Municipal complaint against school-building planning credit dismissed

VB.2016.00575Tribunal Administrativo / Divisão 423 de jan. de 2017Dismissed

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The Zurich Administrative Court dismissed A’s appeal against the district council’s decision upholding the Wallisellen school community’s approval of a CHF 276,000 planning credit for a new primary school building. The court held that the planning credit did not itself authorize any impermissible interference with a protected object; any heritage-protection issues could only arise later in the concrete project and permit stages. It further noted that the building had already been removed from the municipal inventory of protected buildings in 2003. The appeal was dismissed as manifestly unfounded, with costs and party compensation imposed on A.

Sumário Omnilex

§ 151 GG; municipal complaint against a commune assembly resolution granting a planning credit for a new school building; scope of review and heritage protection. A municipal complaint may only allege violation of superior law or, exceptionally, a manifest excess of municipal purpose with significant fiscal burden or iniquity. A mere planning credit does not itself authorize demolition or construction and therefore does not yet constitute an unlawful intervention in a protected object under § 203 ff. PBG; any conservation objection arises only at the stage of the concrete project and the ensuing building decisions. If the concerned building has already been removed from the municipal inventory of protected structures, the complaint lacks substantive basis. In the case of manifestly unfounded proceedings, costs and party compensation may be imposed on the appellant (consid. 3–5).

Texto completo

Verwaltungsgericht

des Kantons Zürich

Abteilung

VB.2016.00575

Urteil

der 4. Kammer

vom 23. Januar 2017

Mitwirkend: Abteilungspräsident Jso Schumacher (Vorsitz), Verwaltungsrichterin Tamara Nüssle, Verwaltungsrichter André Moser, Gerichtsschreiber Reto Häggi Furrer.

In Sachen

A,

Beschwerdeführer,

gegen

Schulgemeinde Wallisellen,

vertreten durch die Schulpflege Wallisellen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend Projektierungskredit für einen Neubau des Primarschulhauses Dorf Mitte ,

hat sich ergeben:

I.

Die Gemeindeversammlung der Schulgemeinde Wallisellen vom 9. Dezember 2015 beschloss unter anderem einen Projektierungskredit von Fr. 276'000.- für den Bau eines Primarschulhauses Dorf Mitte.

II.

A führte dagegen am 17. Januar 2016 Gemeindebeschwerde beim Bezirksrat Bülach, welcher das Rechtsmittel mit Beschluss vom 23. Juni 2016 abwies.

III.

A erhob dagegen am 14. September 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung des Gemeinderatsbeschlusses vom 9. Dezember 2015. Der Bezirksrat Bülach äusserte sich hierzu mit Vernehmlassung vom 11./14. Oktober 2016, ohne einen Antrag zu stellen; die Schulgemeinde Wallisellen schloss mit Beschwerdeantwort vom 22. November 2016 darauf, die Beschwerde sei unter Entschädigungsfolge abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Hierzu nahm A am 10. Januar 2017 Stellung.

Die Kammer erwägt:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist für Beschwerden gegen erstinstanzliche Beschlüsse eines Bezirksrats über Gemeindebeschwerden gegen Beschlüsse der Gemeindeversammlung einer Schulgemeinde nach § 151 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GG, LS 131.1) und § 41 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a, 19b Abs. 2 lit. c sowie §§ 42–44 e contrario des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zuständig.

1.2 Als Stimmberechtigter der Schulgemeinde Wallisellen ist der Beschwerdeführer zur Gemeindebeschwerde legitimiert (§ 151 Abs. 1 Ingress GG); die erweiterte Beschwerdelegitimation gilt auch für den Weiterzug von Gemeindebeschwerdeentscheiden ans Verwaltungsgericht (Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. A., Zürich etc. 2014, § 21 N. 92).

Weil auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.

Der Beschwerdeführer ersucht um Sistierung des Verfahrens, scheint damit aber vielmehr die Gutheissung seiner Beschwerde zu meinen ("Sistierung [= Einhalten] des Verfahrens in dieser Causa"). Soweit er mit seinen Ausführungen tatsächlich um Sistierung ersuchen sollte, bestünde dafür angesichts des sich sogleich zeigenden Ausgangs kein Anlass.

3.

3.1 Mit einer Gemeindebeschwerde kann nach § 151 Abs. 1 GG nur gerügt werden, der angefochtene Beschluss verletze übergeordnetes Recht (Ziff. 1) oder er gehe offenbar über die Zwecke der Gemeinde hinaus und habe zugleich eine erhebliche Belastung der Steuerpflichtigen zur Folge oder verletze die Billigkeit in ungebührlicher Weise (Ziff. 2).

3.2 Streitgegenstand bildet ein Projektierungskredit für den Neubau eines Schulhauses. Der Beschwerdeführer macht geltend, das Schulhaus sei als Neubau anstelle eines Gebäudes geplant, das als Schutzobjekt im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. c des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG, LS 700.1) zu qualifizieren sei. Wie bereits die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, ist jedoch nicht ersichtlich, inwiefern allein durch einen Projektierungskredit – mit dem ein Neubau erst geplant wird – in unzulässiger Weise in ein Schutzobjekt eingegriffen werden sollte; solches liesse sich ohnehin erst anhand des konkreten Projekts – welches auch den Erhalt des Gebäudes vorsehen könnte – beurteilen. Im Übrigen würden auch mit einem späteren Baukredit noch keine Änderungen am Gebäude vorgenommen, die gegen § 203 ff. PBG verstossen könnten. Dies könnte erst durch eine Abbruch- bzw. Baubewilligung der kommunalen Baubehörde geschehen, die jedoch kein Anfechtungsobjekt einer Gemeindebeschwerde wäre (vgl. hierzu VGr, 30. September 2015, VB.2015.00455, E. 2.3).

Schliesslich ist die Rüge des Beschwerdeführers auch in der Sache unbegründet, da das fragliche Gebäude bereits im Jahr 2003 aus dem kommunalen Inventar der schützenswerten Bauten entlassen worden war.

4.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

5.

Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Angesichts der klaren Sach- und Rechtslage, wie sie bereits im Rekursentscheid zutreffend wiedergegeben wurde, war die Beschwerde im Sinn von § 17 Abs. 2 lit. b VRG offensichtlich unbegründet, weshalb der Beschwerdegegnerin die beantragte Parteientschädigung zuzusprechen ist.

Demgemäss erkennt die Kammer:

  1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

  2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf

Fr. 2'000.--; die übrigen Kosten betragen:

Fr. 140.-- Zustellkosten,

Fr. 2'140.-- Total der Kosten.

  1. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

  2. Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von Fr. 500.- zu bezahlen.

  3. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in öffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

  4. Mitteilung an…

Palavras-chave

municipal complaintplanning creditschool buildingheritage protectionstandingcostsparty compensation

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Questão jurídica principal

Whether the Verwaltungsgericht had jurisdiction and the appellant had standing in the municipal-complaint appeal.

Decisão extraída

The court had jurisdiction, and as an eligible voter of the school community the appellant had standing; the appeal was admissible.

Fundamentação extraída

Section 151 GG and the VRG provisions on appeals from district-council municipal-complaint decisions conferred jurisdiction; the extended standing also applied on further appeal.

Questão jurídica principal

Whether the planning credit unlawfully affected a protected building or otherwise violated superior law.

Decisão extraída

No unlawful interference was shown; a planning credit only finances planning for a possible new build, and any protected-object issues arise only later with the concrete project and permits.

Fundamentação extraída

The credit itself does not authorize demolition or construction; at that stage no incompatible alteration of a protected object occurs. In any event, the building had already been removed from the municipal inventory of protected buildings in 2003.

Questão jurídica principal

Whether the appeal had to be dismissed and costs imposed on the appellant.

Decisão extraída

The appeal was dismissed; court costs were charged to the appellant and a party-cost award was granted to the respondent because the appeal was manifestly unfounded.

Fundamentação extraída

Given the clear factual and legal situation, the respondent was entitled to compensation and the appellant bore the costs.

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