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HE120316 ΓÇó Proceedings struck out as moot; costs borne by defendant
HE120316Tribunal Comercial30 de nov. de 2012Dismissed
The Zurich Commercial Court dealt with a claim by the cantonal commercial register office concerning an organizational defect in the defendant company. After the defendant cured the defect by registering the required management and representation in Switzerland, the court held the matter moot and struck the proceedings off. It nevertheless ordered the defendant to bear the court fee of CHF 2,200 and to pay the plaintiff CHF 300 as an expense allowance, because the defendant had caused the proceedings.
Art. 242 ZPO; mootness after remedy of the complained-of defect. If the circumstance giving rise to the requested judicial measures is eliminated during the proceedings, the action is to be struck off for mootness. Procedural costs may nevertheless be allocated according to discretion under Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO, in particular to the party that caused the proceedings; a corresponding party compensation may be awarded under Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO.
Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht
Geschäfts-Nr.: HE120316-O U/st
Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber lic.iur. Roger Büchi
Verfügung vom 30. November 2012
in Sachen
Kanton Zürich, Handelsregisteramt des Kantons Zürich, Kläger
gegen
A._____ GmbH in Liquidation, Beklagte
betreffend Organisationsmangel
Rechtsbegehren: (act. 1) "Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen Organi- sation der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Am 16. August 2012 ging die Klage ein (act. 1). In jenem Zeitpunkt fehlte der Beklagten eine Regelung betreffend Geschäftsführung und Vertretung in der Schweiz (act. 2/1). Nach der Mangelbehebung (Eintragung am 17. September 2012, act. 5) kann das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit abge- schrieben werden (Art. 242 ZPO). 2. Die Prozesskosten sind nach Ermessen zu verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Die Beklagte hat die Ursache für die Einleitung des Verfahrens gesetzt. Deshalb sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen und hat sie dem Kläger eine Umtriebsentschädigung zu zahlen (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Der Streitwert be- trägt – wie schon früher mitgeteilt – mindestens CHF 30'000.00. Der Einzelrichter verfügt: 1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00. 3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt. 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von CHF 300.00 zu bezahlen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage einer Kopie von act. 5.
lic. iur. Roger Büchi