Provisional construction lien partially confirmed

HE160425Tribunal Comercial19 de dez. de 2016Partially Granted

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Resumo Omnilex

The Handelsgericht of Zurich, acting through a single judge, decided on an application by A._____ AG against B._____ AG concerning a construction lien. A provisional lien previously ordered ex parte was confirmed only for CHF 76,621.88 plus 5% interest on the specified tranches. The request was rejected for CHF 6,195.16 because that amount had not been substantiated. A deadline until 20 February 2017 was set for filing the action seeking definitive registration. Court costs were split, with CHF 300 finally charged to the applicant and CHF 3,700 provisionally collected.

Sumário Omnilex

Art. 961 ZGB; provisional entry of a construction lien; plausibility requirements and scope of review. The applicant must render the lien claim plausible for the amount sought and show that it has supplied labor and/or materials, that the claim remains unpaid, and that the statutory filing period has been respected. A provisional entry may be confirmed only to the extent substantiated; unsupported partial amounts are dismissed. In the interim proceedings, the court sets a prosecution period for the action on definitive registration, generally 60 days, with extensions requiring a separate reasoned request. Costs are allocated according to the outcome, while the final cost decision for the provisional stage may be reserved for the subsequent ordinary proceedings.

Texto completo

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschä fts-Nr.: HE160425-O U/ee

Mitwirkend: Oberrichter Roland Schmid, Vizepräsident, sowie der Gerichtsschreiber Roman Kariya

Urteil vom 19. Dezember 2016

i n Sachen

A._____ AG, Gesuchstellerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,

gegen

B._____ AG, Gesuchsgegnerin

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

Gesuch: (act. 1 S. 1 f.) "D as Grundbuchamt C._____ sei i m Si nne von Art. 961 ZGB sofort und ohne Anhörung der Gegenpartei anzuweisen, zugunsten der Gesuch- stellerin und zulasten der Gesuchsgegnerin ein Pfandrecht vorläufig im Grundbuch ei nzutragen auf Liegenschaft Kat. Nr.1, GBBI. 2, ... [Adresse] für ei ne Pfandsumme von CHF 82'817.04, nebst Zi ns zu 5 % wie folgt: – auf C HF 67'394.50 seit 14.09.2016 – auf C HF 6'195.16 seit 05.10.2016 – auf C HF 7'292.06 seit 11.10.2016 – auf C HF 1'935.32 ab 16.11.2016; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchsgegne- ri n." Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 1. Die Gesuchstellerin ersuchte mi t i hrer Eingabe vom 19. Oktober 2016 (Da- tum Poststempel) samt Beilagen (act. 1; act. 3/1-22) um (vorerst) superprovisori- sche Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts auf dem Grundstück der Ge- suchsgegnerin. Dem Gesuch wurde mit Verfügung vom 21. Oktober 2016 ei nst- weilen und ohne Anhörung der Gegenpartei im Umfang von CHF 76'621.88 ent- sprochen; im Restbetrag von C HF 6'195.16 ist das Gesuch indessen abgewiesen worden. Entsprechend wurde das Grundbuchamt C._____ angewiesen, das Pfandrecht im genannten Umfang vorläufig im Grundbuch einzutragen. Gleichzei- tig wurde der Gesuchsgegnerin Frist bis zum 14. November 2016 angesetzt, um zum Gesuch Stellung zu nehmen, unter der Androhung eines Aktenentscheids im Säumnisfall (act. 4). Die Verfügung konnte der Gesuchsgegnerin am 24. Oktober 2016 zugestellt werden (act. 6/2). Da sich die Gesuchsgegnerin in der Folge je- doch ni cht vernehmen liess, ist androhungsgemäss aufgrund der Akten zu ent- scheiden. 2. Wie bereits in der Verfügung vom 21. Oktober 2016 ausgeführt (act. 4), machte die Gesuchstellerin zur Teilpfandsumme im Umfang von CHF 6'195.16

keinerlei Angaben, weshalb das Gesuch in diesem Umfang abzuweisen ist. Be- treffend die superprovisorisch eingetragene Pfandsumme im Umfang von CHF 76'621.88 erscheint – unter Berücksichtigung der Eingaben der Gesuchstel- lerin und der eingereichten Unterlagen (act. 1 act. 3/1-22) – als glaubhaft und ist unbestritten geblieben, dass die Gesuchstellerin für die eingetragene Pfandsum- me auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin (Prot. S. 2; act. 3/3) i m Si nne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Material und Arbeit geliefert bzw. geleistet hat (act. 1 S. 3 ff. Rz. 5 ff.; act. 3/4-19), ein Betrag in der Höhe der eingetragenen Pfand- summe bisher unbezahlt geblieben ist (act. 1 S. 5 Rz. 16 ff.; act. 3/19-22), die Viermonatsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen Eintragung ge- wahrt wurde (act. 1 S. 6 Rz. 19) und der Zins im jeweiligen Umfang geschuldet ist (act. 1 S. 5 Rz. 14 und Rz. 17; act. 3/17). Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ ist daher als vorläufi- ge Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB zu bestätigen. 3. Sodann ist der Gesuchstellerin Fri st anzusetzen, um eine Klage auf definiti- ve Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Die Pro- sequierungsfrist ist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, wobei allfällige Ge- richtsferien bei der Fristansetzung berücksichtigt werden. Eine Verlängerung die- ser Frist ist möglich, bedarf aber eines gesonderten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); dieses würde in einem kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende Gründe für eine Fristerstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder die Zustimmung der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beeinflussbare Hinderungsgründe aner- kannt. 4. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet si ch i n erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG). Ausgehend von einem Streitwert von CHF 82'817.04 ist die Geri chtsgebühr i n Anwendung von § 4 Abs. 1 sowie § 8 Abs. 1 GebV OG auf CHF 4'0 00.– festzusetzen.

Da das Gesuch im Umfang von 6'195.16 abzuweisen ist, was in gesamthafter Be- trachtung des Gesuchs rund 7/100 entspricht, sind der Gesuchstellerin aus- gangsgemäss die diesbezüglich angefallenen Gerichtskosten in der Höhe von CHF 300.– definitiv aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Über den übrigen Pfandanspruch ist dagegen noch nicht definitiv entschieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Gesuchstellerin endgültig obsiegt. Über die übrigen Gerichtskosten in der Höhe von CHF 3'700.– ist daher lediglich eine einstweilige Kostenregelung zu treffen. Gemäss Praxis des Einzel- gerichts des Handelsgerichts des Kantons Zürich sind die Gerichtskosten im Ver- fahren betreffend die vorläufige Eintragung des Pfandrechts von der Gesuchstel- lerin zu beziehen, wobei der endgültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren vorbehalten bleibt. Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentlichen Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch je- doch nicht prosequieren sollte, ist weder der Gesuchstelleri n noch – mangels Um- triebe – der Gesuchsgegneri n ei ne Parteientschädigung zuzuspreche n. Das Einzelgericht erkennt: 1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____ wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläu- figer Eintragung gemäss Verfügung vom 21. Oktober 2016 bi s zur rechts- kräftigen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden Prozes- ses auf Liegenschaft Kat. Nr. 1, GBBl. 2, ... [Adresse] für eine Pfandsumme von CHF 76'621.88 nebst Zins zu 5 % - auf C HF 67'394.50 seit 14.09.2016 - auf C HF 7'292.06 seit 11.10.2016 - auf C HF 1'935.32 ab 16.11.2016.

Im Restumfang wird das Gesuch abgewiesen. 2. Der Gesuchstellerin wird – auch unter Berücksichtigung allfälliger Gerichts- ferien – eine Frist bis 20. Februar 2017 angesetzt, um eine Klage auf defini- tive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag (Dispositiv- Ziffer 1) löschen lassen. 3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 4'0 00.–. Allfällige weitere Kosten (insbesondere Rechnung des Grundbuchamtes) bleiben vorbehalten. 4. a) Die Gerichtskosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden im Umfang von CHF 300.– definitiv der Gesuchstellerin auferlegt. b) Im übrigen Umfang von CHF 3'700.– werden die Gerichtskosten von der Gesuchstellerin bezogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Ent- scheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr die Kosten definitiv auferlegt. 5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im ordentlichen Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist die Klage gemäss Dispositiv-Ziffer 2 nicht anhängig macht, wird keiner Partei eine Parteientschädigung zugesprochen. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Grundbuchamt C._____. 7. Ei ne bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 82'817.04.

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).

Züri ch, 19. Dezember 2016

H ANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Einzelgericht

Der Gerichtsschreiber:

Roman Kariya

Palavras-chave

construction lienprovisional registrationinterestplausibilitycost allocationdeadlinesummary proceedings

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the provisional construction lien should be confirmed for CHF 76,621.88 plus interest.

Decisão extraída

Yes, the earlier ex parte registration is confirmed as a provisional lien for CHF 76,621.88 with the stated interest components.

Fundamentação extraída

The applicant made the lien claim plausible with documents; it had supplied materials and labor, the corresponding amount remained unpaid, the four-month deadline was met, and interest was owed.

Questão jurídica principal

Whether the lien request should be rejected for the remaining CHF 6,195.16.

Decisão extraída

Yes, that part is rejected because the applicant provided no substantiation for that amount.

Fundamentação extraída

No allegations or evidence were submitted for the additional partial amount, so the request fails to that extent.

Questão jurídica principal

Whether a deadline should be set to file the action for definitive registration.

Decisão extraída

Yes, a deadline until 2017-02-20 is set for filing the action for definitive registration.

Fundamentação extraída

A 60-day prosecution period is set in practice, taking court vacations into account; extension requires a separate reasoned request.

Questão jurídica principal

How costs should be allocated in the interim proceedings.

Decisão extraída

CHF 300 in court costs are finally borne by the applicant; the remaining CHF 3,700 are initially collected from the applicant subject to the outcome of the later ordinary proceedings.

Fundamentação extraída

Costs follow the partial failure on the request and the provisional nature of the remaining lien dispute; the final allocation is reserved.

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