SVP motion on unit initiative transmitted as postulate

20012069Prática Administrativa Federal (VPB)15 de dez. de 1983Partially Granted

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Resumo Omnilex

The SVP parliamentary group asked the Federal Council to draft a constitutional amendment introducing the unit initiative. The Federal Council stated that it could accept the idea in principle, but that the disputed rule on deadlock between the two chambers should not be pursued in a motion and was better handled through a postulate. The National Council accordingly transmitted the proposal as a postulate.

Sumário Omnilex

Parliamentary initiative procedure; a motion may be transformed into a postulate where the requested mandate is not suited to a binding instruction, in particular when the matter still requires examination and alternative solutions remain under consideration. The chamber may thus grant the request only in a less binding procedural form.

Texto completo

  1. Dezember 1983 N

1837

Motion Braunschweig

82.550 Motion der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei. Einheitsinitiative Motion du groupe de l'Union démocratique du centre. Initiative de type unique

Wortlaut der Motion vom 4. Oktober 1982

Der Bundesrat wird beauftragt, zur Einführung der Einheits- initiative einen Vorschlag auf eine Verfassungsänderung zu unterbreiten:

  1. 100 000 Stimmberechtigte können ein Volksbegehren in Form einer allgemeinen Anregung oder eines ausgearbeite- ten Entwurfes einreichen und verlangen, dass die Bundes- versammlung im Rahmen ihrer Zuständigkeit eine Regelung trifft.

  2. 1 Die Bundesversammlung entscheidet, ob sie dem Begehren Folge leisten will. Lehnt sie es in der Sache ab, so wird es dem Volk zur Abstimmung unterbreitet.

2 Hat die Bundesversammlung oder das Volk beschlossen, dem Begehren Folge zu geben, so arbeitet die Bundesver- sammlung eine entsprechende Vorlage aus. Sie bestimmt dafür die Form der Verfassung oder des Gesetzes. Können sich die beiden Räte nicht einigen, wird die Vorlage von der Vereinigten Bundesversammlung ausgearbeitet.

Texte de la motion du 4 octobre 1982

Dans le dessein d'introduire l'initiative de type unique, le Conseil fédéral est chargé de soumettre au Parlement un projet de révision de la constitution:

  1. 100 000 citoyens peuvent présenter une initiative sous la forme d'une proposition conçue en termes généraux ou rédigée de toutes pièces; ils peuvent demander à l'Assem- blée fédérale d'adopter une réglementation dans les limites de ses attributions.

  2. 1 L'Assemblée fédérale décide si elle approuve la demande. Si elle ne l'approuve pas, la demande est soumise au vote du peuple.

2 Si l'Assemblée fédérale ou le peuple approuve la demande, l'Assemblée fait un projet qui la réalise. Elle choisit, à cette fin, la forme de la constitution ou celle de la loi. Si les deux conseils ne peuvent s'entendre, l'Assemblée fédérale (Chambres réunies) élabore le projet.

Sprecher - Porte-parole: Fischer-Hägglingen

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Die SVP ist der Ansicht, dass mit der Einführung der soge- nannten Einheitsinitiative das Instrument der Volksinitiative und damit die eigentlichen Volksrechte gestärkt und gefe- stigt werden. Auch werden damit die Chancen zur Realisie- rung eines Volksbegehrens wesentlich erhöht.

Die Einheitsinitiative zeichnet sich aus durch:

  • Vereinfachung: Die Volksinitiative kann unbelastet von Rechtsetzungsformen eingebracht werden.

  • Straffung: Die Rechtsetzungstechnik wird «professionell» von der Bundesversammlung besorgt. Dies führt zu einer wesentlichen Straffung und vermehrter innerer Geschlos- senheit unserer Gesetzesordnung.

  • Verwesentlichung: Die Volksinitiative erfasst den Inhalt und die Idee, die Schwierigkeit der Normsetzung dagegen ist Aufgabe der Bundesversammlung. Dieses Vorgehen würde wesentlich dazu beitragen, die Volksinitiative auch «volksnahe» zu machen.

  • Stärkung der Verfassung: Unsere Verfassung ist unseres Erachtens von Bestimmungen überlastet, die auf Gesetzes- oder gar auf Verordnungsebene gehören. Auch einer total revidierten BV würde es - bei der zu erwartenden wachsen-

den Anzahl von Verfassungsinitiativen - nicht anders er- gehen.

Im Verfassungsentwurf zur Totalrevision der Bundesverfas- sung ist in den Artikeln 64 bis 66 die Einführung der Ein- heitsinitiative vorgesehen. Die vorgesehene Formulierung entspricht weitgehend der Auffassung der SVP, mit dem Vorbehalt, dass die Anzahl der erforderlichen Unterschriften auf 100 000 zu erhöhen ist.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral

Zu den tragenden Pfeilern unserer direkten Demokratie gehört die Volksinitiative. Sie gibt einer Minderheit von 100 000 Bürgern - das sind bloss 2,5 Prozent der Gesamt- heit der Stimmberechtigten - die Möglichkeit, direkt an den eidgenössischen Souverän zu appellieren und ihr Anliegen selbst gegen den Willen von Regierung und Parlament durchzusetzen. An diesem Grundpfeiler darf nicht gerüttelt werden.

Die Motion der SVP-Fraktion will das denn auch nicht. Sie zielt im Gegenteil auf einen Ausbau der Volksinitiative ab und schlägt zu diesem Zweck die Einführung der sogenann- ten Einheitsinitiative vor, wie sie von der Expertenkommis- sion für die Totalrevision der Bundesverfassung ausgearbei- tet worden ist.

Der Bundesrat verschliesst sich den Bestrebungen für eine innere Aufwertung der Volksrechte nicht. Auch er bietet Hand zu einer zeitgemässen Reform. Diese bildet eines der Hauptthemen bei der Vorbereitung der Totalrevision unserer Verfassung. Die angekündigte Botschaft wird entspre- chende konkrete Vorschläge enthalten. Insofern stünde einer Entgegennahme der Motion nichts entgegen.

Nun übernimmt aber die Motion die im Expertenentwurf vorgesehene Regelung, wonach die Vereinigte Bundesver- sammlung entscheidet, falls sich die Räte über die Revi- sionsvorlage, die sie aufgrund einer Einheitsinitiative ausar- beiten, nicht einigen können. Diese Lösung wurde im Ver- nehmlassungsverfahren so entschieden abgelehnt, dass sie nicht weiterverfolgt werden sollte. Verwaltungsintern wer- den andere Lösungen geprüft, auch solche, die sich auf Gesetzesstufe (z. B. im Geschäftsverkehrsgesetz) verwirkli- chen lassen. Für einen entsprechenden Auftrag an den Bundesrat eignet sich daher die Form des Postulats besser als die der Motion. Der Bundesrat wäre der SVP-Fraktion dankbar, wenn sie Hand böte zu einer Umwandlung der Motion in ein Postulat. Seinerseits ist er bereit, den Vorstoss in dieser Form entgegenzunehmen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

83.358

Motion Braunschweig Totalrevision der Bundesverfassung. Grundrechte Révision totale de la constitution. Droits fondamentaux

Wortlaut der Motion vom 9. März 1983

Der Bundesrat wird eingeladen, die Arbeit für eine Totalrevi- sion der Bundesverfassung fortzusetzen und Volk, Ständen und dem Parlament einen ersten Korb - die Grundrechte

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei. Einheitsinitiative Motion du groupe de l'Union démocratique du centre. Initiative de type unique

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Dans

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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1983

Année

Anno

Band

V

Volume

Volume

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Wintersession

Session

Session d'hiver

Sessione

Sessione invernale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

11

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

82.550

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 15.12.1983 - 08:00

Date

Data

Seite

1837-1837

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Ref. No

20 012 069

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Palavras-chave

unit initiativeparliamentary motionpostulateconstitutional revisiondirect democracy

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Questão jurídica principal

Whether the motion on introducing a unit initiative should be adopted as a motion or only as a postulate.

Decisão extraída

The National Council accepted the proposal only in the form of a postulate, not as a binding motion.

Fundamentação extraída

The Federal Council considered a postulate more appropriate because the proposed solution on disagreement between the chambers had been strongly rejected in consultation and alternative solutions were still being examined.

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