Handelsregis- tereintrag (act. 2/1) hervor, dass gemäss Urteil des Obergerichtes vom 8. August 2016 das erstinstanzliche Konkurserkenntnis über die Beklagte aufgehoben wor- den war. Das geschah bloss zwei Tage vor den Schreiben des Betreibungsamtes an den Kläger 2 (act. 2/2). Sodann wartete der Kläger 2 rund 10 Monate mit den Rechnungsrufen, ohne dieses lange Zuwarten zu begründen. Ei ne Konkurseröffnung kann nach den Regeln des SchKG nur aufgehoben wer- den, wenn die Schuldnerin ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht (Art. 174 Abs. 2 SchKG). Deshalb ist davon auszugehen, dass die Beklagte im August 2016 über Aktiven verfügte. Folglich war ein Vorgehen nach Art. 155 HRegV nicht

angezeigt. Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass sich daran in der Zwischen- zeit etwas geändert hat. Demzufolge ist keine Löschung anzuordnen. Der Beklagten bzw. dem Kläger 1 kann nicht vorgeworfen werden, sie hätten das Gerichtsverfahren verursacht. Die Kosten sind deshalb auf die Staatskasse zu nehmen. Der Einz elrichter erkennt: 1. Die Beklagte wird im Handelsregister nicht gelöscht. 2. Die Kosten fallen ausser Ansatz. 3. Entschädigungen werden keine zugesprochen. 4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte mit Kopien von act. 1 und act. 2/1 - 6. 5. Ei ne bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit- wert beträgt mindestens CHF 30'000.

Züri ch, 20. November 2017

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Gerichtsschreiberin:

C laudi a Iunco-Feier

Palavras-chave

commercial registerdeletionlimited liability companyassetsbankruptcy annulmentcostssolvency

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Questão jurídica principal

Whether B._____ GmbH had to be deleted from the commercial register under Art. 938a CO and Art. 155 HRegV.

Decisão extraída

Deletion was not ordered because the company was not shown to be without assets; after the bankruptcy annulment, it had to be assumed that assets existed in August 2016, and no change since then was shown.

Fundamentação extraída

The bankruptcy had been set aside only two days before the bankruptcy office's notice, which implies the debtor had made solvency credible. The office then waited about ten months before issuing the newspaper calls without justification. On this record, the prerequisites for deletion were not met.

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