Interpellation on disability insurance and minimum subsistence

20011817Prática Administrativa Federal (VPB)5 de out. de 1983Partially Granted

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Resumo Omnilex

National Councillor Günter submitted an interpellation on whether disability insurance and supplementary benefits secure a minimum subsistence level. The Federal Council replied in writing, citing statistics on disability pensioners receiving supplementary benefits, stating that the number of persons still below subsistence level cannot be determined individually, and rejecting a general pension increase in favor of individualized solutions. It announced possible examination of higher supplementary benefits for persons cared for at home or in institutions and possible increased support for charitable organizations. The President noted that Günter was only partially satisfied.

Sumário Omnilex

Interpellation on disability insurance and minimum subsistence; the Federal Council may answer by reference to administrative statistics and individualized assessment where a general determination is not possible. A blanket increase in disability pensions is not required where the situation of beneficiaries varies markedly; instead, targeted improvements in supplementary benefits and institutional support may be considered. The decision illustrates that, in the presence of heterogeneous personal needs, a generalized measure can be replaced by differentiated assistance based on individual circumstances.

Texto completo

N 5 octobre 1983

1440

Interpellation Günter

Kantone abgeleitet worden ist. Wir können sie nur in Form des Postulates entgegennehmen.

Abstimmung - Vote Für Überweisung als Motion Für Überweisung als Postulat

22 Stimmen 37 Stimmen

83.424 Interpellation Günter Invalidenversicherung. Existenzsicherung Assurance-invalidité. Minimum vital

Wortlaut der Interpellation vom 6.Juni 1983

Der Verfassungsauftrag der existenzsichernden Rente (BV Art. 34quater Abs.2) wird im Bereiche der Invalidenversiche- rung vermutlich in erheblichem Ausmass nicht erfüllt. Mit dem Inkrafttreten des Beruflichen Vorsorgegesetzes (BVG) (zweite Säule) wird sich die Situation für alle Behinderten, die sich dieser Institution nicht anschliessen können, noch verschärfen. Vor allem langfristig muss eine zunehmende Verschlechterung ihrer finanziellen Situation befürchtet werden.

Der Bundesrat wird daher gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wie viele IV-Bezüger erhalten heute Ergänzungsleistun- gen (absolute Zahl und in Prozenten der Bezüger einer vollen Rente) ?

  2. In wie vielen Fällen wird die Existenzsicherung trotz Ergänzungsleistungen vermutlich nicht erreicht?

  3. Wie sieht der Bundesrat die langfristige Entwicklung der Invalidenversicherung und ihrer Leistungen, vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass die zweite Säule vielen Behinderten verschlossen bleiben wird und die Wirtschaft stagniert?

  4. Welche Massnahmen sind geplant, um die sich langfri- stig abzeichnende weitere Verschlechterung der finanziel- len Situation der Behinderten aufzuhalten bzw. die nötigen Verbesserungen sicherzustellen, um den Verfassungsauf- trag der existenzsichernden Rente zu erfüllen?

Texte de l'interpellation du 6 juin 1983

La constitution dispose que les rentes doivent couvrir les besoins vitaux (art. 34quater, 2º al., cst.). Or, dans le domaine de l'assurance-invalidité, cela ne sera vraisemblablement pas le cas, tant s'en faut. Lorsque la loi sur la prévoyance profes- sionnelle (deuxième pilier) sera en vigueur, la situation des handicapés qui ne pourront pas bénéficier de cette institu- tion s'aggravera encore. Il est à craindre que leur situation financière ne se détériore toujours plus, à longue échéance surtout.

Compte tenu de ce qui précède, je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:

  1. Combien y a-t-il aujourd'hui de personnes ayant droit à une rente Al qui reçoivent une rente complémentaire (en valeur absolue et en pour cent du nombre des personnes touchant une rente complète)?

  2. Dans combien de cas doit-on présumer que le minimum vital n'est pas atteint, malgré la rente complémentaire?

  3. Quelle sera, de l'avis du Conseil fédéral, l'évolution à long terme de l'assurance-invalidité et des prestations de celle-ci, compte tenu notamment du fait que beaucoup de handi- capés ne bénéficieront pas de la prévoyance professionnelle et que l'économie connaît une période de stagnation?

  4. Quelles sont les mesures prévues aux fins de stopper une nouvelle dégradation - qui se dessine à longue échéance -

de la situation financière des handicapés ou, en d'autres termes, en vue d'apporter les améliorations nécessaires pour permettre de verser des rentes couvrant les besoins vitaux, comme l'exige la constitution ?

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral

  1. Im März 1982 richtete die IV rund 86 500 invaliden Versi- cherten mit Wohnsitz in der Schweiz eine ordentliche und rund 18 700 Personen eine ausserordentliche (beitragslose) Rente aus. Im Jahre 1982 bezogen in rund 19 800 Fällen Invalide oder 18,8 Prozent der Rentenberechtigten eine Ergänzungsleistung. Diese Quote ist naturgemäss höher als bei den Betagten (12,9 Prozent) oder bei den Witwen (5,7 Prozent).

  2. Die Zahl der Behinderten, deren Existenzsicherung weder durch die IV-Renten noch durch Ergänzungsleistun- gen erreicht wird, ist nicht bekannt. Die dafür notwendigen Angaben müssten jedem einzelnen EL-Dossier entnommen und durch eine persönliche Einschätzung der Bedürfnisse ergänzt werden. Bekanntlich unterscheiden sich diese letz- teren stark von Fall zu Fall. Sie werden im wesentlichen bestimmt durch die Art des Gebrechens, das Ausmass der Autonomie in der Gestaltung des alltäglichen Lebens und die Pflegebedürftigkeit der behinderten Person.

  3. Der Bundesrat beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit der oft schwierigen Situation der Geburts- und Kind- heitsinvaliden sowie der Frühinvaliden, deren vielverspre- chende Karriere durch den Eintritt eines invalidierenden Ereignisses unterbrochen worden ist. Seit 1973 werden zugunsten der genannten Behindertengruppen Rentenzu- schläge ausgerichtet (minimal 230 Franken pro Monat ab 1. Januar 1984). Man wollte dieses Problem nicht aus- schliesslich mit Hilfe der Ergänzungsleistungen lösen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die von der IV gewährten Beiträge an den Bau und den Betrieb von Heimen für Behinderte ebenfalls zur Senkung der Pflege- und Beherbergungskosten dieser Personen bei- tragen.

Es ist richtig, dass die erwähnten Behinderten grossenteils zu den unteren Einkommenskategorien gehören und des- halb nicht in den Genuss von Leistungen der zweiten Säule (berufliche Vorsorge) kommen können. Ihre Lebensbedürf- nisse müssten im Prinzip durch die staatliche AHV/IV gedeckt werden. Die Vielfalt der Einzelfälle schliesst jedoch eine pauschale Massnahme, wie sie eine massive Rentener- höhung darstellen würde, aus. Nötig sind im Gegenteil den individuellen Bedürfnissen angepasste Lösungen.

  1. Der Bundesrat sieht keine Notwendigkeit, das beste- hende System grundlegend zu ändern, wird jedoch darauf achten, dass das bisher Erreichte mindestens erhalten, wenn nicht verbessert werden kann. Insbesondere wird er die Möglichkeit prüfen, die Ergänzungsleistungen derjeni- gen Behinderten zu erhöhen, die zu Hause gepflegt oder in einem Heim untergebracht werden müssen. Ausserdem schliesst er für den Fall eines ausgewiesenen Bedürfnisses nicht aus, eine Erhöhung der Beiträge an die gemeinnützi- gen Institutionen (insbesondere Pro Infirmis und Pro Senec- tute) vorzuschlagen, um so die Hilfe für die besonders Benachteiligten zu verstärken.

Präsident: Herr Günter ist teilweise befriedigt.

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Interpellation Günter Invalidenversicherung. Existenzsicherung Interpellation Günter Assurance-invalidité. Minimum vital

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Jahr

1983

Année

Anno

Band

IV

Volume

Volume

Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

13

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

83.424

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

05.10.1983 - 15:00

Date

Data

Seite

1440-1440

Page

Pagina

Ref. No

20 011 817

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Palavras-chave

disability insurancesupplementary benefitsminimum subsistencepension supplementssocial securityindividualized assessment

Extraído pela Omnilex

Questão jurídica principal

How many disability pension recipients receive supplementary benefits?

Decisão extraída

In March 1982, about 19,800 disabled persons, or 18.8% of pension beneficiaries, received supplementary benefits.

Fundamentação extraída

The Federal Council relied on current administrative statistics for persons with disability pensions living in Switzerland.

Questão jurídica principal

Whether the number of disabled persons whose subsistence is not secured despite supplementary benefits is known.

Decisão extraída

That number is not known because it would require review of each supplementary-benefit file and an individualized assessment of needs.

Fundamentação extraída

The council stated that subsistence needs vary greatly depending on impairment, autonomy in daily life, and care needs.

Questão jurídica principal

What long-term development and measures are envisaged for disability insurance and support of severely affected disabled persons.

Decisão extraída

No fundamental change of the system was deemed necessary, but the council would examine higher supplementary benefits for persons cared for at home or in institutions and possibly increased contributions to charitable institutions.

Fundamentação extraída

The council emphasized individualized solutions rather than a blanket pension increase, while preserving and if possible improving existing support.

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