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HE120349 ΓÇó Proceedings struck off as moot after defect cured
HE120349Tribunal Comercial27 de nov. de 2012Dismissed
The Handelsgericht Zürich held that the application for measures based on an organizational defect had become moot because the missing audit-office entry was made during the proceedings. The case was therefore struck off. As the defendant had caused the filing, it was ordered to pay the CHF 2,200 court fee and CHF 300 expense compensation to the plaintiff.
Art. 242 ZPO; mootness after remedy of an organizational defect. If the defect relied upon in proceedings for corporate organizational measures is cured during the action, the need for adjudication falls away and the proceedings are struck off as moot. Costs may nevertheless be allocated in equity under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO to the party that caused the proceedings to be initiated; an expense compensation may be awarded under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO to the prevailing or non-causing party.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120349-O U/mb
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. Christian Fischbacher
Verfügung vom 27. November 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ AG, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 11. September 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Revisionsstelle (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung am 19. November 2012, act. 5/1) kann das vorlie- gende Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 5/1.
lic. iur. Christian Fischbacher