Motion to extend conditional sentencing up to 36 months

20020720Prática Administrativa Federal (VPB)13 de dez. de 1991Not Examined

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Resumo Omnilex

Joseph Iten’s motion asked for a revision of Art. 41 para. 1 StGB so that conditional execution of a prison sentence would be possible up to 36 months instead of 18 months. The Federal Council stated in writing that it proposed acceptance of the motion. In the National Council session of 13 December 1991, however, the proposal was opposed by Leuba and the discussion was postponed. No substantive parliamentary decision was taken on the motion at this sitting.

Sumário Omnilex

Art. 41 para. 1 StGB; extension of conditional sentencing limits; a parliamentary motion requesting a revision of the maximum term for a suspended prison sentence to 36 months may be supported by the Federal Council, but no substantive decision arises where debate is postponed. The entry records only the procedural state of the motion and does not determine the legislative merits of the request.

Texto completo

  1. Dezember 1991 N

2481

Motion Hari

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

91.3307

Motion Iten Joseph Bedingter Strafvollzug. Aenderung Sursis à l'exécution des peines. Révision

Wortlaut der Motion vom 23. September 1991

Der Bundesrat wird eingeladen, Artikel 41 Absatz 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) in dem Sinne zu revidieren, dass der Richter den Vollzug einer Freiheitsstrafe bis zu (neu) 36 Monaten oder einer Nebenstrafe aufschieben kann.

Texte de la motion du 23 septembre 1991

Le Conseil fédéral est chargé de réviser l'article 41, alinéa pre- mier, du Code pénal suisse (CP), comme il suit: «en cas de condamnation à une peine privative de liberté n'excédant pas trente-six mois (nouvelle version) ou à une peine accessoire, le juge pourra suspendre l'exécution de la peine

Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Gemäss geltendem Strafgesetzbuch kann der Richter Frei- heitsstrafen bedingt aussprechen, das heisst, der Vollzug der Strafe kann unter gewissen Umständen und zeitlich be- schränkt aufgeschoben werden. Die höchste Dauer einer be- dingt vollziehbaren Strafe ist gemäss Artikel 41 Absatz 1 StGB 18 Monate.

Eine derart kurze Dauer scheint nach heutiger Rechtsauffas- sung und nach heutigem Rechtsempfinden namentlich mit Blick auf die Strafempfindlichkeit bei Verurteilten als nicht mehr angemessen. Auch ein europäischer Rechtsvergleich zeigt, dass die Schweiz mit der geltenden Regel nicht mehr im Mittelfeld der Anwender des bedingten Strafvollzugs liegt. Bei- spielsweise lassen die Bundesrepublik Deutschland und Oesterreich den bedingten Strafvollzug bei einer Freiheits- strafe bis zu zwei Jahren zu, wenn besondere Gründe anneh- men lassen, die Resozialisierung des Täters sei dadurch bes- ser gewährleistet. Noch grosszügigere Lösungen bestehen in Portugal (3 Jahre), Frankreich (5 Jahre), Schweden (10 Jahre) und Dänemark (16 Jahre).

Durch diese Motion soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass der Strafrichter in Zukunft Freiheitsstrafen bis zu maximal drei Jahren bedingt aussprechen kann, sofern beim Täter die im Gesetz und in der modernen Praxis vorgesehenen Gründe für das Hinausschieben der Vollstreckung der Strafe vorlie- gen. Der Motionär verweist in diesem Zusammenhang auf Be- richt und Vorentwurf zur Revision des Allgemeinen Teils des Schweizerischen Strafgesetzbuches von Herrn Prof. Dr. Hans Schultz (Bern 1987, S. 144 f.). Damit wird dem Richter auch die Möglichkeit gegeben, eine Gesamtbeurteilung von Vorle- ben und Charakter des Täters vorzunehmen und vom unbe- dingten Strafvollzug abzusehen, wenn zu erwarten ist, dass auch aufgrund der derzeitigen Lebensumstände des zu Verur- teilenden eine Resozialisierung als wahrscheinlich erscheint.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 2. Dezember 1991 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 2 décembre 1991 , Der Bundesrat beantragt, die Motion anzunehmen.

Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn Leuba bekämpft. Die Diskussion wird verschoben.

Verschoben - Renvoyé

91.3164 Motion Hari Erhaltung von Arbeitsplätzen im Berggebiet Sauvegarde d'emplois en régions de montagne

Wortlaut der Motion vom 10. Juni 1991

Der Bundesrat wird beauftragt, vor dem Entscheid über die Aufhebung von Arbeitsplätzen im EMD und in den Rüstungs- betrieben im Berggebiet mit den betroffenen Regionen Vor- schläge für eine angemessene Kompensation der dadurch verlorenen Arbeitsplätze zu erarbeiten und vorzulegen. Im Vor- dergrund stehen dabei Vorschläge für die Nutzung der freiwer- denden Liegenschaften des Bundes zur Neuansiedlung von Wirtschaftsunternehmungen im Berggebiet.

Texte de la motion du 10 juin 1991

Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer et de présenter, avant qu'une décision ne soit prise sur la suppression d'emplois au DMF et dans les usines d'armement, des propositions visant à une compensation adéquate des postes supprimés, en colla- boration avec les régions concernées. Il s'agit principalement de proposer des solutions permettant d'utiliser les biens- fonds libérés par la Confédération en vue de l'implantation d'entreprises économiques dans les régions de montagne.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Bezzola, Blatter, Bühler Simeon, Bundi, Bürgi, Columberg, Eggenberg-Thun, Engler, Fischer-Hägglingen, Früh, Günter, Hildbrand, Hösli, Lanz, Reimann Fritz, Rychen, Schmidhalter, Schnider, Schwab, Seiler Hanspeter, Steinegger, Weber-Schwyz, Zölch, Zwingli (25)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Mit der Aufhebung und Umwandlung von Arbeitsplätzen im EMD und in den Rüstungsbetrieben in Berggebieten werden diese Regionen vor zum Teil unlösbare Strukturprobleme ge- stellt, welche im Interesse einer wirtschaftlichen Berggebiets- förderung rasch gelöst werden müssen. Die wirtschaftlichen Standortnachteile der entsprechenden Bergregionen dürfen nicht zusätzlich mit dem Wegfallen von Arbeitsplätzen belastet werden. Aus diesem Grund ist es unabdingbar, dass mit dem Entscheid über die Aufhebung von Arbeitsplätzen konkrete Vorschläge zur Kompensation vorgelegt werden. Diese Vor- schläge sollen sich im Rahmen der Dezentralisierung der Bun- desverwaltung auf die Auslagerung von Bundesstellen in die Bergregionen (Ausbildungszentren der PTT-Betriebe, Ausla- gerung von Bundesämtern, Ausbildungszentren der Regiebe- triebe des Bundes usw.) einerseits sowie auf Konzepte zur Ver- fügungstellung von Liegenschaften zur Neuansiedlung hoch- wertiger, zukunftsorientierter Wirtschaftsunternehmungen im Berggebiet andererseits beziehen.

Die vom Bund eingeleiteten Umstrukturierungs- und Rationali- sierungsmassnahmen sind durch die Ansiedlung neuer Wirt- schaftsunternehmungen im Technologie- und Dienstlei-

53-N

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Iten Joseph Bedingter Strafvollzug. Aenderung Motion Iten Sursis à l'exécution des peines. Révision

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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1991

Année

Anno

Band

V

Volume

Volume

Session

Wintersession

Session

Session d'hiver

Sessione

Sessione invernale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

15

Séance Seduta

Geschäftsnummer 91.3307

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 13.12.1991 - 08:00

Date

Data

Seite

2481-2481

Page

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Ref. No

20 020 720

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Palavras-chave

conditional sentencingcriminal law reformsuspended sentencemotionparliamentary procedure

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Questão jurídica principal

Whether the motion to revise Art. 41 para. 1 StGB and extend conditional sentencing to 36 months should be adopted.

Decisão extraída

The Federal Council supported the motion, but the matter was not decided on this date because the debate was postponed.

Fundamentação extraída

The mover argued that the existing 18-month ceiling was outdated in light of modern sentencing practice and foreign comparisons; the Federal Council did not oppose the substantive request.

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