Organizational deficiency case struck off as moot

HE160372Tribunal Comercial6 de out. de 2016Other

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Resumo

The Zurich Commercial Court dealt with a request by the cantonal commercial register office concerning an organizational deficiency of A._____ AG. After the company cured the deficiency by registering a board and domicile, the court held the matter moot and struck the proceedings off the docket under Art. 242 ZPO. The defendant, having caused the proceedings, was ordered to pay the court fee of CHF 2,200 and an expense compensation of CHF 300 to the plaintiff.

Regest

Art. 242 ZPO; mootness after cure of an organizational deficiency; costs under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO and Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO. If the deficiency giving rise to proceedings under company-law organizational rules is remedied during the litigation, the case becomes moot and is to be struck off. In allocating costs after mootness, the court may depart from the ordinary rule according to equitable considerations; decisive is which party caused the initiation of proceedings. A party whose conduct necessitated the action may be charged with court costs and ordered to compensate the opposing party's expenses.

Texto completo

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschä fts-Nr.: HE160372-O U/ee

Mitwirkend: der Oberrichter D r. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber D r. Benjami n Büchler

Verfügung vom 6. Oktober 2016

i n Sachen

Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger

gegen

A._____ AG, Beklagte

betreffend Organisationsmangel

Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

Der Einz elrichter zieht in Erwägung: 1. Am 30. August 2016 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Verwaltungsrat und Domizil (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung am 7. September 2016, act. 7) kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einz elrichter verfügt: 1. Vom neuen Domizil der Beklagten wird Vormerk genommen. 2. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 5. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen.

  1. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 7. 7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde ri chten si ch nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit- wert beträgt mindestens CHF 30'000.00.

Züri ch, 6. Oktober 2016

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Gerichtsschreiber:

D r. Benjami n Büchler

Palavras-chave

organizational deficiencymootnesscost allocationcommercial registerboard of directorsdomicile