Pseudo-coins ‘tsi’: federal response on prosecution and assistance

20015808Prática Administrativa Federal (VPB)9 de out. de 1987Dismissed

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Resumo Omnilex

National Council interpellation by Sager concerning the ‘tsi’ pseudo-coins used in petrol vending machines. The Federal Council replied in writing that the manufacture of such coin-like objects was only an offence under the Coinage Act and was already time-barred by the time federal authorities learned of it. It also stated that the victim had been directed to lodge a criminal complaint in Bern for theft or, alternatively, embezzlement, and that the perpetrators had not been identified. The interpellator was satisfied with the response.

Sumário Omnilex

Art. 9 Coinage Act of 18 December 1970; limitation and prosecution of coin-like pseudo-money: the unauthorized manufacture of objects similar to circulating coins is punishable only as a misdemeanor, so that prosecution is excluded once limitation has expired. Where pseudo-coins are used to manipulate vending machines, the matter may fall under theft or embezzlement; absent identified perpetrators, the authorities may refer the injured party to the competent cantonal criminal complaint procedure.

Texto completo

N 9 octobre 1987

1484

Interpellation Sager

  1. Rückwirkende Revision der Statistiken

Der quartalsweise Index der Beschäftigten lässt sich rück- wirkend über zehn Jahre hinweg nicht mehr neu berechnen. Hingegen wird das BFS die Ergebnisse der Erwerbstätigen- statistik (die eine Synthesestatistik ist) im Laufe des Jahres 1987 für die Zeit ab 1960 revidieren. Gleichzeitig wird die Anpassung an die neue Systematik der Wirtschaftszweige vorgenommen.

Im Rahmen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wer- den die Ergebnisse des Produktionskontos 1985 (die auf Ende 1987 zu erwarten sind) zeigen, ob eine namhafte Unterschätzung der Wertschöpfung vorlag. Falls sich eine Revision aufdrängt, wird diese jedoch erst mittelfristig und unter der Bedingung genügender personeller und finanziel- ler Ressourcen vorgenommen werden können.

Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satis- fait de la réponse du Conseil fédéral.

87.449

Interpellation Wick Versicherungen und Pensionskassen. Grund- und Wohneigentum

Assurances et caisses de retraite. Placement sur le marché immobilier

Wortlaut der Interpellation vom 15. Juni 1987 Wegen der Gefahr, dass durch das Anlageverhalten der Versicherungen und Pensionskassen ein immer grösserer Anteil des Liegenschaftsmarktes von diesen beherrscht wird, reichte der Interpellant 1984 ein entsprechendes Postulat ein. In seiner Antwort vom 1. Oktober 1984 zeigte sich der Bundesrat bereit, die Entwicklung der Lage betref- fend Vermögensanlage der Versicherungen und Pensions- kassen aufmerksam zu verfolgen.

Ich frage deshalb den Bundesrat an, ob er eine Uebersicht sämtlicher Eingriffe, die seit der Annahme des Postulats (1984) zur Vermögensanlage der Versicherungen und Pen- sionskassen getätigt wurden, zusammenstellen kann, und ob er in einer eigenen Beurteilung durch die Departemente EJPD und EVD über die Wirkungen dieser Eingriffe berich- ten kann.

Texte de l'interpellation du 15 juin 1987

Le danger de voir les assurances et caisses de retraite effectuer toujours plus de placements sur le marché immo- bilier et y occuper une position toujours plus forte avait incité l'auteur de l'interpellation à déposer un postulat en 1984. Dans sa réponse du 1er octobre 1984, le Conseil fédéral s'était déclaré prêt à suivre avec attention l'évolution de la situation en ce qui concerne les placements effectués par les assurances et caisses de retraite.

C'est la raison pour laquelle je demande au Conseil fédéral s'il peut établir une récapitulation de toutes les opérations de placements entreprises par les assurances et caisses de retraite depuis 1984, année où le postulat a été accepté. Je lui demande également s'il peut faire élaborer, par le DFJP et le DFEP, un rapport faisant connaître sa propre estimation des effets de ces opérations immobilières.

Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 21. September 1987

Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 septembre 1987 Der Bundesrat hat sich im Zusammenhang mit der Stadt/ Land-Initiative mit dem Problem der Entwicklung des Boden- und Wohnungsmarktes unter dem Einfluss der insti- tutionellen Anleger, d. h. insbesondere der Vorsorgeeinrich- tungen, auseinandergesetzt. Er hat dabei von verschiedenen Massnahmen, die gegen eine volkswirtschaftlich ungünstige Entwicklung zu ergreifen wären, Kenntnis genommen. Der Bundesrat hat ferner im August 1985 das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement beauftragt, konkrete Vor- schläge hinsichtlich der Kapitalanlage institutioneller Anle- ger auf dem Bodenmarkt und der Weiterentwicklung des privaten Eigentums- und Nutzungsrechts auszuarbeiten. Der Bundesrat wird zu gegebener Zeit über die Ergebnisse orientieren.

Im Laufe des Jahres 1988 wird eine statistische Erhebung über die gesamte berufliche Vorsorge auf der Grundlage des Jahres 1987 durchgeführt. Dabei werden auch die Daten bezüglich den Investitionen der Vorsorgeeinrichtungen und Anlagestiftungen in Grund- und Wohneigentum einbezo- gen. Aufgrund dieser Erhebung können neue Erkenntnisse auch im Bereich der Vermögensanlage der Vorsorgeeinrich- tungen und anderer mit der beruflichen Vorsorge beauftrag- ten Einrichtungen gewonnen und allfällige Massnahmen in Aussicht genommen werden. Bezüglich des Bereichs der Lebensversicherer ist darauf hinzuweisen, dass die Anlage- vorschriften im Sinne der entsprechenden Bestimmungen der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Vor- sorge (BVV 2) erweitert worden sind, wodurch sich auch im Bereich der Anlage in Grundstücken und Wohneigentum eine gewisse Entspannung seitens der Versicherer ergeben dürfte.

Für weitere Aenderungen der Rechtslage im Bereich der Vermögensanlage der institutionellen Anleger der zweiten Säule sind hinreichende Entscheidungsgrundlagen zu erar- beiten, die eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Entspre- chende Arbeiten sind bei einzelnen Bundesstellen im Gang.

Le président: L'interpellateur n'est que partiellement satis- fait de la réponse du Conseil fédéral.

87.530

Interpellation Sager «tsi-Münzen» Pseudo-monnaies «tsi»

Wortlaut der Interpellation vom 19. Juni 1987 Ein bernischer Unternehmer, Daniel Brechtbühl, Eigentü- mer von vier Tankstellen mit Münz-/Notenautomaten im Raum Bern, wurde seit Herbst 1984 mehrfach dadurch geschädigt, dass Unbekannte von seinen Benzinautomaten unter Verwendung falscher Münzen Benzin bezogen. Die betreffenden Münzen entsprechen in Dicke und Grösse exakt den offiziellen Zwei- und Fünffrankenstücken. Sie tragen jedoch den Aufdruck «tsi» auf der einen Seite sowie die Zahl 10 (grössere Münze) bzw. 5 (kleinere Münze) auf der anderen. Insgesamt wurden etwa 500 solcher Münzen für Manipulationen an Benzinautomaten verwendet. Der jüngste Fall stammt vom 5. Juni 1987.

Der geschädigte Unternehmer informierte bereits 1985 nacheinander die Polizei, die Bundesanwaltschaft, die Nationalbank und die Eidgenössische Münzstätte. An keiner dieser Stellen fand er jedoch wirksame Hilfe, noch wurde er wenigstens über den Stand der Ermittlungen orientiert. Ist der Bundesrat bereit,

  1. Oktober 1987 N

1485

Interpellation Aubry

  1. diejenigen Personen zu ermitteln und bestrafen zu lassen, welche «tsi-Münzen» prägen und in Umlauf bringen?

  2. diejenigen Personen zu ermitteln und unter Anklage zu stellen, welche sich solcher Münzen bedienen und damit Tatbestände des Strafgesetzbuches erfüllen?

  3. Auskunft darüber zu geben, warum dem geschädigten Unternehmer keine Hilfe von Seiten der Behörden zuteil wurde?

Texte de l'interpellation du 19 juin 1987

Un entrepreneur bernois, Daniel Brechtbühl, qui est proprié- taire, dans la région de Berne, de quatre stations d'essence équipées de distributeurs automatiques (pièces de monnaie/ billets de banque), a subi plusieurs fois, depuis l'automne 1984, un préjudice pécuniaire du fait que des inconnus ont pu obtenir de l'essence en utilisant de la fausse monnaie. Les pièces en question ont exactement la même dimension et la même épaisseur que les pièces officielles de deux et de cinq francs. Elles portent cependant, gravée sur une face, l'inscription «tsi» et, sur l'autre face, le chiffre 10 (grosse pièce) ou 5 (petite pièce). Au total, environ 500 de ces pièces ont été utilisées frauduleusement dans des distributeurs automatiques d'essence. Le dernier cas date du 5 juin 1987. L'entrepreneur lésé en a informé successivement, dès 1985, la police, le Ministère public de la Confédération, la Banque nationale et la Monnaie fédérale. Il n'a reçu une aide efficace d'aucun de ces organes; il n'a même pas été informé de l'état de l'enquête.

Au vu de ce qui précède, le Conseil fédéral est-il prêt

  1. A faire rechercher et punir les personnes qui frappent des monnaies «tsi» et les mettent en circulation?

  2. A faire rechercher et inculper les personnes qui utilisent de telles pièces et commettent de ce fait une infraction prévue dans le code pénal?

  3. A expliquer pourquoi l'entrepreneur lésé n'a reçu aucune aide de la part des autorités ?

Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

  • Gemäss Artikel 9 Absatz 1 des Bundesgesetzes über das Münzwesen vom 18. Dezember 1970 wird mit Busse bestraft, wer «ohne Bewilligung des Eidgenössischen Finanz- und Zolldepartementes Gegenstände herstellt oder einführt, die den in Kurs stehenden Münzen in Gepräge, Gewicht oder Grösse ähnlich sind».

  • Manipulationen an Warenautomaten, durch welche man sich die angebotene Ware unrechtmässig beschafft, fallen nach der bundesrechtlichen Rechtsprechung unter den Tat- bestand von Artikel 137 (Diebstahl) oder 138 (Entwendung) des Strafgesetzbuches (cf. BGE 104 IV 73).

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 26. August 1987 Rapport écrit du Conseil fédéral du 26 août 1987

Auf Bestellung des Tessiner Fernsehens (TSI) stellte eine Graveur- und Prägewerkstatt im Jahr 1973 im Kanton Zürich folgende Jetons her:

  1. 5000 Stück, ungefähr in Fünffrankengrösse,

  2. 5140 Stück, ungefähr in Zweifrankengrösse.

Damit konnten die Mitarbeiter des Tessiner Fernsehens zwi- schen 1973 und 1982 an der betriebsinternen Tankstelle 10 oder 5 Liter Treibstoff beziehen.

Gemäss Artikel 9 des Bundesgesetzes über das Münzwesen vom 18. Dezember 1970 ist die Herstellung münzähnlicher Gegenstände ohne Bewilligung des Eidgenössischen Finanzdepartementes nur als Uebertretung strafbar. Von einem Strafverfahren gegen den Hersteller musste demnach im Juni 1985, als die Bundesanwaltschaft vom Tatbestand Kenntnis erhielt, infolge eingetretener Verjährung abgese- hen werden.

Aber bereits am 16. August 1982 wurde die TSI-Tankstelle mit einem Banknotenautomaten ausgerüstet und das Tessi- ner Fernsehen ordnete von sich aus die Einziehung der Jetons an. Bis auf 24 Jetons für 10 Liter und 107 Jetons für

5 Liter konnten bis zum 1. Juni 1986 alle sich noch in Umlauf befindenden Jetons eingezogen werden.

Der Geschädigte lieferte die Münzen aus seinen Benzinauto- maten im Raum Bern an die Schweizer Nationalbank ab. Als sich im Sommer 1985 etwa 30 «tsi-Münzen> in einer Abliefe- rung befanden, wurde er von der Nationalbank darüber informiert, dass er gegen unbekannte Täterschaft bei den Behörden des Kantons Bern Strafanzeige wegen Diebstahls (Art. 137 StGB), allenfalls Entwendung (Art. 138 StGB) erstatten könne. Dies hat er bis heute nicht getan.

Der oder die Verbreiter dieser «tsi-Münzen» konnten bisher nicht ermittelt werden.

Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du Conseil fédéral.

86.986

Interpellation Aubry Gefälschte Marschbefehle Ordres de marche contrefaits

Wortlaut der Interpellation vom 1. Dezember 1986

  1. Welches sind die provisorischen Ergebnisse der Untersu- chung über die Urheber der gefälschten Marschbefehle? 2. Von welcher Qualität sind die gefälschten Marschbe- fehle? Kann man sie leicht von einem ordnungsgemäss ausgestellten Marschbefehl unterscheiden?

  2. Wie kommt es, dass die Fälscher militärische Adressen (ca. 400) besitzen? Ist gewissen militärischen Stellen Nach- lässigkeit vorzuwerfen?

  3. Wie kommt es, dass die Oeffentlichkeit über ein Lokalra- dio von dieser unerfreulichen Aktion mit den falschen Marschbefehlen erfährt? Ab wann waren das EMD sowie die Kommandanten des Armeekorps, Div 4 bzw. 11, darüber orientiert, dass falsche Marschbefehle versandt worden sind?

  4. Welche Schlüsse zieht das EMD aus dieser Angelegen- heit, die unseres Erachtens beunruhigend ist? Was hat man im Rahmen unserer Vorbereitungen für eine Generalmobil- machung vorgekehrt, um für solche Aktionen - die schon Verwirrung stiften, wenn es in Friedenszeiten eine mechani- sierte Division aufzubieten gilt - gerüstet zu sein?

Texte de l'interpellation du 1er décembre 1986

  1. Quelles sont les résultats provisoires qu'a produit l'en- quête ayant trait aux auteurs des ordres de marche faussés ? 2. Quelle est la qualité des ordres de marche faussés, peut- on les distinguer facilement d'un ordre de marche en bonne et due forme?

  2. Comment se fait-il que les faussaires se trouvent en pos- session d'adresses militaires (environ 400)? Y a-t-il eu négli- gence de la part de certaines autorités militaires ?

  3. Comment se fait-il que le public apprend l'existence de cette action fâcheuse de faux ordres de marche par une radio locale? A partir de quelle date le Département militaire fédéral, les cdts de corps, div 4, resp. 11, étaient-ils ren- seignés de l'envoi de ces ordres de marche truqués ?

  4. Quelles sont les conclusions que le Départment militaire fédéral tire de cette affaire que nous considérons comme inquiétante ? Dans nos préparatifs de mobilisation générale, comment se prépare-t-on à affronter de telles actions qui sèment déjà le trouble lorsqu'il ne s'agit de mobiliser qu'une division mécanisée en temps de paix ?

Mitunterzeichner - Cosignataire: Keine - Aucun

Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.

54-N

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Sager "tsi-Münzen" Interpellation Sager Pseudo-monnaies "tsi"

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1987

Année

Anno

Band

III

Volume

Volume

Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

14

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

87.530

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 09.10.1987 - 08:00

Date

Data

Seite

1484-1485

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Pagina

Ref. No

20 015 808

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Palavras-chave

pseudo-coinsinterpellationtime barcoinage acttheftembezzlementvending machinescriminal complaintfederal council

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

Whether the Federal Council could provide a list of measures concerning insurers' and pension funds' investment in real estate and assess their effects.

Decisão extraída

The Federal Council referred to ongoing work and future statistical revisions, stating that further assessment would be possible only once sufficient data and resources were available.

Fundamentação extraída

The Council said it had already addressed the matter in connection with the urban/rural initiative, had commissioned the Justice and Police Department to prepare proposals, and awaited further results from a nationwide occupational pension survey and other studies.

Questão jurídica principal

Whether the Federal Council could pursue and punish the persons who produced and circulated ‘tsi’ pseudo-coins.

Decisão extraída

The Council stated that a prosecution against the manufacturer could no longer be brought because the offence was already time-barred when the federal prosecutor learned of it.

Fundamentação extraída

Under Art. 9 of the Coinage Act, making coin-like objects without authorization is only a misdemeanor; by June 1985 limitation had already expired for the 1973 manufacture.

Questão jurídica principal

Whether the Federal Council could identify and prosecute users of the pseudo-coins and explain why the victim received no effective assistance.

Decisão extraída

The Council indicated that the victim had been told to file a criminal complaint with the Bern authorities for theft or, alternatively, embezzlement; the perpetrators could not yet be identified.

Fundamentação extraída

Because the pseudo-coins were treated as objects used in machine manipulation and no perpetrators had been identified, the competent course was a cantonal complaint; federal authorities had not provided direct remedial action.

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