Garden staircase counts toward building setback width

BRKE III Nr. 0038/1997Tribunal de Recursos de Construção19 de mar. de 1997Partially Granted

Abrir fonte

Extraído pela Omnilex

Resumo Omnilex

The appeal succeeded insofar as the board held that the unroofed exterior staircase attached to the planned balcony projection had to be counted when assessing the width of the projection under the setback rules. The staircase was not treated as an independent, setback-free element; instead, because it was spatially, structurally, and functionally closely connected to the balcony projection, it formed part of that projection. Since the allowed encroachment would otherwise be exceeded, the challenged approval was annulled to the extent that it permitted the garden staircase.

Sumário Omnilex

§ 260 Abs. 3 PBG; setback rules and exterior staircases: unroofed exterior stairs are not per se exempt from setback requirements. Projections may intrude into the setback area only within the statutory limits, which presuppose a setback obligation. A staircase attached to a balcony projection must be included in the projection measurement where it is spatially, structurally and functionally closely connected with the main structure. For access stairs this is normally the case; for ancillary comfort-related stairs, the same criteria apply mutatis mutandis. In view of the neighbor-protective purpose of setback provisions, the norm must not be interpreted expansively to the detriment of adjacent owners (consid. 6).

Texto completo

BRKE III Nr. 38/1997 vom 19. März 1997in BEZ 1997 Nr. 12 6. Beim projektierten Gebäude Nr. 1 liegen der auf der Nordostseite geplante, 2 m tiefe Vorbau und insbesondere auch die an dessen Rand situierte, vom Erdge- schoss in den Garten führende Treppe innerhalb des nach Art. 17 und 28 BauO ge- genüber dem rekurrentischen Grundstück zu beachtenden Grenz abstandes von 5 m. Die Vorinstanz bewilligte diese Unterschreitung gestützt auf § 260 Abs. 3 PBG, wo- nach einzelne Vorsprünge bis 2 m in den Abstandsbereich hineinragen dürfen, Er- ker, Balkone und dergleichen jedoch auf höchstens einem Drittel der betreffenden Fassadenlänge. Streitig ist diesbezüglich, ob der Treppenabgang abstandsrechtlich relevant sei; im Bejahungsfalle wäre das nach der erwähnten Bestimmung zulässige Mass überschritten. § 260 PBG setzt, namentlich auch mit Bezug auf die in Abs. 3 erwähnten ein- zelnen Vorsprünge, eine Abstandspflicht stillschweigend voraus. Nur wenn diese gegeben ist, unterliegen Vorsprünge der Beschränkung, dass sie höchstens 2 m in den Abstandsbereich hineinragen dürfen. Nach Auffassung der Vorinstanz und der privaten Rekursgegner soll diese Einschränkung für die vorliegendzu beurteilende Treppe nicht gelten. Unüberdeckte Aussentreppen stellen indessen nicht a priori An- lagen (Vorinstanz) bzw. Bauteile (private Rekursgegner) dar, die keinen Abstands- vorschriften unterliegen. Dies gilt ungeachtet dessen, dass derartige Treppen keinen Witterungsschutz bieten und ihnen deshalbnach der Legaldefinition in § 2 der All- gemeinen Bauverordnung (ABV) keine Gebäudequalität zukommt. An der in dem von den privaten Rekursgegnern zitierten Entscheid (BRKE 1 Nr. 685/1988 = BEZ 1988 Nr. 54) vertretenen Auffassung, wonach sich die Grenz- und Gebäudeab- s tandsvorschriften ausschliesslich auf Bauten und Anlagen beziehen, die den Ge- bäudebegriff erfüllen, kann nicht festgehalten werden. Aussen(Vor-)treppen sind vielmehr dann als bau- und abstandsrechtlich relevante Gebäudeteile anzusehen, wenn sie mit der Hauptbauteräumlich, baulich und funktionell eng verbunden sind (vgl. ZBI 70, S. 433). Dies ist mit Bezug auf (unüberdeckte) Aussentreppen, welche dem Gebäudezugang dienen, im Regelfall zu bejahen. Vorliegend steht allerdings nicht eine den Zugang zu einem Hauptgebäude er- möglichende, sondern lediglich eine dem Wohnkomfort (zusätzlicher Gartenzugang vom Balkon her) dienende Treppe zur Beurteilung. Ob diese als selbständiger Bau- teil oder als Teil des in den Abstandsbereich ragenden Balkonvorbaus zu qualifizie- rensei, ist in analoger Anwendung der vorstehend für Zugangstreppen genannten Kriterien zu entscheiden. Es ist mit anderen Worten darauf abzustellen, ob die Trep- pe mit dem Balkonvorbau räumlich, baulich und funktionell eng verbunden sei. Dies ist zu bejahen;die ansonsten kaum denkbare Treppe ist als Bestandteil des Balkon-

vorbaus anzusehen und daher bei der Ermittlung von dessen Breite mitzuberück- sichtigen. Es ist nicht zu übersehen, dass § 260 Abs. 3 PBG in nicht bloss margina- lemUmfang und mehr, als dies für sonstige Abstandsvorschriften zutrifft, auch nachbarliche Interessen berührt. Es verbietet sich daher, die fragliche Norm zulasten der betroffenen Nachbarn zu extensiv auszulegen. Die diesbezüglichen rekurrentischen Einwände erweisen sich mithin als be- gründet. Der Mangel lässt sich ohne weiteres heilen, indem der angefochtene Beschluss insoweit aufgehoben wird, als damit die Gartentreppe beim Gebäude Nr. 1 bewilligt wurde.

Palavras-chave

setback distancebuilding projectionexterior staircaseneighbor protectionbuilding lawbalconyplanning appeal

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether an unroofed exterior staircase attached to a balcony projection must be counted as part of the building element when measuring the permissible setback encroachment under § 260 para. 3 PBG.

Decisão extraída

Yes. The staircase was functionally, spatially, and structurally closely connected to the balcony projection and therefore had to be included in its width; the approved encroachment exceeded the permissible limit.

Fundamentação extraída

Setback rules also apply to parts such as projections. Exterior staircases are not categorically exempt from setback requirements. Even if they lack building quality under § 2 ABV, they can be relevant building parts when closely linked to the main structure. Because this staircase served as an additional garden access and was inseparable from the balcony projection, a restrictive interpretation was required to protect neighboring interests.

Continue sua pesquisa no ChatGPT ou Claude

Conecte o Omnilex para pesquisar o corpus jurídico pelo seu assistente de IA.