Motion on heterologous children converted to postulate

20015996Prática Administrativa Federal (VPB)18 de dez. de 1987Partially Granted

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Resumo Omnilex

Zwygart's motion asked for immediate legislation to prevent consanguineous marriages among children conceived by heterologous insemination or in vitro fertilization, without awaiting a full assisted-reproduction regime. The Federal Council replied that the statistical risk was minimal and that the question should be handled within the broader regulation of reproductive medicine and sperm-donor anonymity. It therefore requested conversion of the motion into a postulate. The National Council followed this request and transmitted the matter as a postulate.

Sumário Omnilex

Parliamentary motion; conversion into a postulate where the Federal Council considers the requested legislative action premature because the issue should be examined within a broader regulatory framework and the asserted risk is not shown to require urgent separate legislation.

Texto completo

Motion (Weber Leo)-Hess Peter

1857

  1. Dezember 1987 N

  2. September 1986 und Morf vom 1. Oktober 1986 hat der Bundesrat das Ergebnis der Volksabstimmung vom 28. Sep- tember 1986 über Kulturinitiative und Gegenvorschlag nicht als Nein zur Kulturförderung des Bundes gewertet und seine Absicht bekräftigt, das bisherige kulturpolitische Engage- ment weiterzuführen. In diesem Zusammenhang sprach er die Hoffnung aus, dass das Parlament diese Politik voll mittragen werde. In seiner Botschaft vom 25. Februar 1987 über die Finanzhilfen an die Stiftung Pro Helvetia in den Jahren 1988 bis 1991 hielt der Bundesrat jedoch fest, es bleibe im Sinne einer klaren Kompetenzregelung und einer Stärkung des Subsidiaritätsprinzips nach wie vor wün- schenswert, längerfristig eine explizite verfassungsmässige Abstützung aller kulturpolitischen Aktivitäten des Bundes anzustreben. Nach der guten Aufnahme dieser Vorlage in den eidgenössischen Räten und der in den Debatten zum Ausdruck gekommenen grundsätzlich positiven Haltung in der Frage einer aktiven Kulturförderung erachtet der Bun- desrat die Wiederaufnahme der Bemühungen um einen Kulturartikel als sinnvoll. Der Vorsteher des eidgenössi- schen Departements des Innern hat deshalb im Nationalrat am 28. September 1987 angekündigt, dass der Bundesrat in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode 1988-91 den Räten einen eigenen Entwurf zu einem Kulturartikel vorlegen werde. Bei der Ausarbeitung des neuen Verfassungsartikels sollen die Kommentare und Analysen der Abstimmung über die Kulturinitiative und den Gegenvorschlag nochmals ein- gehend geprüft werden. Mit Blick auf dieses Vorgehen erscheint dem Bundesrat eine Umwandlung der Motion in ein Postulat als angebracht.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

87.387

Motion Zwygart Heterologe Kinder. Verhinderung von Verwandtenehen Enfants hétérologues. Interdiction des mariages consanguins

Wortlaut der Motion vom 20. März 1987

Der Bundesrat wird aufgefordert, die notwendigen gesetzli- chen Regelungen zur Verhinderung von Verwandtenehen für die durch heterologe Insemination oder In-vitro-Fertilisa- tion gezeugten Kinder, wie sie für Adoptivkinder Gültigkeit haben, unverzüglich in die Wege zu leiten, ohne dabei auf die Gesamtregelung der künstlichen Befruchtung zu warten.

Texte de la motion du 20 mars 1987

Le Conseil fédéral est prie de prendre sans retard les mesures nécessaires du point de vue légal pour empêcher les mariages consanguins entre enfants conçus par insémi- nation hétérologue ou par fécondation in vitro, comme c'est le cas pour les enfants adoptifs, sans attendre que la législa- tion concernant la fécondation artificielle entre en vigueur.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Dünki, Fierz, Grendel- meier, Günter, Müller-Bachs, Müller-Wiliberg, Oester, Stef- fen, Wick, Zwingli (10)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Die gegenwärtige Regelung für Adoptivkinder sieht vor, dass diese nach erfolgter Adoption mit ihrem alten und neuen Namen an das Eidgenössische Amt für Zivilstandswe- sen gemeldet werden. Vor jeder Eheschliessung werden die Namen der Partner dem genannten Amt gemeldet, um so allfälligen Verwandtenehen vorzubeugen. Dies geschieht aber bis heute nicht bei durch heterologe Insemination oder In-vitro-Fertilisation gezeugten Kindern. Da nun aber bekannt ist, dass rund jedes hundertste Kind, das geboren wird, aus einer heterologen Insemination stammt, ist ver- mutlich die Gefahr einer Verwandtenehe grösser als bei Adoptivkindern.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 30. November 1987

Rapport écrit du Conseil fédéral du 30 novembre 1987 Das Konsanguinitätsrisiko ist selbst im Falle der Zunahme heterologer Inseminationen oder In-vitro-Fertilisationen und selbst bezogen auf eine relativ beschränkte Bevölkerungs- gruppe verschwindend klein. Berechnungsmethoden, die an der Universität Lausanne entwickelt wurden, zeigen, dass für die Bevölkerung der Romandie bei der derzeitigen prak- tischen Verbreitung der künstlichen Insemination mit Samen eines Spenders (etwa 350 Kinder pro Jahr in der ganzen Schweiz) die Wahrscheinlichkeit einer konsangui- nen Ehe in der nächsten Generation nur 1/400 000 beträgt, selbst wenn je 6 Kinder vom gleichen Spender abstammen. Eine besondere Regelung ist somit nicht dringlich. Im Rah- men der Gesamtregelung der künstlichen Fortpflanzung wird zu prüfen sein, ob eine Beschränkung der Anzahl Schwangerschaften mit den Samen desselben Spenders vorgesehen werden muss und welche Kontrollmechanismen nötig sind. Die Frage muss aber im Zusammenhang mit der Regelung der Fortpflanzungsmedizin im allgemeinen und mit der Frage der Anonymität des Samenspenders im beson- deren behandelt werden.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

87.910

Motion (Weber Leo)-Hess Peter Errichtung von Bistümern Création de nouveaux évêchés

Wortlaut der Motion vom 9. Oktober 1987 Der Bundesrat wird eingeladen, der Bundesversammlung spätestens mit der Totalrevisionsvorlage der Bundesverfas- sung den Vorschlag zu unterbreiten, wonach den Kirchen auf Bundesebene die volle Organisationsfreiheit eingeräumt und demzufolge Artikel 50 Absatz 4 der Bundesverfassung aufgehoben wird.

Texte de la motion du 9 octobre 1987

Le Conseil fédéral est chargé de soumettre à l'Assemblée fédérale - au plus tard en même temps que le projet de révision totale de la constitution - la proposition d'abroger l'article 50, 4e alinéa, de ladite constitution, de manière à ménager aux Eglises, sur le plan fédéral, une liberté totale de s'organiser.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Darbellay, Fehr, Fischer- Sursee, Hess, Mühlemann, Nebiker, Nussbaumer, Seiler, Weber-Schwyz, Widmer (10)

40-N

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Zwygart Heterologe Kinder. Verhinderung von Verwandtenehen Motion Zwygart Enfants hétérologues. Interdiction des mariages consanguins

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1987

Année

Anno

Band

IV

Volume

Volume

Session

Wintersession

Session

Session d'hiver

Sessione

Sessione invernale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 87.387

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 18.12.1987 - 08:00

Date

Data

Seite

1857-1857

Page

Pagina

Ref. No

20 015 996

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Palavras-chave

parliamentary motionpostulateassisted reproductionconsanguinitylegislative timingsperm donor anonymity

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Questão jurídica principal

Whether the motion should be adopted as a binding motion or converted into a postulate.

Decisão extraída

The National Council accepted the Federal Council's request to convert the motion into a postulate.

Fundamentação extraída

The Federal Council considered a special rule not urgent because the consanguinity risk was extremely small and should be examined together with the broader regulation of assisted reproduction and sperm donor anonymity.

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